Umstrittene DOSB-Präsident Alfons Hörmann zog die Reißleine

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(Frankfurt/Krefeld, 17. Juni 2021) Es kriselt gewaltig unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit nachbarschaftlichem Sitz zum größten Sportverband der Welt, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), auf der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt am Main. Um weiteren Schaden abzuwenden und nicht noch mehr Porzellan zu zerdeppern, hat der wegen seines hemdsärmeligen Führungsstils arg ins Gerede gekommene Präsident Alfons Hörmann die Reißleine gezogen. Wie das Internet-Portal des DOSB gestern berichtete, wird es im Dezember vorgezogene Neuwahlen geben, bei denen der umstrittene, knorrig wirkende 60-jährige Spitzenfunktionär als Vertreter von fast 28 Millionen Mitgliedschaften in rund 88.000 Sportvereinen nicht mehr kandidieren wird. Auf ihn trifft der Spruch Macht macht süchtig" zu.

"Herrn der Ringe" Thomas Bach droht ebenfalls Ungemach

Derweil droht auch dem „Herrn der Ringe“ Ungemach. Der japanische Oppositionsführer Yukio Edano hat den Ausschluss von IOC-Präsident Thomas Bach (Tauberbischofsheim) von den Olympischen Spielen vom 23.Juli bis 08.August 2021 gefordert. Bach und andere „Very Important Persons" (VIP), deren Anwesenheit nicht zwingend erforderlich sei, solle „die Einreise wegen der fragilen Pandemie-Lage nicht erlaubt werden“. Edano warnte davor, dass die Spiele hinsichtlich der Corona-Fallzahlen zum „Super-Spreader-Event“ mutieren könnten.
Nicht gar so dramatisch, aber auch der ultimative GAU (Größte angenommene Unfall), wenn der oberste Hüter des Olympischen Gedankens nicht die Sommerspiele zusammen mit dem Japanischen Kaiser Naruhito eröffnen würde. Doch: Gefordert werden kann vieles, ob es auch eingehalten wird, steht auf einem anderen Blatt. Bach hat sich schon über alle möglichen Bedenken im Zusammenhang mit diesen Nachholspielen hinweggesetzt, dann wird er auch noch dieses Gefecht „elegant“ meistern, der frühere Fechter und Mannschafts-Olympiasieger von 1976 in Montreal.