Kleine Hommage an stoßende und werfende "Könige der Athleten"

(Ratingen/Krefeld, 01. Juli 2014) Speziell Zehnkämpfer haben häufig eine Affinität für Stoß- und Wurf. Nicht weiter verwunderlich. Schließlich bestehen mit Kugel als dritte, Diskuswurf als siebte und Speerwurf als neunte Disziplin satte 30 Prozent ihres Zwei-Tage-Werkes daraus. Wer da nicht einigermaßen gut aufgestellt ist, der hat praktisch keine realistische Chance, den 8.000er-Gipfel, die untere Schwelle zur Eliteklasse, zu erklimmen. Ganz zu schweigen vom Himalaya mit 8.500 Punkten und mehr. Jürgen Hingsen (*1958) vom seinerzeitigen FC Bayer 05 Uerdingen erreichte bei seinem immer noch gültigen deutschen Rekord, der unlängst 30-jähriges Jubiläum feierte, mit 8.832 Punkten am 08./09. Juni 1984 in Mannheim (war damals Weltrekord) fast den Mount Everest (8.848 m) der „Könige der Athleten“. Der einstige Schützling des seit dem Millenium in Thailand lebenden Trainers Norbert Pixken (*1938) stieß bei seiner dritten und letzten globalen Bestmarke 16,42 m Kugel, warf 49,36 m Diskus und 59,86 m Speer. Wobei seine „Hausrekorde“, ebenfalls innerhalb von Zehnkämpfen, mit 16,57, 50,82 und 67,42 m sogar jeweils besser sind.
Bei den Senioren gibt es den Gegenentwurf, der gleichwohl die eingangs erwähnte These bestätigt. Der einstige 8.000-Punkte-Zehnkämpfer Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching wandte sich inzwischen vollends Stoß und Wurf zu, ließ jüngst mit 15,87 m und 53,42 m (jeweils deutsche Jahresbestleistung bei der M 50) aufhorchen. So ganz „nebenbei“ wurde er mit dem Speer (48,72 m) vergangenen Samstag noch  bayerischer Vizemeister.
Soweit die Vorgeschichte und Überleitung zum Mehrkampf-Meeting in Ratingen, zugleich Qualifikation für Europameisterschaften der Männer/Frauen im berühmten Letzigrund in Zürich (Schweiz).  Mittelstreckler und Sportfotograf Hans-Peter Skala widmete vornehmlich dem Wurf, genau genommen mit Vornamen Speer, in einer Fotoschau mehr Aufmerksamkeit als bei seiner verständlichen Lauflastigkeit sonst für ihn üblich. Ein trefflicher Anschauungsunterricht für diese Zunft, wie man(n) es machen oder eben besser nicht machen sollte. Denn es sind nun einmal keine Spezialisten. So sieht es dann auch bisweilen aus.

Meldeliste für Deutsche Senioren-Meisterschaften ist online

(Darmstadt/Krefeld, 30. Juni 2014) Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat zu einer Zeit (18.01 Uhr), wo unsereins den gesamten über 40-köpfigen Verwaltungswasserkopf der Geschäftsstelle in Darmstadt im seligen Feierabend wähnt, tatsächlich die Meldeliste für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 11. bis 13. Juli 2014 online gestellt. Wie versprochen geben wir die Information an unsere Mitglieder, Stammbesucher und Gelegenheitsgäste einigermaßen unverzüglich weiter, sofern jemand kurz vor dem Anpfiff des Achtelfinalspiels der Fußball-WM in Porto Alegre zwischen Deutschland und Algerien noch unsere Netzseite aufsuchen sollte. Sonst ist es morgen Vormittag auch nicht zu spät, die Verlinkung aufzurufen. Natürlich werden wir in Bälde noch auf die Meldungen in unserem Beritt näher eingehen.

Wahl zum Seniorensprecher im doppelten Wortsinne eine Farce

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Darmstadt/Krefeld, 29. Juni 2014)
Es ist nicht so leicht auf der neu gestalteten Netzseite des DLV etwas zu finden. Schon gar nicht, wenn man nicht weiß was und wo es zu suchen wäre. Wie bereits mehrfach geschildert gilt das insbesondere für die Senioren-Spielecke. Wer also den Umweg über die sieben Brücken nicht gefunden haben sollte, für den/die machen wir herzlich gerne den Pfadfinder. Senioren-Sprecher und Mittelstreckler Alfred Hermes (*1946; rechts im Bild) vom Pulheimer SC hat unter der Überschrift „Athletensprecher-Wahl bei der Senioren-DM in Erfurt“ einen am 26. Juni veröffentlichten Appell verfasst. Wäre es nicht Chronistenpflicht und entspräche dem Demokratieverständnis, würden wir diesem Thema keinerlei Bedeutung beimessen und das Schweigen im Walde proklamieren.
Denn schon die Verwendung des Wortes Wahl ist eine Farce. Allenfalls, dass man(n)/frau die Wahl hat, es zu tun oder zu lassen. Hermes ist nämlich der einzige männliche Kandidat unter gefühlt 300.000 Senioren, der in diesem Ehrenamt überhaupt noch eine Sinnhaftigkeit sieht. Sonst müssten die Bewerber ja Schlange stehen. Tatsache ist, dass die beiden Seniorensprecher, paritätisch männlich und weiblich besetzt, absolut keinen Einfluss haben, anders als die Aktivensprecher bei den Männern/Frauen weder mit Sitz noch Stimme im Verbandsrat. Das gilt im Übrigen auch für den gesamten Bundesausschuss Senioren mit der Vorsitzenden Margit Jungmann, dem sie angehören. Dort dürfen sie bestenfalls Vorschläge unterbreiten, die dann, so sie Gehör fänden (was bei dem obrigkeitshörigen BA noch sehr die Frage ist), nach einem jahrelangen Weg durch die Instanzen mit unschöner Regelmäßigkeit vom Verbandsrat oder wo auch immer abgeschmettert werden.

DLV hält sich für attraktiv, fair und innovativ
 
Geradezu von Hohn triefend ist eine Überschrift auf der offiziellen Verbandsnetzseite, die uns ungläubig staunende Betrachter allen Ernstes weismachen will „Der DLV ist attraktiv, fair und innovativ“. Dazu fällt einem auf Anhieb die neue Team-DM Senioren ein. Ein wahres Meisterwerk der Einfältigkeit und Grabeskunst. Irgendwie wird die gute alte Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) doch tot zu kriegen sein. Gell, Herr Frank O. Hamm (links im Bild), seines Zeichens selbstherrlicher und selbstgefälliger Leiter Wettkampforganisation.
Der Meinung, dass es sich hierbei um einen veritablen Schuss in den Ofen handelt, ist übrigens im Vier-Augen-und-Ohren-Gespräch auch Hermes. Ohne es freilich an die große Glocke zu hängen. Doch mit seiner (allzu) diplomatischen Art im Weichspülmodus wusste er es im Verbund mit seinem weiblichen Pendant (wie heißt sie noch gleich?) nicht mal ansatzweise zu verhindern. Also, bitte schön, was soll, abgesehen von einer fehlenden Alternative, eine solche Wahl? Papiertiger gibt’s in den vielen Leichtathletik-Gremien schon mehr als genug. Oder sollte das jemand ernsthaft bestreiten wollen?!
In diesem Sinne wünscht Lampis einen schönen Sonntag, eine erlebnisreiche 27. Kalenderwoche (das Jahr hat Halbzeit) mit jede Menge Fußball bei der WM in Brasilien und hoffentlich einem Erfolg der „Jogi-Bärchen“ gegen Algerien!

Resultate von Titelkämpfen der Bayern und Hessen sind online

(Elsenfeld/Bruchköbel/Krefeld, 30. Juni 2014) Für all jene bekennenden Freunde der Statistik, die schon ungeduldig mit den Hufen scharren, vorab schon einmal die Verlinkungen zu den Ergebnissen der Bayerischen und Hessischen Senioren-Meisterschaften. Dazu musste man zumindest am ersten Tag der beiden Zwei-Tages-Veranstaltungen auf die Bayern in Elsenfeld bezogen Insider sein oder einen kennen. Die Resultate waren nicht beim federführenden Verband, wo sie eigentlich hingehörten, unter BLV-Sport hinterlegt, sondern beim örtlichen Ausrichter LAZ Obernburg, wie wir unisono von Albert Fichtner und Dieter Krumm erfahren haben.
Die Glanzlichter vom Auftakt aus Werfersicht und den Startverzicht von Hochspringer Thomas Zacharias haben wir schon gestern im Fenster „Ergebnisse“ geschildert, in dem wir später einen kleinen Bericht vom Sonntag folgen lassen.

Spektakulärer Auftritt der starken Männer bei den "Oeding Open 2014"

(Krefeld-Uerdingen, 28. Juni 2014) Wer im westdeutschen Raum beheimatet ist, einen faden morgigen Sonntag ohne Wettkampf vor sich hat und extrem starken Männern bei spektakulärer sportlicher Betätigung zusehen möchte, für den – darf natürlich auch gerne weiblich sein – haben wir den ultimativen Tipp. Auf dem historischen Marktplatz im Herzen der Uerdinger Innenstadt wird im Rahmen der „Oeding Open 2014“, ein Stadtfest, ab 12 Uhr der Deutschland Cup der German-Strongman League ausgetragen.
Gerade vielen am Kraftsport interessierten Schwerathleten unter den Leichtathleten sind die selbst für unsereins unfassbaren Leistungen der Kolosse sicherlich von den Übertragungen von Strongman-Wettbewerben auf EUROSPORT bestens bekannt.
Aber so etwas live und hautnah zu erleben, hat eine völlig andere Dimension. Noch heute unvergessen sind für mich und sogar meine ganz persönliche Regierungschefin die Afrika-Ausscheidung für die Strongman-Weltmeisterschaften am Strand der Golden Mile fast unmittelbar vor unserem Hotel am Strand des Indischen Ozeans im südafrikanischen Durban (dort fand seinerzeit die Senioren-WM statt) im Juli 1997.
Daneben gibt als Schaueinlagen das Wegziehen mit 1 MS (= Menschen-Stärke) eines cirka 15 Tonnen schweren LKW aus dem Stand und ein Bodybuilding-Posing der Akteure des mit veranstaltenden Power Gym Uerdingen von Studiobetreiber Olaf Hütter. Der Eintritt ist kostenlos. Dazu bietet das Stadtfest viel Kurzweil für Jedermann/frau und als Sahnehäubchen obendrauf, speziell, aber nicht nur für die Mädels, einen verkaufsoffenen Sonntag.