Open African Masters starten bei rundum märchenhaften Bedingungen

(Nairobi/Krefeld, 22. November 2021) Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?! Der Spruch ist von vorgestern. Denn am deutschen Wesen kann die Welt schon lange nicht mehr genesen. Auch nicht, was die Corona-Abwehr-Maßnahmen betrifft. Die Neuinfektionen explodieren auch hierzulande, muss das öffentliche Leben notgedrungen wieder heruntergefahren werden. Darunter wird nicht zuletzt der Breitensport leiden, mithin jener der Senioren-Leichtathleten. Das mit der Absageflut von Hallen-Veranstaltungen hatten wir gerade erst (siehe gestrigen Beitrag). Unter freiem Himmel geht immer noch was, so die klimatischen Bedingungen es zulassen. Ganz weit weg, rund zehn Flugstunden von der Drehscheibe Frankfurt entfernt, finden ab heute bis zum 27.November in der kenianischen Hauptstadt Nairobi die Open African Masters statt.

Bei lausiger Impfquote eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0,8

Abenteuer-Wettkampf in einem „verstrahlten Gebiet“, nein danke! Denkste: Trotz einer lausigen Quote zweimal Geimpfter von 4,27 Prozent der etwa 55 Millionen Einwohner starken Bevölkerung (Nairobi 4,4 Mio.) beträgt die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz 0,8 (Deutschland 386,5). Wie machen die das bloß? Ja, klar, die haben ihre wärmsten Monate zwischen Oktober und Mai. Die Temperaturen sollen heute in Nairobi (Zeitunterschied zwei Stunden plus) bis 27 Grad steigen – im Schatten, versteht sich. Das mag dieser vermaledeite Virus nicht so gerne. Noch weniger im Freien.

Leider gibt es keine Meldeliste

Nun hätte uns zur Erbauung unserer Leser brennend interessiert, welche Mittel-Europäer und insbesondere Germanen rechtzeitig die pfiffige Idee und das nötige Kleingeld in größeren Scheinen hatten, mal ein paar Tage einigermaßen unbeschwert durchzuatmen und im friedlichen Wettstreit noch einen bisschen zu laufen, springen, stoßen und/oder werfen. Allerdings gibt es auf der spartanisch ausstaffierten Veranstalter-Netzseite leider keine Meldeliste.
Selbst der gut betuchte Reiner Görtz (*1940; im Bild) vom ASV Süchteln, sonst wie 4711 fast immer und überall dabei, vor zwei Jahren „deutscher Held“ mit vier Titeln in der M75 bei der zwölften Auflage dieser Meisterschaften in Tunis (Tunesien), war es zu viel des Aufwandes. Doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Margit Jungmann aus Rehlingen als Präsidentin des globalen Dachverbandes World Masters Athletics (WMA) ihre Aufwartung machen, im internationalen Sprachgebrauch: Honneurs.
Das bringt uns allerdings auch nicht weiter. Hoffen wir also nach Beendigung der sechstägigen Titelkämpfe auf eine Ergebnisübersicht.