Lediglich 119 deutsche "Oldies" haben bislang für EM gemeldet

(Izmir/Krefeld, 11. Juni 2014) Springen wir über unseren eigenen Schatten. Obwohl es absolut keinen halbwegs triftigen Grund geben würde sich für die jüngst nicht mit Ruhm bekleckernde EVAA (siehe Glosse vom 05.06.14 "Internet kein...) als Erfüllungsgehilfe zu verdingen, erinnern wir im Interesse unserer Mitglieder und Stammbesucher an den nahenden Meldeschluss (15. Juni) für die Senioren-EM vom 22. bis 31. August 2014 im türkischen Izmir. Lediglich 119 deutsche „Oldies“ plus der geringen Dunkelziffer der "Tarnkappenbomber" haben bislang ihre Nennungen für meist mehrere Disziplinen abgegeben. Das ist gemessen an sonstigen Gepflogenheiten eine eher unterdurchschnittliche bis verschwindend geringe Zahl. Ob da auf dem letzten Drücker noch der große Ansturm ausbricht, darf füglich bezweifelt werden. Jetzt wird noch einmal zusätzlich offenkundig, weshalb der kontinentale Dachverband mit halbseidenen Methoden diese Titelkämpfe so massiv beworben hat.
Ohne jetzt allzu politisch zu werden, mag bei der breiten Verweigerung ein nicht zu unterschätzender Aspekt sein, dass die von Ministerpräsident Erdogan regierte Türkei, zweifellos eine touristische Attraktion, besonders in jüngster Zeit kein Fettnäpfchen ausließ. Äußerst höflich formuliert. Nun haben alle Beteiligten den Salat, werden einige Offiziellen mit Eurozeichen in den Augen ihre Felle davon schwimmen sehen…
Mal ehrlich: Da kann sich manche/r einer gewissen Schadenfreude nur schwerlich verschließen.

82 (!) Gaststarter unter 380 Gemeldeten bei den "Westfälischen"

(Dortmund/Gladbeck/Krefeld, 10. Juni 2014) Ob unser plakativer Spruch „Schnell, schneller, LVN“ den Ehrgeiz angestachelt hat? Egal! Jedenfalls war der mit seiner Internet-Präsenz nicht gerade als schnelle Eingreiftruppe gepriesene FLVW in Dortmund schon wenige Tage nach Meldeschluss mit seinem ausführlichen Zahlenwerk für die Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften am kommenden Sonntag in Gladbeck online. Chapeau! Mit 380 Gemeldeten aus 142 Vereinen bei 803 beabsichtigten Starts liegt das Niveau knapp über den Nordrhein „Open“ (363) Ende Mai in Aachen. Allerdings profitiert der Nachbarverband des in diesem Falle geteilten einwohnermäßig größten deutschen Bundeslandes (17,84 Millionen Bürger) von der unmittelbaren geografischen Nähe des Austragungsortes zum Nordrhein. 82 Gaststarter (= 21,58 %), vornehmlich vom LVN, dazu noch dem Rheinland, der Pfalz und Hessen, geben beredt Zeugnis davon. In der westlichsten deutschen Groß- und einstigen Kaiserstadt im Drei-Länder-Eck Deutschland – Niederlande - Belgien waren es seinerzeit lediglich 14. Selbst vielen Nordrheinern war der Weg offenbar zu weit, erreichten die sonst bis 450 hinauf gehenden Teilnehmerzahlen ein Rekordtief. Ein weiterer Pluspunkt, der für die Westfalen spricht: sie haben entgegen dem LVN Hammerwurf im Wettkampfangebot, der 39 Senioren/innen mobilisiert. Wobei der/die eine oder andere sicherlich noch eine weitere Stoß-/Wurfdisziplin bestreiten dürfte. Herausragender Starter unserer hauptsächlichen Klientel ist Tilmann Northoff (*1969) vom TuS Jöllenbeck, seines Zeichens mit 17,36 m deutscher Hallenrekordler im Kugelstoßen der M 45.        

Pfingsten auch das hohe Fest der Leichtathletik-Sportfeste

(Krefeld, 07. Juni 2014) Wer an Pfingsten noch nichts Wesentliches vorhaben sollte, aber trotz der bundesweit zu erwartenden Temperaturen jenseits von 30 Grad im Schatten nicht in völliger Untätigkeit verweilen möchte, dem sei ein Ausflug zu irgendeinem Leichtathletik-Sportfest anempfohlen. Davon gibt es quer durch die Republik eine ganz Reihe. Unmöglich, sie an dieser Stelle alle aufzuzählen. Deshalb, sogar mit regionaler Eingrenzung, nachzuschlagen bei www.ladv.de, der führenden Wettkampf- und Ergebnis-Datenbank hier zu Lande.
Was uns, der kleinen Redaktion und namentlich natürlich dem Verfasser dieser paar Zeilen noch bleibt: allen
408 Mitgliedern, Stammgästen und Gelegenheitsbesuchern von Lampis wünschen wir ein schönes, erbauliches und sonnenreiches Pfingstfest! Bei was auch immer. Und dem DLV und ganz speziell dem Bundesausschuss Senioren gute Besserung! Das droht allerdings beim frommen Wunsch zu verharren und zu erstarren. Zitieren wir jedoch noch den Kachelmann für Arme und selbst ernannten Gesundheitsratgeber "Dr.med. Ästhet" Karl-Heinz "Flunker" Flucke (im Bild): "Immer gaaanz viel trinken!" Wohl bekomm's.

Hans Borgmann vollendete sein 80. Lebensjahr!

(Erkelenz/Krefeld, 09. Juni 2014) Es ist schier unmöglich, alle runden und krummen Geburtstage auf dem Schirm zu haben. Insofern sind wir ein wenig zu spät dran, gratulieren aber nicht minder herzlich Hans Borgmann (*05.06.34) aus Erkelenz zur Vollendung seines 80. Lebensjahres! Der Jubilar ist am Nordrhein als langjähriger umsichtiger, gewissenhafter Senioren-Statistiker des Landesverbandes bekannt, geachtet und geschätzt. Er kennt das schwierige, gelegentlich undankbare Geschäft nicht nur als bekennender „Zahlenmensch“ aus dem effeff, er beliefert sich obendrein selber. Hans ist im Trikot der VSV Grenzland Wegberg noch in vielen Disziplinen unterwegs. Jüngst startete er beim Lampis-Werfermeeting mit Kugel, Diskus und Hammer, zwei Tage später bei den Nordrhein „Open“ in Aachen und ist nunmehr für die Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften kommenden Sonntag in Gladbeck gemeldet.
Wünschen wir dem HB-Männchen, der nichts mit dieser gleichnamigen Figur aus der Zigaretten-Werbung gemein hat und eher selten an die Decke geht (außer zum Streichen derselben), für sich und im Interesse der gemeinsamen Sache noch viele Jahre bei bester körperlichen und geistigen Frische!   

Sportsch(l)au: Top-Mythen zu freien Radikalen

(Köln/Krefeld, 06. Juni 2014) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 51. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
„Bei unzähligen chemischen Prozessen im Körper entstehen partnerlose Sauerstoff-Effekte, die frei im Leib herumschwirren. Wenn nun Teile dieser so genannten freien Radikale in Kontakt mit Geweben des Körpers kommen, stehlen sie den Gewebemolekülen ein Elektron, um selbst wieder ein stabiles ganzes Molekül zu werden. Sie verändern und schädigen damit die Gewebemoleküle wie auch ganze Körperzellen. Da das angegriffene Molekül in der Folge selbst zum freien Radikal wird, beginnt eine „zerstörerische“ Kettenreaktion.
Ein gesunder Körper verfügt in der Regel über eigene Antioxidantien, wie zum Beispiel Vitamin A, C, E, Flavonoide, Polyphenole, Coenzym 10 und andere, die ein Elektron an freie Radikale abgeben und sie auf diese Weise entschärfen. Alterungsprozesse können dadurch sogar in umgekehrter Richtung beeinflusst werden – „Anti-Aging“ ist hier das Zauberwort.
Beim Sport werden vermehrt freie Radikale gebildet. Aber laut vielen Forschungsergebnissen sind diese lediglich bei besonders intensiven sportlichen Tätigkeiten mit einer entsprechend erhöhten Sauerstoffaufnahme zu erwarten – im Hochleistungssport bis zu 600 Prozent mehr. Doch selbst bei derartig hohen Belastungen entwickelt der Körper insbesondere durch Ausdauertraining eine Anpassungsfähigkeit gegenüber freien Radikalen über eine Zunahme antioxidativer Enzyme. Also macht die Dosis auch hier das Gift…
Auf die Einnahme von Radikalfängerpräparaten sollte vor dem Sport verzichtet werden. Denn sonst stellt der Körper seine eigene Produktion ein.“