Lidia Zentner konnte letztlich dem Krebs nicht davonlaufen

(Pforzheim/Krefeld, 10. November 2022) „Laufend den Krebs bekämpfen“, war das notgedrungene Lebensmotto von Mittelstrecklerin Lidia Zentner (*1953) von Gazelle Pforzheim/Königsbach, seit sie im Dezember 2017 die alarmierende Diagnose dieser heimtückischen Krankheit erhielt. Besiegen konnte sie ihn letztlich nicht. Die gebürtige Polin (im Bild) mit schon langjähriger Wahlheimat Deutschland, die sie auch bei internationalen Senioren-Meisterschaften erfolgreich vertreten hat, ist am Dienstag im engsten Familienkreise verstorben.
Vielen womöglich nicht bekannt, dass sie den reinen Leichtathletik-Klub gründete und bis zu ihrem letzten Atemzug deren 1.Vorsitzende gewesen ist. Als DLV-Seniorensprecherin bekleidete sie ein weiteres Ehrenamt. Doch in der Außenwirkung machte sie sich in erster Linie einen Namen als „schnelle Gazelle“ auf den Mittelstreckendistanzen über 800 und 1.500 Meter, stellte hier in der W60 sogar mehrere Weltrekorde auf. Die deutschen Stadion-Rekorde sind mit 2:33,09 und 5:06,55 Minuten (auch noch Weltrekord) seit 2013 in ihrem Besitz. Unisono unter dem Hallendach mit 2:38,38 und 5:10,44 (noch WR), dazu noch über 3.000m in 11:16,54 Minuten. Allesamt aufgestellt im Januar/Februar 2014. Den Geschichtsbüchern bleibt sie also vorerst erhalten.
Natürlich gab es auch den facettenreichen Menschen hinter der Sportlerin. Aber davon ist uns leider schlichtweg nichts bekannt.