"Mr. DAMM" Dieter Krumm nullte vorigen Mittwoch zum siebten Mal

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(Langenzenn/Seefeld am Pilsensee/Krefeld, 31. Januar 2022) Vorausgeschickt, dass es mir hochnotpeinlich ist der Geburtstagsmusik hinterher zu laufen. Zumal es sich um meinen engsten, zudem langjährigsten und mit 1,96m Körpergröße zudem längsten Gastautoren bei LAMPIS handelt. Gewissermaßen ein (streitbarer) Bruder im Geiste, was insbesondere die gebotene kritische Haltung gegenüber dem Gebaren sowie manchen getroffenen und nicht getroffenen Entscheidungen bei der bisweilen in Untätigkeit verharrenden Dachorganisation Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV) angeht. Wobei er sich im Falle eines Falles unverdrossen der an sich vergeblichen Mühe unterzieht, die jeweiligen Sachbearbeiter bis in höchste Kreise direkt via E-Mail anzuschreiben.
Er, das ist der vielen Sportkameraden vertraute und unseren Stammbesuchern bestens bekannte Dieter Krumm (*26.01.1952 in Bad Marienberg) aus Langenzenn in Mittelfranken, der vorigen Mittwoch auf seinem Lebenskalender die siebte null geschrieben hat, die ich auf meinem Wochentimer, weiß der Kuckuck wieso, übersehen habe. Dabei stehe ich nahezu täglich auf irgendeinem Kanal mit Dieter in Verbindung, er war indes zu fein, bescheiden und zurückhaltend, mich Tor daran zu erinnern. Doch keine Ausflüchte und mit Kleinem Latinum ausgestattet vornehm formuliert: Mea culpa, mea maxima culpa!. Ja, halt meine Schuld!

Nachgefeiert wurde gestern mit Familie in Seefeld am Pilsensee

Mit einer zu diesem Jubeltag eigentlich angemessenen großen Sause war es in Zeiten wie diesen der Corona-Plage leider nichts. So hat Dieter gestern zusammen mit seiner angetrauten Ingeborg auf kleiner Flamme das Wiegenfest bei seiner Tochter Sabrina (41 Jahre), dem Schwiegersohn sowie den beiden Enkelkindern Lasse (4) und Jonna (2) im Starnberger-Fünf-Seen-Land in Seefeld am Pilsensee nachgefeiert.
Im oberen Westerwald in der Nähe von Montabaur zur Welt gekommen und aufgewachsen, zog es den Jubilar vor nunmehr einem halben Jahrhundert beruflich nach Bayern, war er bis zu seinem seligen (Un-)Ruhestand 42 Jahre in der Datenverarbeitung des weltweit operierenden Unternehmensriesen Siemens in Fürth tätig. Von dort aus brachte ihn eine Arbeitskollege 1984 zum LAC Quelle Fürth, wo er selber die Sportschuhe als Solist hauptsächlich im Sprint, Kugelstoßen, Speerwurf, Weit- und Hochsprung schnürte, aber auch bis zur M60 ein begeisterter „Teamplayer“ der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaften (DAMM) war. Der "Mister DAMM" schlichtweg.

Nahtloser Übergang vom aktiven zum passiven Leichtathleten

Nahtlos sein Übergang zum Funktionsträger im besten Sinne als Manager verschiedener DAMM-Teams und sechsjähriger Mitarbeit im dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand des Klubs zu erfolgreichen Zeiten der Sprinterin Verena Sailer, Kugelstoßer Oliver Dück und Sprinter Kristian Blum.
Eng so lange es andauert mit seinem Namen verknüpft ist auch das sich zur Traditionsveranstaltung entwickeln sollende LAC-Senioren-Hallensportfest, dass er gemeinsam mit seinem Trainer Dr.Wolfgang Schneider, einem Professor an der Hochschule in Nürnberg, 1990 aus der Taufe hob und dessen Geschicke er 25 Jahre am Stück federführend leitete. Garniert durch etliche deutsche Senioren-Rekorde, Europa und der Welt. Es feierte bis 2020 seine bis dahin 30. und vorerst letzte Auflage (siehe Link), fiel im Vorjahr und heuer dieser elendigen Seuche zum Opfer.
Allzeit Glückauf, lieber Dieter!