Servicewüste DLV: Senioren-Spielecke nach Kritik verschlimmbessert

(Darmstadt/Krefeld, 27. Juni 2014) Einmal mehr verdiente sich Lampis den Ruf als Leid- und Leitmedium. Abermals beim und für den DLV in Darmstadt. Er reagierte auf unsere Kritik im Kommentar vom 24. Juni die Neugestaltung seiner Netzseite betreffend, konkret der Senioren-Spielecke. Allerdings mit einer Verschlimmbesserung. Nun weist ein nicht anklickbarer „Button“ namens Szene auf „Weitere News“ der Senioren-Leichtathletik hin, der allerdings über die Startseite von leichtathletik.de aufgerufen werden muss. Was soll dieses Durcheinander? Es wird allerdings noch größer. Klickt man in der Senioren-Spielecke die vermeintlich jüngste Meldung unter Weitere News an, obwohl es nach wie vor keine originäre Neuigkeit (wäre auch unzutreffend, so abgestanden wie die teilweise sind) respektive Nachricht gibt, öffnet sich die entsprechende Unterseite mit drei anderen Weitere/n News in der rechte Spalte. Die enthält eine zeitliche jüngere Meldung aus der Szene-Spalte, jedoch einen Beitrag, der definitiv nichts mit den Senioren/innen zu tun hat. Bei unserem Test vorhin (09.00 Uhr MESZ) war es die Sperre einer 22-jährigen Olympiasiegerin im Gehen mit Datum vom 22. Juni. Chronologie sieht anders aus und eine vernünftige, für jedermann/frau ohne Informatik-Studium nachvollziehbare Zuordnung ebenfalls.
Der zuständige Programmierer wäre gut beraten, seine Änderungen erst einmal im stillen Kämmerlein zu überprüfen, ehe er sie zur allgemeinen Verunsicherung der geneigten Betrachter ins Netz stellt. Dabei ist vor allem zu bedenken, dass gerade die ältere Generation nicht mit der EDV und dem Internet groß geworden ist, sich aber notgedrungen damit auseinander setzen muss.

Ein Schmankerl winkt: Präsident läuft bei der Senioren-DM selber

(Stuttgart/Krefeld, 26. Juni 2014) Manche/r schaut ganz genau hin, selbst wenn es sich nicht um die eigene Spezialdisziplin handelt. Ein aufmerksamer Kiebitz, der nicht genannt werden möchte (kann auch weiblich gewesen sein), zwitscherte uns eigentlich für den Flurfunk höchst Erbau- bis Erstaunliches. Aber das war uns wichtig genug, es in unsere seitenaufmachende Nachrichtenspalte zu hieven. Angelehnt an den Werbespruch „Hier kocht der Chef selbst“, lässt sich für die Deutschen Senioren-Meisterschaften Mitte Juli in Erfurt mit Fug und Recht konstatieren „Hier rennt der Präsident selbst“.
Ehe vielleicht zuviel (Schaden-)Freude aufkommt: Es ist nicht DLV-Chef Clemens Prokop, obwohl der, was sich jeglicher Vorstellungskraft vehment verweigert, auch mal aktiver Leichtathlet gewesen sein soll. Vielmehr ist es Kurt Kaschke (*1955; im Bild), der „Präses“ des kontinentalen Senioren-Dachverbandes EVAA. Das ehemalige Nordlicht aus Burgwedel bei Hannover, seit geraumer Zeit mit Wohnsitz in Freudenstadt im Schwarzwald, taucht in der Meldeliste für die DM des in Stuttgart ansässigen Landesverbandes Württemberg auf. Nicht als Solist, sondern gemeinsam mit Reinhard Michelen, Ernst Litau, Hans-Jürgen Burgstahler und Bernhard Grißmer für die 4x100-m-Staffel der M50 des VfL Sindelfingen. Schnellrechner werden sofort bemerkt haben, dass da einer zuviel an Bord ist. Was grundsätzlich Sinn macht, so sich einer verletzen sollte oder von jetzt auf gleich in eine bodenloses Formtief fällt. Ob gegebenenfalls ein Verdrängungswettbewerb stattfindet und wenn Ja wo, entzieht sich leider (noch) unserer Kenntnis. Aber ein Maulwurf ist bereits unterwegs.
Da es nunmehr einer etwas breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist, nämlich exklusiv der unserer 700 bis 1.000 Leser täglich, drücken wir sicherlich nicht allein die Hoffnung aus, dass „Kuddel“ das Ausleseverfahren überstehen möge. Das hätte doch was und würde die Aufmerksamkeit für diesen Staffelwettbewerb ungemein anheizen. Wer jetzt mächtig neugierig geworden sein sollte: Der Zeitplan weist das viergeteilte Rennen über die Stadionrunde für Samstag, 12. Juli, 19.30 Uhr aus.    

Eine Meldung die nun leider zwei Tage zu spät erscheint

(Erfurt/Krefeld, 26. Juni 2014) Diesmal haben wir nach gutem Brauch und alter Väter Sitte nicht den „fröhlichen Wecker“ gespielt. Was sich bei mündigen Bürgern und Leichtathleten der Ü-35-Generation zudem erübrigen sollte. Doch mal ehrlich: Da ich wegen anhaltender Formschwäche, genauer: kontinuierlicher Fortsetzung der Abwärtsspirale, die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 11. bis 13. Juli 2014 im Erfurter Steigerwaldstadion von meiner angewachsenen Festplatte gelöscht habe, war der Meldeschluss für mich auch kein Thema mehr. Der wäre nun am 24. Juni beim jeweils eigenen Landesverband gewesen. Hoffentlich stürze ich jetzt nicht all jene „ins Unglück“, die sich auf die nette Erinnerung von dieser Stelle verlassen haben. Vielleicht „entdecke“ ich später welche, die sonst stets dabei waren. Aber versprochen: Sobald die Meldeliste heraus ist, werden wir mit dem Hinweis und der Verlinkung darauf ebenfalls online gehen. Dafür werde ich jetzt zur Buße täglich die Senioren-Spielecke des DLV aufsuchen, die normalerweise mangels regelmäßiger Fütterung nicht zu meiner pflichtgemäßen Morgenlektüre gehört. Da hierauf jedoch nicht immer Verlass ist (siehe Deutsche Senioren-Mehrkampfmeisterschaften), schaue ich selbstverständlich auch beim gastgebenden Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) nach.            

Senioren-DM: Einige Landesverbände mit Meldelisten bereits online

(Erfurt/Krefeld, 26. Juni 2014) Es wäre ein bisschen viel der Liebesmüh, bevor denn der DLV oder der Thüringer LV mit einer Gesamt-Meldeliste für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 11. bis 13. Juli 2014 in Erfurt heraus kommen, alle 20 Landesverbände zu durchforsten. Das würde im Übrigen nicht viel bringen. Doch zur Kontrolle, ob die eigene Meldung erfasst ist, sollte jede/r vorsorglich beim für ihn zuständigen Regionalverband nachschauen. Nette Zeitgenossen steckten unserer Redaktion via Mail, dass der Nordrhein, Württemberg und Westfalen bereits zwei Tage nach Meldeschluss mit ihren Teilnehmerlisten online sind. Respekt! Es mögen durchaus mehr sein, die wir dann ohne Namensnennung in das Lob mit einschließen. Was allerdings uns betrifft, werden wir zu diesem Thema erst wieder auf Sendung gehen, wenn das Gesamtkunstwerk veröffentlicht ist.                

Hessische "lex specialis" für Thomas Zacharias wirft einige Fragen auf

(Bruchköbel/Krefeld, 25. Juni 2014) Allein der Name des Schauplatzes löst bei älteren Generationen Respekt und Anerkennung aus, ist belegt mit einem ganz großen deutschen Leichtathleten, nach dem der wichtigste zu vergebende Preis des DLV benannt ist, der an verdiente Aktive verliehen wird. Und just im Rudolf-Harbig-Stadion in Bruchköbel tragen die Senioren/innen am kommenden Samstag/Sonntag ihre Hessischen Meisterschaften aus. Sie sind, wie parallel dazu die Bayern in Elsenfeld, unter sich. Fast und mit einer Ausnahme: Hochspringer Thomas Zacharias (*1947) vom USC Mainz in Rheinland-Pfalz darf mit seinem antiquierten Tauchwälzer oder Straddle  als Gast an den Start gehen und ist fraglos der prominenteste Teilnehmer. Allerdings begibt sich der HLV mit dieser „lex specialis" für Zacharias bei den nicht offen ausgeschriebenen Meisterschaften bereits kurz nach Sommeranfang auf dünnes Eis. Schließlich könnten andere ob dieser Begebenheit auch auf die Idee kommen, hier starten zu wollen. Und was einem zugestanden wird, kann anderen schwerlich verweigert werden. Dazu muss nicht gleich das Grundgesetz bemüht werden. Wohl verstanden: Es geht nicht darum, dem guten Thomas etwas zu missgönnen. Aber es gibt nun einmal Spielregeln und sicherlich noch weitere Möglichkeiten anderswo tunlichst hoch zu springen. Wer immer diesen „Deal“ eingefädelt hat – es ist und bleibt eine höchst fragwürdige Angelegenheit. Und ob das die unmittelbaren Konkurrenten der M60/65 so prickelnd finden, dass ihnen einer außer Wertung unter Anlockung von Publikum und Presse die Schau stiehlt, sie letztlich vorführt, darf ebenfalls füglich bezweifelt werden. Obendrein würde es den Außenstehenden absurd vorkommen, wenn - angenommen - der "Sieger" mit 1,67 m einen neuen Altersklassen-Weltrekord (bisher 1,66 m) aufstellt, aber der "Zweitplatzierte" mit 1,42 m zum Hessen-Meister gekürt wird.
Mit diesem Link geht es zur Meldeliste nach Altersklassen und Disziplinen.