Nur die Ü30-Generation außen vor: Ein Schuft, der Böses dabei denkt...

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Kolumne

Moment mal

(Düsseldorf/Dortmund/Leverkusen/Krefeld, 08. Januar 2022)  Erinnern wir daran, was bei den 297 Be- und Getroffenen ohnehin noch nicht auf dem Bio-Computer zwischen den Ohren gelöscht sein dürfte: Heute und morgen hätten im Arena-Sportpark der Landeshauptstadt Düsseldorf die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften stattfinden sollen. Der federführende Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) sagte sie, hoffentlich inzwischen bei allen Startwilligen in Lauerstellung bekannt, spätabends einen Tag vor Silvester wegen „Unwägbarkeiten“ ab, bemüht sich angeblich um einen Ausweichtermin im März.
Ungeachtet jener vermeintlichen Unwägbarkeiten, die vermutlich auf die gestrige Ministerpräsidenten-Konferenz in Sachen Corona gemünzt waren (deren Beschlüsse treten jedoch nie unmittelbar, sondern stets mit einer kleinen Karenzzeit in Kraft) ist im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) Leichtathletik unter dem Hallendach möglich und machbar. Nämlich in der mittlerweile auch vom pathologischen Anglizismuswahn des DLV infizierten Westfalen-Metropole Dortmund. Nach dem „Xmas Run“ eine Woche vor Weihnachten (siehe unsere Glosse) richten sie dort heute ein „
Jump 'n' Run“ aus. Dazu haben bei einer Tagesveranstaltung (!) 384 potenzielle Teilnehmer/innen verschiedener Klassen gemeldet.

Deutschland oder Absurdistan: Das ist hier die Frage?

Noch ein Beispiel gefällig? Bitte schön! Sogar vom Nordrhein mit einem gleichermaßen bekloppten Arbeitstitel, diesmal im Denglish-Misch-Masch: „Season-Opening Stabhochsprung“ morgen in Leverkusen (siehe LVN-Netzseite). Wo leben wir eigentlich? In Deutschland oder im fiktiven Absurdistan? Echt z.K., was nicht für „zur Kenntnisnahme“ steht. Aber mal schwerlich abgesehen davon: Hallen-Veranstaltungen gehen also doch, auch in NRW. Seltsamerweise lediglich bei der Ü30-Generation nicht. Ein Schuft, der Böses dabei denkt...