Heutiger Weltherztag steht unter dem Motto "Herz aus dem Takt"

(Krefeld und die weite Welt, 29. September 2021) Herz, Schmerz und dies und das. Das ist die erste Textzeile einer Polka, die von vielen bekannten Interpreten, darunter Peter „Der Große“ Alexander und Karel Gott im Duett, gesungen wurde. Für uns nicht mehr und nicht weniger als das – um im musikalischen Bilde zu bleiben – Präludium zum am heutigen Datum begangenen Weltherztag, der anno 2.000 von der World Heart Federation (WHF) ins Leben gerufen wurde. Diesmal steht er unter dem beziehungsreichen Motto „Herz aus dem Takt“. Das sollte naturgemäß lieber nicht der Fall sein. Schließlich gehört es zu den sieben lebenswichtigsten Organen des Menschen. Wenn die Pumpe nicht mehr im richtigen Takt schlägt, ist alles nix. Wer wüsste das besser als ich, der im Oktober 2018 bei einer Operation am offenen Herzen drei Bypässe eingepflanzt bekommen hat?!
Also, liebe Leute, immer schön auf die Herz-Gesundheit achten und bei den kleinsten Anzeichen den Kardiologen des Vertrauens aufsuchen. Es kann eine lebensverlängernde Maßnahme sein. Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören weltweit zu den meisten Todesursachen. Wer mehr zum Thema wissen möchten, der rufe die hier verlinkte Internet-Seite der „Deutschen Herzstiftung“ auf.

Österreichische Masters-Titelkämpfe 2022 in Klagenfurt am Wörthersee

(Wien/Klagenfurt/Krefeld, 29. September 2021) Felix Austria! Glückliches Österreich! Das haben wir aus gegebenem Anlass schon mehrfach geschrieben. Denn es ist ein Schlaraffenland, ein Eldorado für die dort Masters genannten Senioren-Leichtathleten hinsichtlich der Wertschätzung und Beachtung in allen Belangen durch den Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV) mit Sitz in der Metropole Wien. Während sich hierzulande bei der Totengräber-Mentalität des DLV nicht die Frage stellt wann, sondern ob überhaupt Meisterschaften für die Ü35-Generation stattfinden, offizielle Bewerbungen schlichtweg ignoriert werden (Mehrkampf- und Wurf-Fünfkampf-DM 2021 in Zella-Mehlis), ist bei unseren alpenländischen Nachbarn der Termin und Schauplatz für die Stadion-Titelkämpfe 2022 bereits fix!

Ideale Synthese von Sport, Geselligkeit und Tourismus

Und das obendrein für die vielen Gaststarter aus nah und fern, insbesondere der großen Fraktion aus Deutschland (voriges Wochenende in Linz waren es 47 Gemeldete), mit einem auch touristisch ausgesprochen attraktiven Ziel: Klagenfurt, die Hauptstadt des Bundeslandes Kärnten am wunderschönen Wörthersee, ist am 24./25.September 2022 Gastgeber der Österreichischen Masters-Meisterschaften (ÖMM) mit internationaler Beteiligung.
Das sollten sich die wettkampfaffinen und reiselustigen deutschen Talente von gestern und vorgestern unbedingt vormerken. Ein solch ideale Synthese Sport, Geselligkeit und (Kurz-)Urlaub im Wohlfühlambiente mediteranen Klimas miteinander zu verquicken ist nicht alle Tage im Angebot.
Übrigens stammen meine Erkenntnisse nicht aus einem Reiseprospekt, war ich schon einige Male zum Urlaub in Velden am Wörthersee und zu Tagesausflügen ins 26 km entfernte Klagenfurt. Die ÖMM kenne ich ebenfalls aus vielfacher eigener Erfahrung sowie den zumeist positiven Erlebnisberichten von Teilnehmern. Wenngleich bis dahin noch eine Menge Wasser den Rhein und die Donau hinunter fließen werden, wage ich die nicht allzu kühne Prognose einer neuen Rekordbeteiligung.
Und da der frühe Vogel den Wurm fängt: Einfach schon mal ein bisschen sondieren und Pläne schmieden.

Hackerangriff legte zeitweise Ergebnisdienst der "Austrian Masters" lahm

(Linz/Krefeld, 27. September 2021) „Kein Bild, kein Ton, wir kommen schon“, warben in analogen Zeiten Radio- und Fernsehtechniker-Betriebe. Der Teufel steckt in heutiger digitaler Zeitrechnung oftmals viel tiefer im Detail. Selbstverständlich wollten wir bei unserer ausführlichen Vorberichterstattung auf die Österreichischen Masters-Meisterschaften mit getrennter internationaler Wertung am vergangenen Wochenende in Linz angemessen zeitnah einen Beitrag darüber veröffentlichen.
Doch durch einen Hackerangriff auf ein Linzer Unternehmen musste an einem Knotenpunkt ein Server vom Netz genommen werden, an dem ausgerechnet die Ergebnisübermittlung der Titelkämpfe hing. Und dann waren zu allem Überdruss nach späterer Wiederherstellung verschlungene Pfade zu erschließen, das Objekt der Begierde sichtbar zu machen (
Direktverlinkung leider nicht möglich). Deshalb gehen wir heute für unsere Verhältnisse erst später als gewohnt auf Sendung.

Gottfried Gassenbauer verblüffte nach Krankheitspause mit 55,04m im Hammerwurf

Soweit die Vorgeschichte. Kaprizieren wir uns nunmehr auf einige Eckpfeiler, lassen selbstverständlich den Gastgebern den gebührenden Vortritt mit ihren herausragenden Galionsfiguren. Marianne Maier (*1942/W75) aus Vorarlberg in der Nähe des Bodensees war erwartungsgemäß bei ihrem „Wahl-Sechskampf“ aus 100m, Hoch, Weit, Kugel, Hammer und Speer erfolgreich. Allerdings war die auch optisch immer noch flotte 77-Jährige viermal buchstäblich konkurrenzlos.
Geradezu verblüffend, was Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*1958; im Bild) aus Wien nach zwangsweise mehrwöchiger Krankheitspause im Frühjahr schon wieder in den Ring zauberte. Sein bester Wurf landete bei beachtlichen 55,04m und damit 16,47m vor dem Nächstplatzierten in der M60. Allemal erwähnenswert noch der neue nationale Rekord (15,63m) von  Gerhard Zillner (*1971) von DSG Wien im Kugelstoßen der M50.

Helmut Maryniak der herausragende deutsche Gaststarter

Mit von der Partie unter den 45 gemeldeten Germanen waren auch die Leichtathletik-Globetrotter Marion Ertl (*1952) von der LC Bec, Martin Baranzke (*1963) vom Team Voreifel in Euskirchen und Winfried Heckner (*1950) vom STV Hünxe am Niederrhein, die erst kürzlich zusammen mit EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen die kleine deutsche Delegation bei den Offenen Lettischen Masters-Meisterschaften in Ventspils bildeten. Für die herausragende Leistung aus eingeschränkter heimischer Sicht sorgte bei seinem „Quasi-Heimspiel“ der Niederbayer Helmut Maryniak (*1968) vom LAC Passau mit veritablen 53,59m im Diskuswurf der M50. Dabei ließ er den bereits genannten Gerhard Zillner (48,96m) in der sogenannten All-Star-Wertung um erkleckliche 4,63m hinter sich.

Eine "herzlich unkomplizierte" Organisation und dekorativere Medaillen als bei der DM

„Herzlich unkompliziert“, fällt auf einen plakativen Nenner gebracht das Fazit von Gaststarter Winfried Heckner zu diesen zweitägigen Titelkämpfen in der ziemlich neuen „Oberbank Arena“ im oberösterreichischen Linz aus. Und weiter: „Die Registrierung und Einlasskontrolle war um ein Vielfaches schneller und einfacher als bei der DM in Baunatal. Da Senioren-Leichtathleten nun mal keine Hooligans sind, war keine besondere Überwachung angesagt, wurde auf Eigenverantwortlichkeit gesetzt. Dazu gab es dekorative Medaillen und nicht so billige Dinger mit einem Plastikaufkleber in der Mitte wie bei unserer DM.“
Schön, das bei der Gelegenheit im 1:1-Vergleich aus anderer Sicht mal erwähnt zu haben.

DLV ist für sein Stiefkind Ü35-Generation das Billigste gerade gut genug

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Linz/Baunatal/Darmstadt/Krefeld, 28. September 2021)
Es war einmal. So fangen alle Märchen an. Das hier wird allerdings keine Geschichte aus Tausend und einer Nacht oder der Gebrüder Grimm. Vielmehr handelt es sich um die blanke, ungeschminkte Realität. Fast schon eine Realsatire. Deutschland, Made in Germany, stand unter anderem mal für seine perfekte Organisation von Sportveranstaltungen aller Art. Mithin auch in der Leichtathletik. Aber da gibt es ja den „Deutschen Leuchtturm-Verband“ mit seiner selbst ernannten weltweiten Strahlkraft, der insbesondere bei der Ü30-Generation alles kaputtreformiert, was sich ihm in den Weg stellt. Trauriger (vorläufiger?) Höhepunkt mit einem Armutszeugnis ohnegleichen waren jüngst die Achtung: kein Tippfehler verunstalteten Deutschen Senioren-Meisterschaften in Baunatal.

Beschämendes Gebaren gegenüber seiner stärksten Fraktion

Das wurde, so es dieses Beweises überhaupt noch bedurft hätte, besonders augenfällig an den Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Linz für jene Deutschen, die beides erlitten respektive erlebt haben. Sprinter Winfried Heckner (*1950) vom STV Hünxe hat
und brachte es in unserem gestrigen Beitrag auf den Punkt. Das wollen und müssen wir nicht wiederkäuen. Nur noch dies: Die Österreicher können für viel weniger Startgeld pro Disziplin (12 zu 19 Euro) auch dekorative Medaillen und keine „billigen Dinger mit Plastikaufkleber“ (O-Ton Heckner). Dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit seinen über 50 hauptamtlichen, teuren Kräften am Feudalsitz in Darmstadt ist für die Talente von gestern und vorgestern das Billigste gerade gut genug. Einkaufspreis bei Massenbestellung maximal 70 Cent.
So wenig sind dieser unsäglichen Dachorganisation seine stiefmütterlich behandelten Senioren*innen, der mitgliederstärksten Fraktion im Verband, bei einer nationalen Meisterschaft wert, die er dann zu allem Überdruss bis zu 52 Minuten auf die Siegerehrung warten lässt. Schlechterdings beschämend – alles!

Ein bärenstarkes Kugelstoß-Doppel trumpfte getrennt mächtig auf

(Berlin/Ohrdruf/Geislingen/Krefeld, 26. September 2021) Kein Sonntag wie jeder andere. Nach 16-jähriger Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) wird heute ein/e Nachfolger/in gesucht. Nun haben wir sie alle miteinander also, die Qual der Wahl. Was landläufig so gemeint ist, dass es schwerfällt, aus einem üppigen Angebot auszusuchen. Doch hier ist es, wohl nicht nur nach meiner bescheidenen Meinung, im übertragenen Sinne die Wahl zwischen Pest, Cholera und Diphterie. Oder kann sich jemand allen Ernstes vorstellen, dass Annalena Baerbock (Die Grünen), Armin Laschet (CDU) oder Olaf Scholz (SPD) unser vereinigt Vaterland regieren und repräsentieren zu vermögen? Zugegebenermaßen – ich nicht! Und: Wer ist das kleinere Übel? Beeinträchtigend kommt hinzu, dass keiner von ihnen eine Mehrheit generieren wird und mithin nicht bekannt ist, mit welchen Bündnissen sie koalieren können, wollen, werden. Dennoch: Nicht zu wählen, ist auch keine Lösung.

Andy Dittmar stieß zum Saisonkehraus 17,92m

Doch werden wir unserer eigenen Mission und Profession entsprechend sportlich. Der „Bär“ aus Thüringen hat wieder ordentlich gebrummt. Nicht nur wegen seiner stattlichen Größe von 1,96m und einem austrainierten „Abtropfgewicht“ von 140 Kilogramm hat der deutsche Vorzeigesenior schlichtweg zu seinem persönlichen „Sensationellen Saisonfinale“ (= O-Ton) noch einmal zugeschlagen. Kugelstoßer Andy Dittmar (*1974/M45) von BiG Gotha stieß gestern beim Herbstsportfest in Ohrdruf innerhalb einer formidablen Serie im fünften Versuch 17,92m. Der 47-jährige Bestenlisten-14. bei den Männern verfehlte seine Jahresbestweite (18,09m) vom 24.Juli 2021 in Zella-Mehlis lediglich um 17 Zentimeter. Was lernen wir nebenbei daraus: Der Mann mag „Heimspiele“ in seiner näheren Umgebung.

Andreas Deuschle steigerte eigenen Landesrekord
 
Noch nachzutragen haben wir ein starkes Kugelstoß-Ergebnis eines deutschen Spitzenseniors aus der nächsthöheren Altersetage. Nämlich vom für LAC Essingen startenden Andreas Deuschle (*1968) aus Nürtingen. Der 53-Jährige, der als Nürtinger CDU-Ratsherr dem heutigen Tag mit gemischten Gefühlen entgegensehen dürfte, verbesserte beim 37.Landesoffenen Leichtathletik-Sportfest in Geislingen seinen eigenen Württembergischen Rekord (15,68m) der M50 aus 2018 um 16 Zentimeter auf 15,84m.
Duplizität der Ereignisse: Dies gelang ihm ebenfalls im fünften Durchgang, nach dem er ihn unmittelbar zuvor bereits eingestellt hatte. Bemerkenswert, im vierten Jahr der Altersklassen-Zugehörigkeit, dazu beeinträchtigt durch das Corona-Ausfalljahr 2020, einen „Hausrekord“ aufzustellen. Doch Deuschle sieht sich nach der erfolgreichen Umstellung auf die Drehstoßtechnik noch nicht am Ende der Kletterstange. Eine 16 vor dem Komma hält er für machbar. Es sind ja auch „nur“ noch 16cm bis dahin.
Mit einer derartigen Steigerungsrate kennt er sich schließlich aus.