Bewegte Bilder vom Werfermeeting "Weltklasse auf dem Dorf" im Netz

(Mutterstadt/Krefeld, 25. September 2014) Eine noch so blumig ausgeschmückte Reportage im Hörfunk oder in Print- und Online-Medien kann nun einmal bewegte Bilder, womöglich noch vertont, nicht ersetzen. Erfreulicherweise stehen auch mittlerweile solche vom Internationalen Werfermeeting „Weltklasse auf dem Dorf“ im Sportpark Mutterstadt zur Verfügung. Der passionierte Video-Filmer Heinz Engels aus Mainz, als Speer- und Diskuswerfer gewissermaßen ein Mann vom Fach, hat in der von ihm bekannt und gewohnt hohen Qualität ordentlich auf den Auslöser seiner professionellen Kamera gedrückt, das Material von Spielfilmlänge bearbeitet und 22:46 Minuten davon unter diesem Link ins Netz gestellt. Guckt ihr! Es ist nach meiner bescheidenen Meinung wieder einmal wirklich sehenswert. Heinz sei im Namen der großen Werferfamilie Dank!

Nachholtermin für Westdeutsche Winterwurf-Meisterschaften steht

(Grevenbroich/Leichlingen/Krefeld, 24. September 2014) Mitunter braucht es schlicht ein bisschen Glück, zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Person zu sprechen. Wenngleich der Grund zunächst ein völlig anderer war. Lampis erfuhr als Internet-Plattform von und für Senioren-Werfer/innen exklusiv im Telefonat mit LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild) aus Grevenbroich, dass die Anfang Januar ausgefallenen Westdeutschen Winterwurf-Meisterschaften der ab 30-Jährigen am 15. November 2014 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen (Bergisches Land) nachgeholt werden. Dies habe sie mit Leichtathletik-Abteilungsleiter Manfred Schmitz vom örtlichen Ausrichter Leichlinger TV inzwischen fix vereinbart, die weiteren Formalitäten werden in Kürze folgen. Stecher löst damit ihr Versprechen ein, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeute. Das Sportamt der Stadt Düsseldorf hatte sich seinerzeit im vorauseilenden Gehorsam außer Stande gesehen, bei etwaigem Schneefall die Anlagen zu räumen und die Sicherheit zu gewährleisten. Unnötig, wie sich herausstellen sollte. Aber das sportliche Lieblingskind in der Landeshauptstadt heißt nun einmal Fortuna Düsseldorf, dem alles andere untergeordnet wird. So fanden also lediglich die Titelkämpfe unter dem Hallendach statt.
Neben den drei klassischen Freiluft-Disziplinen Diskus, Speer und Hammer ist erstmals der leichtathletische Gewichtwurf, eine aus dem Rasenkraftsport abgekupferte und modifizierte amerikanische "Erfindung", im Programm. Vorerst als Versuchsballon und Rahmenwettbewerb ohne Meisterschaftswertung. Aber immerhin. Das wird insbesondere die Hammerwerfer freuen.
Sobald die Ausschreibung auf der Netzseite des federführenden Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) veröffentlicht wird, gehen wir selbstverständlich wieder auf Sendung.

Terminkollision: DLV sorgt für Skandal und Provokation ohnegleichen

Kommentar

Unter uns gesagt

(Baunatal/Bogen/Darmstadt/Krefeld, 22. September 2014)
Unfassbar, unglaublich – aber doch wahr! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit Sitz in Darmstadt brüskiert seinen mitgliederstärksten Landesverband Bayern. Mit Argusaugen darüber wachend, dass geschützte Termine gewahrt werden, setzt er sich selber eiskalt lächelnd über die Vorgaben von eigenen Gnaden hinweg. Obwohl die Bayerischen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf am 27. September 2014 in Bogen ordnungsgemäß für den Rahmenterminplan angemeldet, genehmigt und vergeben waren, terminierte der DLV später die nationalen Titelkämpfe in diesem Vielseitigkeitswettbewerb an zwei Tagen im hessischen Baunatal (27./28. September) exakt auf das gleiche Wochenende. Wenn man gerade an nichts Böses mehr denkt, geht’s beim DLV immer noch einen Tick dämlicher. Das wäre vergleichbar, wenn die Deutschen mit den Europa-Meisterschaften der Männer/Frauen zusammen fielen und der Dachverband seinen Spitzenathleten anheim stellt, wo sie letztlich starten wollen. Aberwitzig! Doch auf seinem Terrain bekommt der Darmstädter Komödienstadl in einer Wiederaufführung der grotesk angelegten Fernsehserie „Königlich Bayerisches Amtsgericht“ das mit einem Handstreich ganz locker hin.
Bernd Hasieber vom TSV Unterhaching, Europameister im Wurf-Fünfkampf von Izmir (Türkei) und Favorit in der Altersklasse M 70, fühlt sich den Bayerischen Meisterschaften verpflichtet und verweigert sich der Veranstaltung in Baunatal: “Der TSV Bogen hat in den letzten Jahren die Bayerischen Senioren-Meisterschaften immer hervorragend organisiert, und ich empfinde es als Affront gegenüber diesem engagierten Ausrichter, wenn der DLV ohne Rücksicht auf einen seit langem feststehenden Termin seine Meisterschaften festlegt.” Eine Meinung, welche die Mehrheit der bayerischen Werfer teilt, deshalb die DM boykottiert und den Verbandsmeisterschaften den Vorzug gibt. Ein flächendeckender Streik ließ sich allerdings nicht durchsetzen. So entschieden sich zehn Bajuwaren ausschließlich für die „Deutschen“, mit Viktor Hansen (M 50) sowie den Gebrüdern Wolfgang (M 55) und Walter Kühndel (M 60), sinnigerweise alle vom TV Dingolfing, betreiben drei ein Verwirrspiel und sind doppelt gemeldet. Schau’n mer mal, um es landsmannschaftlich bayerisch wie „Kaiser“ Franz Beckenbauer zu formulieren, wo sie schlussendlich aufschlagen? Das ginge just in diesen drei Altersklassen vom Zeitplan theoretisch wie praktisch allerdings auch beides. Das wäre freilich gegen jeden halbwegs gesunden Menschenverstand und Raubbau in Vollendung, reif für die Klapsmühle.
Kurzum: Es ist und bleibt in höchstem Maße ärgerlich, dass sich von oberster Stelle sanktioniert zwei Ausrichter aufgrund einer Terminkollision Konkurrenz und ohne Not hier wie da gegenseitig die Teilnehmer abspenstig machen. Da hilft kein Pudern und kein Schminken: das ist nicht nur ein Affront, sondern ein ausgewachsener Skandal und eine Provokation ohnegleichen. Und wer schweigt sich zu einem leidigen Thema wieder einmal aus? Der Bundesausschuss Senioren mit Frontfrau Margit Jungmann! Die Seniorensprecher Alfred Hermes und Lidia Zehnter eingeschlossen. Wofür gibt’s die eigentlich, wenn sie doch nicht die originären Interessen der Athleten/innen vertreten?
Aber es geht ja nur um die allzu oft stiefmütterlich behandelten Werfer/innen, in deren Glanze sich indes die Funktionäre gerne bei internationalen Erfolgen sonnen. Lampis verleiht allen Beteiligten die virtuelle Schlafmütze (siehe oben). Glückwunsch! Tusch! Applaus! Narrhallamarsch! 

Wahl-Bayerin Margarete Tomanek startet in Bogen, nicht in Baunatal !

(München/Krefeld, 23. September 2014) Niemand ist perfekt. Der Chronist als überwiegender Alleinunterhalter dieses Portals sehr zu seinem Leidwesen auch nicht. Glücklicherweise gibt es aufmerksame Leser, die einen bisweilen ohne Häme auf Fehler hinweisen. Ein Online-Medium ließe es zu, die Korrektur heimlich, still und leise vorzunehmen. Was bei kleineren Rechtschreibsünden auch nicht weiter tragisch wäre. Aber in diesem konkreten Falle wäre bei allen, die unseren gestern Abend ins Fenster „Ergebnisse“ eingestellten Bericht bereits gelesen haben, eine falsche Information angekommen. Kurzum: Wurf-Allrounderin Margarete Tomanek (*1949) von der LG 90 Grafing-Ebersberg wird mitnichten am kommenden Wochenende bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf in Baunatal ans fünfteilige Werk gehen, obwohl die gebürtige Belgierin als EU-Angehörige mit Lebensmittelpunkt in Deutschland, wozu der Freistaat Bayern unstreitig gehört, dort startberechtigt wäre. Vielmehr fühlt sich die Lebensgefährtin und Klubkameradin von Werfer Klaus Volkheimer (*1944) ihrer Wahlheimat verpflichtet, gibt den parallel stattfindenden Landesmeisterschaften im selben Wettbewerb in Bogen den Vorzug. "Streikbrecherin" Eva Nohl (*1948) vom bayerischen TSV Langenzenn wird es womöglich freuen, hat sie doch so in Baunatal keine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten. Mal sehen, wie dieses Fernduell ausgeht?
Der aufmerksame und sehr frühzeitige Leser, der für diese Richtigstellung sorgte, ist unser gelegentlicher Gastautor Albert Fichtner aus München. Margarete Tomanek sowie alle zunächst in die Irre geführten Besucher bitten wir um Nachsicht und Entschuldigung, Albert sei auch öffentlich Dank bekundet!
Siehe zur Thematik der unsäglichen Terminkollision auch den nachfolgenden Kommentar.

Drei-Länderkampf: Dittmar ragte heraus, per Saldo gab's eine Niederlage

(Trier/Krefeld, 21. September 2014) Für die herausragende Einzelleistung beim Drei-Länderkampf Deutschland – Frankreich – Belgien gestern im Moselstadion in Trier sorgte Kugelstoßer Andy Dittmar (im Bild) aus Gotha. Wer sonst?! Allenfalls überraschend, dass sich der 40-jährige Thüringer zum Kehraus der Saison noch in solch blendender Verfassung präsentierte. Beim hoch überlegenen Sieg in der M40 vor seinem als Ersatz für Tilman Northoff einspringenden Team-Kameraden Oliver Rohwer (14,77 m) aus Lübeck verfehlte er mit 18,29m seine Jahresbestleistung lediglich um fünf Zentimeter. Beachtlich! Was beweist, dass Andy die in der Vorschau beschriebene „Wundertüte“ ist. Ansonsten gab es sowohl für die M40 wie 50 gegen die Franzosen per Saldo nichts zu erben. Es hagelte jeweils deutliche Schlappen. Derweil drehten die fortgeschrittenen "Mädels" beide Male den Spieß um, ohne im Gesamtergebnis die Niederlage verhindern zu können. Endstand: 1. Frankreich 342,5 Punkte, 2. Deutschland 321, 3. Belgien 162,5.
Alle Zeiten, Höhen, Weiten und die dazu gehörigen Punkte unter diesem Link.