WMA-Präsidentin Jungmann schweigt die Probleme tot und sitzt sie aus

(Tampere/Rehlingen/Krefeld, 22. September 2022) „Was nun mit dieser neuen Baustelle, Frau Jungmann?“, haben wir abschließend in unserem nachfolgend verlinkten Beitrag vom 06.September die Präsidentin des globalen Senioren-Verbandes World Masters Athletics (WMA) gefragt. Dabei haben wir selbstverständlich ins Kalkül gezogen, dass LAMPIS nicht zur täglichen Pflichtlektüre der 66-jährigen Ehrenamtsinhaberin aus Rehlingen im Saarland gehört. Deshalb hat der Verfasser dieses Beitrages (Name siehe Autorenzeile) der „Saarperle“ eine E-Mail mit einer Verlinkung des oben erwähnten Artikels gesendet und ihr noch obendrein viel Spaß an der Freud‘ bei ihrem Besuch bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Erding gewünscht.
Passiert ist nix auf nix. Nirgendwo!  Auch kein Bekenntnis und eine angemessene Entschuldigung auf dem eh lausig gepflegten Internet-Portal der WMA wie seinerzeit zu den Unzulänglichkeiten bei verschiedenen Wurf-Wettbewerben anlässlich derselben Masters-WM im finnischen Tampere.
Die Jungmann schweigt die Probleme tot, sitzt sie aus und lächelt sie wie im Bild einfach weg. Nicht opportun, für eine derart hohe Funktionsträgerin. Da herrscht wohl das Prinzip vor, zumindest international keine schlafenden Hunde wecken zu wollen. Hierzulande haben zumindest wir (wer sonst?) die Tastaturfinger in die Wunde gelegt.

DM Männer/Frauen 2023 bereits fix, tote Sporthose bei Ü35-Generation

(Darmstadt/Kassel/Neustädt/Krefeld, 21. September) Ob dies ganz allgemein betrachtet so erstrebenswert wäre, noch einmal jung zu sein und das ganze ungewisse Leben auf diesem schnöden Erdball mit Klima, Kriegen, Seuchen noch vor sich zu haben, sei einmal mit großem Fragezeichen dahin gestellt? Allerdings müssen sich die jüngeren Leichtathletik-Generationen keine Sorgen um den nächsten Schauplatz von Deutschen Meisterschaften machen. Gestern war auf der DLV-Netzseite zu lesen, dass die DM der Männer/Frauen am 08./09.Juli 2023 im Rahmen „Die Finals 2023 Rhein-Ruhr“ im schnuckligen Kasseler Auestadion (Fassungsvermögen 18.737 Zuschauer) stattfinden wird, das dann weit überwiegend nicht so gähnend leer daherkommen wird wie in diesem Jahr das riesige Berliner Olympiastadion als Stimmungskiller für Darsteller und Zuschauer.

Als buchstäbliches Glanzlicht ein Flutlicht-Meeting in der Planung

Unterdessen gibt es für die „Großen Fünf“ der Ü35-Generation noch nicht einmal den Hauch eines Bewerbers mit der  nun mal unerlässlichen „belastbaren Absichtserklärung“ im bürokratischen DLV-Deutsch nach David Deister. Das haben wir gestern Abend im Telefonat mit dem bestens unterrichteten nationalen Seniorensprecher Heiko Wendorf (im Bild) erfahren. Der 51-jährige Macher und Packan seinerseits treibt bereits in Absprache mit Kugelstoß-Bundestrainer Wilko Schaa die Planungen für den 7.Neustädter Kugel-Cup auf seiner Heimanlage Am Angelteich an der thüringisch-hessischen Landesgrenze voran. Für die Elite der Männer und Frauen voraussichtlich als Aufbauwettkampf und Durchlauferhitzer vor der DM. Aber der Wendorf aus dem 250-Seelen-Dorf Neustädt in Thüringen hat ein weiteres buchstäbliches Glanzlicht in der Hinterhand: Ein Flutlicht-Meeting mit Lichtshow zum nächstjährigen Saisonkehraus. Beide Veranstaltungen selbstverständlich mit Senioren-Wertungen.
Da kann dann schon mal für potenzielle Interessenten Vorfreude aufkommen.

Internationales Meeting in Turnhout ein Juwel für die Ü35-Generation

(Turnhout/Krefeld, 19. September 2022) Mitunter lohnt auch eine etwas weitere Anreise zu einem Senioren-Sportfest. Greifen wir aus ehrlicher Überzeugung, eigener Anschauung und Erfahrung bei der vorjährigen Premiere Mitte Oktober als seit Ende August 2021 wieder kugelstoßender Sportjournalist ins oberste Regal: Das nunmehr am kommenden Samstag die zweite Auflage erlebende Internationale Masters-Meeting im belgischen Turnhout in der Region Flandern ist in nahezu allen Belangen die das Sportlerherz begehrt ein Juwel. Gewissermaßen die „Diamond League“ für die Ü35-Generation.

Gastgebergeschenke und Sachpreise für Podiumsplätze winken

Dem ohnehin schon prall gefüllten Programm wurden noch der 5.000-m-Lauf und Dreisprung hinzugefügt. Chef-Organisator Serge De Smedt weist über uns transportiert darauf hin, dass jede/r Teilnehmer/in bei einer sehr moderaten Meldegebühr von 3 Euro pro Disziplin ein Gastgebergeschenk des Wettbewerbssponsors „Het Nest“, eine ortansässige Brauerei der schönen 44.000-Einwohner-Stadt, erhält und dass für alle Podiumsplätze Sachpreise ausgelobt sind. Weiterhin besteht wieder die Möglichkeit über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ein Mittagessen vorzubestellen. Meldungen zum Wettkampf unter diesem Link.
Noch ein Tipp für deutsche Starter/innen, die aus dem zu Belgien relativ grenznahmen Raum anreisen (beispielsweise aus Aachen 128, Mönchengladbach 129, Duisburg 138km), vor der Heimfahrt viel Luft im Tank zu lassen. Der Sprit (Euo95/E10) ist in Belgien aktuell rund 25 Cent pro Liter günstiger. Wer noch ein bisschen mehr zu Veranstaltung und dem ganzen Drumherum wissen möchte, dem sei unser verlinkter vorjähriger Beitrag anempfohlen.

Wettkampf-Karawane der "Masters" zieht süd- und westwärts weiter

(Klagenfurt/Bellinzona/Bogen/Krefeld, 20.September 2022) Bevor sich unsere Stammbesucher noch wundern, dass wir entgegen unseren bisherigen Gepflogenheiten nicht umfangreich in Vorschau und Reportage über die Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften, diesmal am kommenden Wochenende in Klagenfurt am Wörthersee, einsteigen werden: Es ist der unschätzbare Vorteil eines kostenfreien Online-Mediums autark und autonom zu sein, in dem was man tut oder gegebenenfalls lässt. In diesem konkreten Fall liegt aus gegebenem Anlass Letzteres vor, ohne hier öffentlich schmutzige Wäsche waschen zu wollen. Nennen wir es schlicht aufgrund besonderer Vorkommnisse einen Akt der Solidarität. 
Nur noch so viel: Traditionell werden bei diesen Titelkämpfen viele Germanen starten, die stets die stärkste ausländische Fraktion stellen. Einige DM-Teilnehmer aus dem westdeutschen Raum sind in Verbindung mit einem Urlaub gleich von Erding in die Alpenrepublik weitergereist. Allerdings gibt es auch zwei Hemmschuhe, finden parallel die Bayerischen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf in Bogen und die „Swiss Masters Open“ in Bellinzona im Kanton Tessin statt. Besser allerdings die Qual der Wahl, als zum Saisonkehraus kein hochkarätiges Angebot für die wettkampfaffine und reiselustige Ü35-Generation zu haben. Dass auch für „Westler“, Belgier und Niederländer etwas am Ufer steht, haben wir gestern erst berichtet, zieht die Wettkampf-Karawane also süd- und westwärts weiter.

Schimpf und Schande über dieses Abziehbild eines Verbandes

Kommentar und Realsatire

Nebenbei bemerkt

(Erding/Darmstadt/Krefeld, 19. September 2022)
 Ein ungeschriebenes Pressegesetz besagt: Namen sind Nachrichten. Keine/r ist dermaßen uneitel und unprätentiös, dass sie/er ihn im positiven Zusammenhang nicht gerne lesen würde. Hinzu kommt der Effekt der Multiplikation, den entsprechenden Beitrag wie einen Wanderpokal weiterzureichen. Für die Medienmacher allerdings ein zweischneidiges Schwert, Vorschauen zu irgendwelchen Ereignissen mit schillernden Namen der Szene aufzumachen. Da kann bisweilen in so mancherlei Hinsicht der berühmt-berüchtigte Griff ins Klo bei herauskommen. Einen solchen SUPER-Gau haben wir zu vermelden: Weltklasse-Allrounder Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching trat aus uns nicht bekannten Gründen bei seinem „Quasi-Heimspiel“ der Deutschen Senioren-Meisterschaften in Erding gestern um 13:30 Uhr als Jahresbester mit 48,28m und klarer Favorit im Diskuswurf der M55 nicht an. Und so machten aus einem Sextett Thomas Schroers (45,41m) vom VfL Repelen, Robert Ingenbleek (42,92m) von der LG Eder und Jens Kaden (42,74m) vom Köthener SV unverhofft „Edemetall“ unter sich aus (alle Resultate).

Für die Ü35-Generation ist das billigste vom Billigen gerade gut genug

Ansonsten könn(t)en wir unseren gestrigen Artikel getrost als Blaupause hernehmen. Allerdings nicht, ohne ein Resümee zu ziehen. Bei aller Empathie und Sympathie darüber, dass „Möglichmacher“ Jochen Schweitzer diese Titelkämpfe für die Ü35-Generation eben überhaupt erst buchstäblich möglich machte, war längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in der oberbayrischen Weißbier-Stadt. Einmal mehr erwiesen sich die billigen, blechernen Medaillen im Masseneinkauf unter einem Euro das Stück als Stein des Anstoßes und großer Aufreger (Meldegebühr pro Disziplin 21 Euro). Diesmal  in noch weiter abgespeckter Form. Auf der Vorderseite der Aufkleber mit dem Logo des DLV und dem dämlichen anglizistischen Spruch „#TRUEATHLETES“. Die Kehrseite der Medaille – blank. Kein Hinweis auf eine DM mit Ort und Datum.
Das ist lieb- und respektlos den Senioren*innen gegenüber, für die das billigste vom Billigen gerade gut genug ist. Regelrecht zum Fremdschämen für diesen alten Bekannten aus Darmstadt. Ein Aufschrei der Empörung wäre durch die Republik gegangen, wenn die Männer/Frauen bei der DM in Berlin derartig abgespeist worden wären. Aber mit den „ewigen Talenten“, dem Zahlvieh der Leichtathletik-Nation, wird es ungerührt, ohne mit der Wimper zu zucken gemacht.
Übrigens zur Krönung des Ganzen fanden die Siegerehrungen unbemerkt hinter der Tribüne statt! Schimpf und Schande über diese – erkenne sie, die Ironie – Gott begnadete, vom Himmel gefallene Dachorganisation!!!

Was bewegt Senioren-Leichtathleten dazu, trotz DLV Sport zu treiben?!

Sie autorisierte das LMU Klinikum für Psychiatrie und Psychotherapie (!) der Universität München zu einer selbstverständlich freiwilligen Online-Umfrage unter den nominell 837 Startwilligen, was sie bewegt, im stetig fortschreitenden Alter noch Leistungssport zu betreiben. Mein bescheidener Vorschlag zu Erweiterung des Fragenkatalogs: Was bringt Senioren-Leichtathleten trotz DLV dazu, Sport zu treiben?! Eingedenk all dessen muss man(n)/frau schon ein bisschen bekloppt sein, sich das anzutun. Jedenfalls beim nationalen Saisonhöhepunkt die Sportschuhe zu schnüren sowie dafür viel Geld in die Hand zu nehmen und auszugeben.

Neuwahl zu Seniorensprechern wurde schlechterdings verpennt

Und zu unguter Letzt noch eines der vielen Versäumnisse, Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten dieses Abziehbildes, dieser Karikatur eines Verbandes. Die beiden DLV-Seniorensprecher mit Heiko Wendorf vom ASV Erfurt und seinem weiblichen Pendant, der kaum in Erscheinung tretenden „Quotenfrau“ Lidia Zentner von Gazelle Pforzheim, hätten nach Ablauf ihrer Wahlperiode eigentlich zur Disposition gestanden. Obwohl sonst beim DLV die Prämisse gilt „Hoch lebe die Vorlage“, und mag sie noch so falsch sein, wie manche DM-Norm über dem jeweiligen Weltrekord, wurde das schlechterdings verpennt.
Legen wir also wieder in Dauerschleife die Platte auf: Mit einer Abspaltung nix wie raus aus diesem „Saustall eines Käfigs voller Narren“.