Betina Gabler steigerte deutschen W-50-Rekord mit dem 4-Kilo-Hammer

(Trauchgau/Krefeld, 15. Juni 2021) Für weniger Fach- und Sachkundige zum besseren Verständnis vorweg: Aufgrund eines Kooperationsvertrages zwischen dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und dem Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verband (DRTV) werden für Wanderer zwischen den Welten, die Vereinen in beiden Sparten angehören, hier wie da erzielte Rekorde bis national aufwärts gegenseitig anerkannt. Und so fügte es sich, dass die in der Leichtathletik für die LG SW München und im Rasenkraftsport (RKS) für die WG Augsburg-München startende Betina Gabler (*1971) bei einem kleinen RKS-Einladungswettkampf in Trauchgau im Rahmen des Dreikampfes mit 44,17 m den deutschen Rekord in der W50 mit dem 4-Kilo-Hammer um 1,46 Meter verbesserte. Die vorherige Bestmarke hielt seit März 2019 Silke Finkbeiner (*1966) vom VfL Waiblingen mit 42,71m.
Gabler hält seit 2018 mit 48,59m auch den nationalen Rekord in der W45. Allerdings blieb es ihr bei derselben Veranstaltung mit 50,67m knapp um 17 Zentimeter verwehrt, Gabriele Engelhardt (*1969) vom LC Breisgau mit dem altersgemäßen 3-Kilo-Gerät den deutschen W-50-Rekord von 50,84m abzunehmen. Sei die Phrase angefügt, dass aufgeschoben nicht zugleich aufgehoben bedeuten muss. Zumal die Münchnerin auf zwei „Hochzeiten“ durch den 2,13m großen Ring mit drei bis vier Drehungen kreisen kann.
Übrigens: Diesmal nicht wenn der Vater mit dem Sohne, sondern die Mutter mit der Tochter. Betinas Zwillingstochter warf bei den B-Schülerinnen den 2-Kilo-Hammer unter den Namen Lili Metschl (*2008) beachtliche 47,48m weit. Da scheint nach dem Motto der Apfel fällt nicht weit vom Stammbaum ein Talent heranzuwachsen, zumal Papa Helmut auch ein passabler Hammerwerfer war.