Wolfgang Ritte nach Halbzeit auf Weltrekordkurs im Zehnkampf

(StendalKrefeld, 01. Juni 2014) Klar auf Weltrekord-Kurs im Zehnkampf der M 60 (8.107 Punkte) liegt nach Halbzeit beim Stendaler Hanse Cup Stabhochsprung-Spezialist Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen. Der 61-jährige Wahl-Uerdinger aus Moers häufte gestern nach fünf Disziplinen sensationelle 4.350 Punkte an. Den direkten Vergleich mit Rekord-Inhaber Rolf Geese (*1944) von der LG Göttingen, der vor Ort nunmehr in der M 70 an den Start geht, entschied der 1,90 m große und 82 Kilogramm leichte Schlacks in den fünf Wettbewerben des ersten Tages mit 4:1 für sich. Selbst bei den ausklingenden 400 Metern, die er, wie die 1.500 m, nicht speziell trainiert und wovor er einen gehörigen Bammel hatte, betrieb er in 62,27 Sekunden mehr als nur Schadensbegrenzung. Gerade zu verblüffend für diesen - allerdings äußerst schnellkräftigen und sprungstarken - „Hering“ die 12,64 m im Kugelstoßen. Damit hätte er gestern bei den Spezialisten den Nordrhein-Titel gewonnen, der mit 12,26 m zu haben war. Bei der heutigen zweiten Hälfte kommt die „Schokoladenübung“ von Ritte noch, hat er bis auf den Marathon der „Könige der Athleten“ keine wirkliche Schwäche. Allerdings sind’s theoretisch wie praktisch noch fünf Stolpersteine, die im Weg liegen, wollen wir den Tag also nicht vor dem Abend loben.
Alle Einzelergebnisse von Ritte auf einen Blick, in Klammern die von Geese bei seinem Rekord im August 2005 im spanischen San Sebastian: 100 Meter 12,76 sec. (13,01), Weit 5,52 m (5,15), Kugel 12,64 m (12,20), Hoch 1,55 m (1,54), 400 Meter 62,27 sec. (60,95).    

Nordrhein "Open" wurden von Kaiserwetter gekrönt

(Aachen/Krefeld, 01. Juni 2014) Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Diesen Nachweis trat einmal mehr der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) an. Wenige Stunden nach Abschluss der Offenen Nordrhein-Seniorenmeisterschaften im Aachener Waldstadion war gestern Abend, exakt um 20:44 Uhr, die Ergebnisliste im Netz. Das, was eigentlich heut zu Tage Normalität sein sollte, ist deshalb erwähnenswert, da es leider allzu viele Gegenbeispiele gibt. Was schon vorher bekannt war, litten diese Titelkämpfe von der Resonanz her offenbar darunter, dass sie in der westlichsten Stadt der Republik im Drei-Länder-Eck Deutschland - Niederlande - Belgien über die sportliche Bühne gingen. Mit letztlich 363 Gemeldeten, darunter lediglich 14 Gaststarter, wurde erstmals seit Jahren die 400er-Grenze unterschritten. All’ jene, die nicht da waren, dürfen sich getrost ärgern. Ganz der einstigen Residenz von Karl dem Großen angemessen, fanden die Meisterschaften bei Kaiserwetter statt, präsentierten sich die Anlagen in einem bestens präparierten Zustand, gab es keine nennenswerten organisatorischen Pannen, waren die Kampfrichter kompetent und freundlich, die Bewirtung bis hin zu warmen Speisen umfangreich. Eine Katastrophe stellten allein die völlig unzureichenden Parkplatzmöglichkeiten inmitten eines Wald- und Wohngebietes gehobener Kategorie dar. Aber auch das war zumindest für Insider natürlich keine umwerfend neue Erkenntnis. Bei einer Großveranstaltung mit vielen Zuschauern wäre der Kollaps vorprogrammiert, müssten Shuttle-Busse von sonst wo her eingesetzt werden. 
Ein kleiner Streifzug aus Werfersicht erfolgt zusammen mit einem Nachschlag von den Landesmeisterschaften von Baden-Württemberg in Löffingen und Berlin-Brandenburg in Jüterbog später im Fenster Ergebnisse.

Nur Petrus spielte beim 5. Lampis-Werfermeeting eine unrühmliche Rolle

(Krefeld, 30. Mai 2014) Mit des Geschickes Mächten ist kein Bund zu flechten. Oder: Wenn auf etwas Verlass ist, dann darauf, dass auf Wetterprognosen selbst nur Stunden vorher kein Verlass ist. Die Tatsachen wurden schlicht auf den Kopf gestellt. Statt kaum noch Niederschlag, gab es gestern beim 5.Lampis-Werfer-Meeting an Christi Himmelfahrt im Bayer-Sportpark in Krefeld-Uerdingen nur gelegentliche Nischen ohne Dauerberieselung in Form von Nieselregen. Eine Art Himmelfahrtskommando halt. Jenen sieben Senioren/innen, die es vorzogen fern zu bleiben, darf ein feines Gespür oder der Kachelmann in der Tasche attestiert werden. Das größere Kompliment gilt indes den 30 wasserdichten Unentwegten, die der schlechten Laune von Petrus – sprich: den Unbilden der Natur – getreu dem Motto trotzten, „was ich eh nicht ändern kann, ist pure Energieverschwendung, anhaltend darüber zu jammern“. Und so waren eingedenk dieser bewundernswerten Einstellung der Aktiven durchweg passable bis sehr gute Resultate zu protokollieren. Die Ehrenpreise für die besten Tagesleistungen, geschmackvolle „Pokale“ aus Acrylglas mit integriertem Lampis-Logo, gingen an die bis zur abschließenden Siegerehrung ausharrenden Gabriele Weller (*1958) vom TV Unna und Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund. Vergessen wir das elfköpfige Organisationsteam um Veranstaltungsleiter Axel Hermanns nicht, das schließlich keinen unwesentlichen Anteil zum Gelingen dieses Meetings beitrug. Und das unentgeltlich aus freundschaftlicher Verbundenheit. Schön zu wissen, dass es das auch noch gibt.   
Später erfolgt ein ausführlicher Bericht im Fenster „Ergebnisse“. Vorab geht es unter diesem Link schon zur Online-Ergebnisliste.      

Fred Schladen fehlt leider an der Stätte seines deutschen Rekordes

(Aachen/Krefeld, 31. Mai 2014)Schade! Es hätte den Offenen
Nordrhein-Seniorenmeisterschaften im Aachener Waldstadion eine ganz besondere Note verliehen. Ausgerechnet der Mann, der am heutigen Ort der Handlung ein Stück bundesdeutsche Leichtathletik-Geschichte geschrieben hat, wird bei diesen Titelkämpfen fehlen: Der reaktivierte einstige Weltklasse-Kugelstoßer Fred Schladen (*1939) vom LC Bonn. Bei einem vorolympischen Vergleichskampf am 24.August 1972 stieß der 2,03-m-Hüne aus der damaligen Bundeshauptstadt mit 20,40 Meter deutschen Rekord. Erst vorgestern erfuhr der inzwischen 75-Jährige beim Lampis-Werfermeeting in Uerdingen gesprächsweise, dass just an der Stätte seiner absoluten Bestleistung die Landesmeisterschaften stattfinden. Zu spät. Denn nach dem Motto gleiches Unrecht für alle, würde es eine Lex specialis selbst für einen wie ihn nicht geben (dürfen). Und eine Nachmeldung wäre am Veranstaltungstag nur von einem offiziellen Vereinsvertreter unter Vorlage des Qualifikationsnachweises mit Leistungsbestätigung angenommen worden. Das war auf die Schnelle nicht zu organisieren. So werden alle fünf gemeldeten Akteure vermutlich nicht sehr traurig sein, die Entscheidung wohl zwischen Lokalmatador Paul Esser von der Aachener TG und Dieter Wolf (beide Jg. 1937) von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen ausgehen. Aus Werfersicht steigt mit Peter Speckens (*1935) vom SV Rot-Weiß Schlafhorst der weltweit erfolgreichste Senior in den Diskusring, hat aber in dem vier Jahre jüngeren Heinrich Wolters (*1939) vom STV Hünxe einen ernst zu nehmenden Widersacher.   

Recht günstige Wetterprognose für 5. Lampis-Werfermeeting

(Krefeld, 28. Mai 2014) Machen wir noch ein unwiderruflich letztes Mal im Vorfeld des 5. Lampis-Werfermeetings morgen im Bayer-Sportpark in Krefeld-Uerdingen Programm für eine elitäre Minderheit jener 37 Gemeldeten und der Dunkelziffer spät entschlossener Nachmelder. Wer sich womöglich vom schlechten Wetter in seinem Heimathafen abschrecken lässt und lieber seinen PKW vor Regen sicher in der Garage stehen lassen will, der könnte mit seiner Skepsis ziemlich daneben liegen. Das Wetter am linken Niederrhein war heute genauso mies wie fast überall im westdeutschen Raum. Doch die Prognosen für Christi Himmelfahrt sind weitaus günstiger. Es gibt kaum noch bis, je nach Tageszeit, überhaupt keinen Niederschlag, die Temperaturen erreichen 14 bis 18 Grad. Das sollte für unerschrockene Mädels und gestandene Mannsbilder der Werferzunft allemal langen. Für heiße und nicht zu kalte Getränke ist vorgesorgt. Für Stärkungen mit fester Nahrung ebenfalls. Nicht ohne Stolz konnten wir im Vorjahr konstatieren, dass ausnahmslos alle ihre Meldung wahr genommen haben. Schön, wenn es wieder so würde. Denn es wäre der Dank an das kleine Organisationsteam und die fleißige Platzarbeiter-Crew, die sich mächtig ins Zeug gelegt haben, um ansehnliche Rahmenbedingungen zu schaffen.