EMA-Präsident gab sich erneut dem Gespött und der Lächerlichkeit preis

Glosse

Neben der Spur

(Valtramontina/Krefeld, 23. September 2021)
Schauen wir mal über den eigenen Zaun in Nachbars Garten. Konkret auf ein anderes Internet-Portal. Da lässt sich mitunter Erstaunliches und Absonderliches zum Fremdschämen entdecken. Bei den Senioren-Europameisterschaften im Berglauf, Trail (Querfeldein) und Nordic Walking (Wandern) – ist das alles auch noch Leichtathletik? – im italienischen Valtramontina mit 198 Teilnehmern aus 17 der insgesamt angeschlossenen 52 Nationen (ein Hinweis für die „Bedeutung“), schnürte der narzisstisch veranlagte präsidiale Trump-Verschnitt Kurt „Kuddel on Tour" Kaschke auch wieder die Sportschuhe und entweihte das deutsche Nationaltrikot.
Der 66-jährige Wahl-Portugiese mit drei Wohnsitzen ging im „Mountain Race“ über 8,5 Kilometer an den Start. Dabei erreichte K.K. in der Gesamtwertung der 47 das Ziel erreichenden Läufer in 1:47,56 Stunden den drittletzten Platz. Geschlagene 55:54 Minuten hinter dem Sieger, 35:36min. nach dem Klassenprimus der M65 und 22:51min. hinter seinem „Pressesprecher“ aus der M70. Der Präsident der European Masters Athletics (EMA) kostete also seinen Schaulauf der Selbstdarstellung besonders lange aus (siehe Ergebnisliste). Die Siegerehrungen zogen sich hin wie Kaugummi.
Offenbar gibt es niemanden, nicht mal seine aktuelle Lebensabschnittsgefährtin, der diesen talentfreien, verhinderten „Hans Dampf in allen Gassen“ einbremst und ihm klar macht, dass er sich dem Gespött preisgibt und die kontinentale Senioren-Bewegung auf Kirmes-Niveau ins Lächerliche zieht. Es wird allerhöchste Zeit, dass seine abermals mit seinen Kunstgriffen verlängerte Amtszeit endet.
Nach elendig langen zehn Jahren ist 2022 Schicht im Schacht. Halleluja!

Unterjährige Senioren-Bestenliste wird vom Fachmann nachgebessert

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Schönebeck/Krefeld, 22. September 2021)
Stammbesuchern unserer Internet-Spielwiese muss nicht großartig erklärt werden, dass der Verfasser dieses Beitrages (siehe Autorenzeile) und der ständige LAMPIS-Mitarbeiter Dieter Krumm zu den heftigsten Kritikern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gehören. Das hat er sich speziell bei der Ü35-Generation mit seiner Service-Verweigerung, Verhinderungs-Politik und Nicht-Beantwortung von E-Mail-Anfragen auch redlich verdient. Immer wieder aufs Neue! Aber: Wer tadelt, der muss im Falle eines Falles auch loben können. Der Beweis wird sofort angetreten. Ohne gleich ins oberste rhetorische Regal von „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“ zu greifen, ist diese Begebenheit allemal eine Erwähnung wert. Zumal sie als Signal für Aktive mit gleichem Anliegen dienen kann.  

Mitunter hakt es halt unterwegs irgendwo

Doch zur Sache: Nach elendig langem, über ein Jahrzehnt währendem Kampf von LAMPIS gibt es seit dieser Saison auch bei den stetigen Talenten für die nächsthöhere Altersklasse eine unterjährige Bestenliste. Das klappt in aller Regel durch die Verknüpfung mit den elektronischen Ergebnislisten der diversen Veranstaltungen auch prima. Nahezu in Echtzeit. So denn der Netzwerk-Administrator des Sportfestes in Kleinkleckersdorf alles richtig macht. Geschieht leider nicht immer. Konkret zum Beispiel nicht bei den Meisterschaften der LVN-Region Südwest in Euskirchen (wir berichteten). Da fügte es sich, dass mein langjähriger Sportfreund Ralf Unger (M70) seinen ersten Wettkampf nach zwei Jahren absolvierte, mit 11,86m im Kugelstoßen (6. Platz der Rangliste) zwangsläufig Saisonbestleistung stieß und ich die meinige in der M75 auf 11,60m (vorher 11,42m) verbesserte. Doch erfasst wurden diese Leistungen nicht.

Norbert Hasselberg sorgt für Abhilfe

Für derartig erforderliche Nachbesserungen kann/darf/soll man(n)/frau sich mit der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vertrauensvoll an den DLV wenden. Das habe ich sodann vorgestern um 09:41 Uhr unisono für uns beide getan. Und siehe da, erhielt ich um 18:31 Uhr desselben (!) Tages folgende Antwort: „Lieber Sportfreund, herzlichen Glückwunsch zu den Leistungen. Sie sind nun in den Bestenlisten enthalten.“ Absender war Norbert Hasselberg.
Da ging mir ein Licht auf, habe aber vorsorglich schriftlich nachgefragt. Ja, genau, es ist jener Wurf-Allrounder der M60 von Union Schönebeck in Sachsen-Anhalt, der mir zwar nicht von Person, aber aus gelegentlichem E-Mail-Schriftverkehr in Sachen Stoß/Wurf bekannt ist. Übrigens auch in der Szene als kommunikativer, zugänglicher Kumpel-Typ sehr beliebt und geschätzt wird. Der 63-Jährige ist arbeitstechnisch nunmehr im Vorruhestand und möchte seiner geliebten Sportart dienlich sein. Das kann er mit den entsprechenden Zugangsdaten ausgestattet von seinem „Home Office“ an seinem Wohnsitz aus. Perfekt: Einer von uns aus der großen Werfer-Familie, also ein leibhaftiger Fachmann in Theorie und Praxis. Davon dürfte es bei dieser Dachorganisation herzlich gerne ein paar mehr geben.
Entschuldigung: Jetzt habe ich zum an sich guten Schluss doch noch ein wenig Kritik geübt.

Eine prima Veranstaltung mit kleineren Schönheitsfehlern

(Euskirchen/Krefeld, 20. September 2021) Ex-US-Präsident Donald „Duck“ Trump kreierte den Begriff „Alternative Fakten“. Was in seiner eigenen Herrlichkeit letztlich von ihm in die Welt gesetzte, anderswo gegeißelte „Fake News“ (Falschmeldungen) waren. Corona brachte die Bezeichnung „Neue Normalität“ hervor, weil wir die alte wohl nie oder so schnell nicht wiederbekommen werden. Die gibt es auch in der Leichtathletik, und sogar in der Diaspora des Landesverbandes Nordrhein, der speziell bei der Ü30-Generation in vorauseilendem Gehorsam und auf DLV-Linie so manches in der Vergangenheit zu verhindern wusste. Ein Wiederbeginn wurde bei den zweitätigen LVN-Seniorenmeisterschaften Ende August in Düsseldorf gemacht. Die Region Südwest setzte es am vergangenen Wochenende mit ihren offenen Einzel-Meisterschaften für alle Klassen im Erftstadion in Euskirchen fort. Chapeau!

Neudeutsches Regelwerk nicht bekannt... 

Dort wurde, wie schon in der Landeshauptstadt, der Nachweis geliefert, dass es auch in coronären Zeiten ohne Tamtam und Säbelgerassel (DM in Baunatal) ganz entspannt zugehen kann. Ein freundlicher junger Mann hakte am Tribüneneingang bei der Einlasskontrolle die Teilnehmerliste ab und prüfte das Vorliegen der 3G-Regel. Danach signalisierte er freien Zugang zur Abholung der Startunterlagen und gegebenenfalls zur Geräteüberprüfung, was praktischerweise gleich nebeneinander am Zielhaus lag. Zuschauer waren ebenfalls willkommen. Kleiner Wermutstropfen: Auch hier wusste der Kontrolleur nicht um das neudeutsche Regelwerk (international seit 01.01.2014), wonach alle unterschiedlich schweren Kugeln von 3 bis 7,26kg bei den Senioren einen Höchstdurchmesser von 130mm haben dürfen. Ralf Unger (*1947; im Bild) vom TuS Kerpen-Buir war in weiser Voraussicht auf derartige Unbill mit großem Diskussionspotenzial vorbereitet. Er hat mit seinem Smartphone die entsprechende IWR-Regel 188 mit DLV-Fußnote abfotografiert und konnte sie dem nicht Informierten vorlegen. Mithin hat der auch wieder etwas dazugelernt.

...und es erfolgte keine Ergebnis-Verknüpfung mit der deutschen Bestenliste

Zweiter Tropfen im Freudenbecher: Obwohl die Region Südwest die zwangsverpflichtete Software von SELTEC zur Ergebnisübermittlung verwendet, erfolgte keine Verknüpfung mit der unterjährig geführten deutschen Senioren-Bestenliste. Da der deutsche M70-Meister von 2017 in Zittau (14,19m) nach zweijähriger Abstinenz seinen ersten Wettkampf absolvierte, waren seine nach den Trainingsleistungen (um 12,50m) gemessen noch unterbelichteten 11,86m zwangsläufig Saisonbestleistung. Die bringt den Kerpener in jener Statistik an die sechste Position hinter Holger Knie (11,89m), vor dem er mit 12,86 zu 12,60m bei der DM 2018 in Mönchengladbach Vizemeister geworden ist.

Ein Ehrentag der Sinn macht: Heutige "Welttag der Dankbarkeit"

(Krefeld und die weite Welt, 21. September 2021) Für beinahe alles und jedes gibt es mehr oder weniger sinnvolle Ehrentage. Eingedenk der allgemeinen Verrohung der einstmals guten Sitten und Gebräuche macht der allerdings fürwahr Sinn. Der 1977 von den Vereinten Nationen (UN) initiierte und seither jährlich an diesem Datum begangene Welttag der Dankbarkeit". Ja, es geht um nicht mehr und nicht weniger als dieses kleine Zauberwort mit fünf Buchstaben, das da DANKE heißt. Kommt manchem, männlich wie weiblich, sehr schwer bis gar nicht über die Lippen oder Tastaturfinger. Dabei kostet es nix, ist jedoch ungemein wirkungsvoll. Gewiss hat das jeder schon in beiden Richtungen an sich oder dem/der anderen erlebt. Höchstwahrscheinlich auch die negative Kehrseite der Ignoranz.

Honorige Person aus dem „Hochadel“ ohne Anstand und Stil

Kleines Beispiel aus dem eigenen Erfahrungsschatz: Da ich hier niemanden öffentlich bloßstellen will, es allerdings liebend gerne möchte, nenne ich die (Un-)Person aus dem „Hochadel“ der Senioren-Leichtathletik mal Lieschen Suppenstrahl. Der habe ich auf LAMPIS eine größere Laudatio zum Geburtstag gewidmet. Dafür musste sie sich nicht bedanken, da es zwar auch ihr zur Weiterverbreitung und (nachweislich) noch mehr Glückwünschen diente, jedoch hauptsächlich zur Information und Erbauung der Leser gedacht war.
Aber als höflicher Mensch, der ich nun mal bin (Freunde und Bekannte werden es bestätigen), meine Kinderstube nicht nur eine Spielecke war (meinen Eltern sei Dank!), habe ich ihr als Privatmann via E-Mail meine Glückwünsche übermittelt. Zum besseren Verständnis: Eine E-Mail ist nichts anderes als ein elektronischer Brief. Da gebieten es Stil, Anstand und Höflichkeit, darauf angemessen zu reagieren. Fehlanzeige! Bei einem telefonischen oder persönlichen Glückwunsch würde ja auch eine Reaktion mit diesem Zauberwort, vielleicht dem Zusatz „schön“, erfolgen. Aber für dieses nicht fleißige Lieschen und alle anderen, die sich angesprochen fühlen müssen, gibt's ja noch das Sprichwort „Undank ist der Welten Lohn“.
Also, liebe Leute mit etwaigem Handlungsbedarf, einfach mal kurz inne halten, reflektieren und Besserung geloben. Denn wie bereits erwähnt und nunmehr wiederholt: Ein Danke kostet nichts, erfreut jedoch den Adressaten. Jede Wette!

Meldefrist für internationale "Austrian Masters" endet morgen

(Linz/A - Krefeld, 19. September 2021) Für Spät- und Kurzentschlossene reiselustige und wettkampfaffine Senioren beiderlei Geschlechts der Hinweis: Morgen, 20.September, endet um 24 Uhr die Meldefrist für die Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften am 25./26.September 2021 im Leichtathletik-Zentrum in Linz unweit zur deutschen Grenze nach Niederbayern. Nicht nur aus „naheliegenden“ geografischen Gründen sind die zweitägigen Titelkämpfe unserer befreundeten Nachbarn aus der Alpenrepublik bei der deutschen Ü35-Generation äußerst beliebt, stellen sie den höchsten Anteil an Gaststartern. Dafür gibt es selbstverständlich gute und nachvollziehbare Argumente. Diese Veranstaltungen sind stets toporganisiert, finden auf schmucken, bestens präparierten Anlagen mit dem fast vollständigen disziplinären Rundum-sorglos-Programm (ohne Hürden und Stabhoch) statt. Und es gibt kein obskures Tabula rasa in der Ausschreibung mit absurden Einschränkungen, Auflagen und lachhaften, selber gestrickten Frage-und-Antwort-Spielen.

Sprintstaffel als „Gemischte Raubtiergruppe“

Es wird selbstverständlich auch Diskus geworfen und werden Staffeln gelaufen. Das sogar in dreifacher Form als „Gemischte Raubtiergruppe“, Spaßstaffel (was immer das genau ist; vielleicht rückwärts laufend) und dem Klassiker über 4x100m männlich/weiblich. Das Ganze dürfen sich auch Zuschauer bei freiem Eintritt anschauen. Für sie und die Aktiven gilt schlicht die 3G-Regel (Getestet, Geimpft, Genesen) mit Vorregistrierung via Internet. Schnelltests vor Ort sind indes nicht möglich. Und es sei in einem weiteren Seitenhieb Richtung DLV daran erinnert, dass auch im Vorjahr während der stärker tobenden Pandemie die Meisterschaften in St.Pölten im Angebot waren (siehe Link). Etliche deutsche Talente von gestern und vorgestern haben dort mangels anderer Gelegenheit ihre Jahresbestleistung 2020 aufgestellt.
Deshalb vergibt LAMPIS, auch aus mehrfacher eigener, ausgesprochen positiver Erfahrung des Verfassers (mal vom Schnürlregen 2015 in Götzis abgesehen), das Prädikat „Besonders empfehlenswert“! Mitunter lohnt eben auch ein etwas weiterer Weg zum Ort des Geschehens.