Macht Christina Schwanitz diesmal ihr erneuertes Vorhaben wahr?

Kolumne

Moment mal

(Großolbersdorf/Dresden/Krefeld, 03. September 2021)
Nun will sie angeblich in den Ring mit 37 Zentimeter größerem Durchmesser und ohne Balken gehen. Die kugelstoßende Ex-Weltmeisterin und bei Olympia in Tokio krachend gescheiterte Christina Schwanitz (*24.12.1985) vom LV 90 Erzgebirge hat in ihrem ausgeprägten Sendungsbewusstsein ihre 4.729 Abonnenten auf Facebook wissen lassen, dass sie morgen (Beginn 11.45 Uhr) den Diskus möglichst weit von sich weg werfen will.
Der dazu gehörige Text vor einem großformatigen Foto in Abwurfpose: „Die Kugel wollte dieses Jahr nicht so recht fliegen… da probiere ich es eben mal im Diskus am Samstag in Großolbersdorf. Wie weit wird er wohl fliegen? Ich bin gespannt auf Eure Schätzungen.“

Bei den Schätzungen wurde der Weltrekord relativ knapp verfehlt

Stammbesucher von LAMPIS werden mehr gespannt darauf sein, ob das Mensch gewordene, inzwischen 35-jährige „Christkind“ aus Dresden diesmal tatsächlich antritt. Denn sie war bereits für diese Disziplin mit der Ein-Kilo-Scheibe gemeinsam mit ihren ebenfalls bevorzugt die Kugel stoßenden Klubkameradinnen Katharina Maisch und Sarah Schmidt beim Werfertag Ende August in Niederselters avisiert, trat im Gegensatz zu den beiden Genannten jedoch nicht an (wir berichteten).
Aber zurück zum Aufruf zu den Schätzungen. Da wurden einige abgegeben bis hin nicht ernst zu nehmenden 76,09m. Das wäre nicht mal Weltrekord. Den hält Gabriele Reinsch (DDR) seit 1988 mit 76,80m. Spaßig sind wohl auch eher die 47,11m vom starken Senioren-Diskuswerfer Helmut Maryniak (M50) vom LAC Passau zu verstehen. Das Komma und Meter weggelassen, ist es 4711, jenes Kölnisch Wasser, das laut Werbung immer dabei ist. Eines sollte sie, so sie denn startet, in jedem Falle hinbekommen: Weiter zu werfen als bei der Qualifikation in Tokio zu stoßen (18,08m).
Obwohl ich nicht zur ihren Abonnenten gehöre, habe ich mit der Schnapszahl von 44,44m auch einen Tipp abgegeben. Für Niederselters war „La Schwanitz“ übrigens mit 46,15m gemeldet, wie uralt diese Leistung auch immer gewesen sein mag.
Klarer Fall, dass wir am Ball respektive am Diskus bleiben.