Nachwehen der Impfung oder zufällige Duplizität der Ereignisse?

Kolumne

Moment mal

(Satteldorf/Krefeld, 11. Mai 2021)
Vorausgeschickt, dass es sich nicht um den Auftakt einer neuen Serie handelt. Aber es ist derzeit nun mal das alles beherrschende Thema, das wir an einem exemplarischen Beispiel nicht unerwähnt lassen wollen. Dazu zum besseren Verständnis zunächst eigene Erfahrungen einbringend. Meine persönliche „Regierungschefin“ Elke (65) und meine Wenigkeit (76 Jahre reif) haben vergangenen Samstagabend im Krefelder Impfzentrum die zweite Dosis mit dem bislang weitgehend unverdächtigen Immunserum von Biontech/Pfizer verabreicht bekommen. Es gab hier wie da bei den jeweiligen Impfungen keine nennenswerten Begleiterscheinungen. Doch es liegt buchstäblich in der Natur der Sache, dass jeder Körper völlig losgelöst vom Alter anders reagiert.

Es liegt keine Erkrankung an COVID-19 vor

So beim Leichtgewicht unter den Wurfallroundern der Weltklasse, Hermann Albrecht (im Bild) von der Spvvg. Satteldorf in Baden-Württemberg. Der „Herminator“ erzählte mir gestern in einem Telefonat, dass er seit der zweiten Spritze vom genannten selben Hersteller unter schneller Erschöpfung, latenter Schlappheit und Schwindelgefühlen leiden würde. Dabei befürchtete der 81-Jährige schon, durch den flüchtigen Kontakt im Kraftraum mit vier letztlich vom Coronavirus infizierten Fußballspielern seines Klubs trotz vermeintlicher Immunisierung an COVID-19 erkrankt zu sein.

Erst im August ist ein Facharzt-Termin verfügbar

Allerdings konnte ihn der Arzt seines Vertrauens in dieser Hinsicht nach eingehender Untersuchung inklusive Bestimmung der Blutwerte beruhigen, ohne dem Rätsel indes wirklich auf die Spur gekommen zu sein. Der Allgemeinmediziner vermutet eine eher zufällige Duplizität der Ereignisse. Die nicht im Zusammenhang mit dem Blutdruck stehenden Schwindelattacken könnten auch mit der Störung des Gleichgewichtssinns zu tun haben, überwies Hermann deshalb zum Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Und jetzt kommt das krankende deutsche Gesundheitswesen ins Spiel: Erst im August ist ein Termin verfügbar. „Hoffentlich erlebe ich den noch“, entgegnete der amtierende M80-Hammerwurf-Weltrekordler der Sprechstundenhilfe sarkastisch. Erweichen ließ sie sich dadurch jedoch nicht.
Kurzum: An ein geregeltes Training ist für Hermann vorerst nicht zu denken. Was außer dem fehlenden Lebenselixier bei einem mangelnden Wettkampfangebot speziell für die Ü30-Generation nicht weiter ins Gewicht fällt. Stopp: Aller Voraussicht nach soll an Pfingstsonntag, 23.Mai 2021, in Haßloch (Pfalz) ein Solo für Hammerwerfer stattfinden.
Hätten wir das bei der Gelegenheit für Interessenten auch noch kundgetan.