Sippenhaftung für russische Masters muss eine Ende haben

(Monte Carlo/Krefeld, 19. November 2021) Allem Anschein nach ist Margit Jungmann (*1956) aus Rehlingen als Präsidentin des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) mit Sitz in Monte Carlo im Fürstentum Monaco als mögliche Folge des durch Corona bedingten Krisenmanagements amtsmüde geworden, lässt ihr Elan gehörig nach. Der Eindruck muss entstehen und kochte gestern wieder hoch. Gemäß einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bleiben die russischen Leichtathleten eingedenk des vor Jahren aufgedeckten flächendeckenden Dopingsystems von Sp(r)itzenathleten*innen infolge eines Beschlusses des Leichtathletik-Weltverbandes vorerst weiterhin von internationalen Wettkämpfen ausgesperrt. Mit Ausnahme jener, die durch regelmäßige Kontrollen nachweisen, dass sie „sauber“ sind und sodann unter neutraler Flagge starten können.

WMA-Präsidentin Margit Jungmann ist gefordert

Was dies mit Frau Jungmann (im Bild) zu tun hat? Sie wollte sich bereits vor geraumer Zeit auf dem „kleinen Dienstweg“ am selben Amtssitz in einem Gespräch mit dem Präsidenten der World Athletics (WA; vorher IAAF), Sir Sebastian Coe aus Großbritannien, dafür einsetzen, dass die russischen Masters nicht in Sippenhaftung genommen werden und für sie eine „Lex specialis“ (vergröbert: Sonderregelung) gelten müsse. Denn sie gehören keinem Anti-Doping-Testpool an, haben mithin keine Chance zu beweisen, dass sie nicht mit verbotenen Substanzen ihre Leistung steigern. Außerdem waren sie niemals Teil des Staatsdopings. Es gibt und gab (!) also keinen auch nur halbwegs plausiblen Grund, sie ebenfalls auszuschließen.
Da besteht vor den nächsten Europa- und Weltmeisterschaften der Senioren-Leichtathletik dringender Handlungsbedarf. Nach mir die Sintflut  (dem Vernehmen nach kandidiert Jungmann 2022 nicht für eine Wiederwahl) kann und darf nicht die Lösung sein!