NK-Masters: Peter Holthuijsen meisterlich mit der Kugel

(Utrecht/Krefeld, 16. Juni 2014) Lampisiade hätten auch die von uns wegen des unmöglichen Logos als Kinder-Geburtstag bezeichneten NK-Masters 2014 (siehe Beitrag vom 13. Juni)  am vergangenen Wochenende im niederländischen Utrecht genannt werden können. Obwohl längst nicht alle hinauf bis zu Weltmeister-Ehren dekorierten Lampis-Mitglieder, zum Beispiel Michel Leinders (M 50) aus Sittard, am Start waren, setzten sich viele von ihnen durch. Stellvertretend sei unser Gründer-Vater Peter Holthuijsen (im Bild) genannt. Der in Erkelenz wohnhafte, für sein Geburtsland im Trikot von Swift Atletiek Roermond in die verschieden großen Ringe gehende 1,97-m-Hüne gewann mit 14,07 m einmal mehr das Kugelstoßen der M 50, musste sich allerdings im Diskuswurf trotz feinen  45,85 m relativ knapp um 31 Zentimeter geschlagen geben. Hier geht es zur Online-Ergebnisliste.

Offene "Westfälische": Toller Internet-Auftritt, Zeitplan ein Desaster

(Gladbeck, 16. Juni 2014) Verbeugen wir uns virtuell in Ehrerbietung vor dem FLVW und seinem Internet-Auftritt zu den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften gestern im Stadion Gladbeck. Es gab wie sonst nur bei Ereignissen in höheren Etagen einen Live-Ticker. Soll heißen: Bereits kurz nach Ende der jeweiligen Wettbewerbe wurden die Ergebnisse ins Netz gestellt. Allerdings können wir leider nicht in diesem Stile fortfahren. Abgesehen von den ersten Konkurrenzen erwies sich der Zeitplan bei Stoß und Wurf schon sehr bald allenfalls noch als grobe Richtschnur, wurde gnadenlos hinter der Musik hergelaufen. Los gelöst von den schon im Vorfeld beschriebenen Ungereimtheiten bedarf er einer dringenden Grundüberarbeitung und vor allem noch danach einem kurzfristigen Eingehen auf die tatsächlichen Meldezahlen. Lobend ist freilich zu erwähnen, dass die Veranstaltungsleitung auf den Vorschlag des Chronisten einging und das gemeinsame Starterfeld der M 70 bis 80 teilte. Die jüngeren „Oldies“ legten mit zwölf Teilnehmern vor, die M 75 und 80 mit je sieben nach.
Mit diesem Link geht es zu den Resultaten. Einen kleinen Bericht im Fenster „Ergebnisse“ werden wir irgendwann im Laufe des Tages veröffentlichen. Also bei Interesse einfach später noch einmal ’reinschauen.

Ein in Stein gemeißelter Zeitplan mit vielen Ungereimtheiten

(Dortmund/Gladbeck/Krefeld, 15. Juni 2014) Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert. Soll heißen: Trotz zahlloser Einwände der betroffenen Athleten hat sich seit Jahren an dem in Stein gemeißelten Zeitplan der mittlerweile Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften nichts geändert. Klar, dass nicht alle exotischen Wünsche von Mehrfachstartern bei einer Tagesveranstaltung in Einklang gebracht werden können. Aber es sollte sich bis zum Verbandssitz des FLVW in Dortmund herum gesprochen haben, dass die Kombination Kugel/Diskus nach 100/200 Meter der Klassiker schlechthin ist. Zwei besonders krasse Beispiele in beiden Richtungen, wie sich das bei den heutigen Titelkämpfen im Stadion Gladbeck darstellt: M30/35: Diskus 10 Uhr, Kugel 16 Uhr; M50/55: Diskus 11:30 Uhr, Kugel 12:00 Uhr. Hier abgammeln ohne Ende, dort Überschneidung. Verrückter geht’s nimmer mehr. Dabei hätten die Zeitplan-Verunstalter allen Grund, die Werfer zu hofieren. Denn sie stellen bei der Minorität der Einzeldisziplinen (vier gegenüber elf) in der Relation die Majorität der Starts (282 zu 521). Ganz übel wird den Kugelstoßern der M 70 – 80 mitgespielt. Sie müssen in einem gemeinsamen Wettbewerb mit 24 (!) Teilnehmern antreten. Wofür gibt es eigentlich einen frühzeitigen Meldeschluss, wenn doch nicht auf die Gegebenheiten reagiert wird? Aber mit den „Alten“ kann man's ja machen. Boykottieren sollten sie diesen Schwachsinn und ihr Startgeld zurück verlangen!  

Wie offen sind eigentlich offen ausgeschriebene Meisterschaften?

(Duisburg/Dortmund/Krefeld, 15. Juni 2014) Wie offen sind eigentlich offen ausgeschriebene Senioren-Meisterschaften? Die Frage hatten wir schon einmal aufgeworfen, ohne ihr bis ins Detail nachzugehen. Dies haben wir nunmehr getan. Nicht flächendeckend für alle 20 Landesverbände unseres bald Jubiläum feiernden wieder vereinigten Vaterlandes, sondern exemplarisch für das leichathletisch weiterhin geteilte Nordrhein-Westfalen. Obwohl diese beiden regionalen Organisationen mit den Ruhrgebietssitzen Duisburg (LVN) und Dortmund (FLVW) auf viel Gebieten bereits stark miteinander kooperieren, womöglich mit dem Ziel irgendwann zu fusionieren, ergeben sich deutliche Unterschiede.
So heißt es am Nordrhein in den Allgemeinen Ausschreibungsbestimmungen zu Offenen Verbandsmeisterschaften: „Die Erstplatzierten jedes Wettbewerbs sind ,Sieger der Offenen Nordrhein-Meisterschaften’. Die ersten Acht erhalten Urkunden. Der/die bestplatzierte Nordrhein-Athlet/in erhält den Titel ,Nordrhein-Meister/in 2014’ und die Meisterschaftsmedaille in Gold. Die zweit- und drittbestplatzierten Nordrhein-Athleten/innen erhalten die Meisterschaftsmedaille in Silber bzw. Bronze."
Derweil ist es bei den Westfalen schlicht und kurz gefasst: „
Teilnahmeberechtigt sind alle Deutschen und Ausländer, die für einen Leichtathletik-Verein oder eine LG in Deutschland startberechtigt sind, die geforderte Qualifikation erreicht haben und keiner Sperre unterliegen.“ Das lässt den Schluss zu, dass der/die jeweilige Sieger/in, alle Insignien empfängt. Egal, wo er/sie herkommt.
Spätestens im Laufe des heutigen Tages wissen wir mehr. Denn bei den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften in Gladbeck wird sich von den 82 gemeldeten Gaststartern vom Nordrhein, aus dem Rheinland, der Pfalz und Hessen garantiert irgendeine/r durchsetzen.
Die stabhochspringende Ritte-„Air“ mit Vater Wolfgang, Mutter Ute, Sohn Thomas und Tochter Christina kann dem praktisch nur durch einen kollektiven „Salto Nullo“ entgehen.

19. Senioren-EM: Was kommt als nächstes Notopfer?

(Izmir/Krefeld, 14. Juni 2014) Dieses Szenario war so absehbar wie das unausbleibliche Amen in der Kirche. Selbst beileibe nicht pingelige englische Buchmacher hätten darauf vermutlich wegen geringer eigener Gewinnmaximierung keine Wetten angenommen. Noch bevor der ursprüngliche Termin (15. Juni) für den Meldeschluss zu den 19.Senioren-Europameisterschaften vom 22. bis 31. August im türkischen Izmir abläuft, wurde die Frist bis 06.Juli 2014 verlängert. Die blumigen Worte, mit denen das vom Lokalen Organisationskomitee (LOC) auf deren Veranstalter-Netzseite begründet wird, könnten auch von den Gebrüdern Grimm, den berühmten Märchenonkeln, geschrieben worden sein, wird den zaudernden und zagenden kassenfüllenden Sporttouristen (die wahren Könner haben längst gemeldet) ordentlich türkischer Honig ums „Maul“ geschmiert. Schön, dass wenigstens wir das Kind unverblümt beim Namen nennen können: Die bisherigen Meldezahlen werden ungeheurer enttäuschend sein, wird halt nach diesem Strohhalm gegriffen. Keine neue Erkenntnis bei internationalen Großereignissen der Generation 35+. Wagen wir mal die kühne Prognose, dass als allerletztes Notopfer diesmal bis 90 Minuten vor Wettkampfbeginn noch Nachmeldungen angenommen werden. Das wäre dann allerdings ein Novum für eine EM/WM. Was nun uns betrifft, war es der ultimativ letzte Beitrag in dieser leidigen Angelegenheit. Außer, das Novum würde eintreten.