Eine Veranstaltung von und für Senioren-Werfer/innen

(Witten/Krefeld, 11. August 2021) So liebt es die Ü30-Generation, denn das bürgt in aller Regel für Qualität: Eine Leichtathletik-Veranstaltung von und für Senioren-Werfer/innen. Bei der DJK Blau Weiß-Annen ist diese Konstellation gegeben. Sportwartin Christine Wenzel (*1965) ist selber erfolgreiche Kugelstoßerin durch verschiedene Altersklassen, jetzt der W55, mit einer Bestleistung von 12,38m aus 2019. Nach der Zwangspause im Vorjahr lädt ihr Klub am kommenden Samstag (Beginn 10.30 Uhr) zum 12. Annener Werfertag ins Wittener Wullenstadion ein. Auf dem Programm stehen Kugel, Diskus und Speer. Selbstverständlich mit Seniorenwertung ab M/W30 und altersgemäßen Wettkampfgeräten. Zugleich eine treffliche Gelegenheit, die Norm für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 10. bis 12.September in Baunatal zu erfüllen.
Kurz- und Spätentschlossene, die in unserem Fenster Veranstaltungen die aufrufbare Ausschreibung übersehen haben, seien darauf hingewiesen, dass Nachmeldungen nur angenommen werden können, wenn es den reibungslosen Ablauf nicht gefährdet. Also vorsorglich nachfragen, ehe die An- und Abreise unverrichteter Dinge angetreten wird.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim DLV weit auseinander

Kolumne

Moment mal

(Tokio/DarmstadtKrefeld, 10. August 2021; 15.30 Uhr) Vergleichen wir aus deutscher Sicht die Leichtathletik-Ergebnisse der Olympischen Spiele von Tokio 1964 mit denen von 2021 an selber Stelle im neuen Nationalstadion, dann muss die Struktur des verantwortlichen Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) stark in Frage gestellt werden. Denn bei dem betriebenen immensen Aufwand lassen sich zum wiederholten Male bei einem internationalen Großereignis der restlos überzogene Anspruch und die nüchterne Wirklichkeit nicht einmal auch nur annähernd in Einklang bringen.

Zweimal Gold, fünfmal Silber, dreimal Bronze 1964 mit der Hälfte an Aktiven

Für die 43 heimischen Leichtathleten gab es anno 1964 zwei Goldmedaillen durch Willi Holdorf (Zehnkampf) und Karin Balzer (80m Hürden), fünf Silbermedaillen von Harald Norpoth (5000 m), Dieter Lindner (20 km Gehen), Wolfgang Reinhardt (Stabhoch), Ingrid Lotz (Diskuswurf) und Renate Garisch (Kugelstoßen) sowie jeweils Bronze durch Klaus Lehnertz (Stabhoch) und Uwe Beyer (Hammerwurf). Derweil sprangen für die mehr als doppelte Zahl von inzwischen Berufssportlern (meist Staatsamateure von Bundeswehr und Bundespolizei) bei diesen nachgeholten Olympischen Spielen lediglich einmal Gold (Malaika Mihambo) und zweimal Silber (Kristin Pudenz, Jonathan Hilbert) heraus.

Ein administrativer Wasserkopf zu anno dazumal

Während 1964 auf der damaligen DLV-Geschäftsstelle in Kassel der administrative Betrieb von Geschäftsführer Fritz Steinmetz, eine absolute Koryphäe seines Fachs, mit einer Handvoll Mitarbeiter geführt worden ist, sind es heutzutage am Herrschaftssitz in Darmstadt laut Präsident Jürgen Kessing „über 50 hauptamtliche Kräfte“ im enorme Gehälter verschlingenden gehobenen und höheren Dienst in Direktoren- und Stellvertreter-Positionen. Dazu gesellen sich im sportlichen Bereich 68 Bundes- und elf Stützpunkttrainer. Auch diese Zahl hat sich seit 1964 verzehnfacht, aber analog dazu sind die Erfolge rückläufig. Das sieht verdächtig nach brotloser „Kunst“ aus.

Prädikat Leichtathletik-Nation nicht mehr verdient

Wer in der Nationenwertung hinter Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Uganda nur auf Rang 13 landet, hat das Prädikat Leichtathletik-Nation nicht mehr verdient. Da hilft es auch herzlich wenig, wenn die Verantwortlichen hinterher als Entschuldigung sagen: „Die Bilanz unserer Leichtathleten ist nicht zufriedenstellend. Aber unsere Athleten haben ohne Zweifel das Potenzial. Leider konnten es viele zu selten abrufen.“

Etliche Funktionsträger sollten ihren Hut nehmen

Es ist zu begrüßen, dass der umstrittene DOSB-Präsident Alfons Hörmann zum Jahresende auf großen Druck hin abdankt. Aber auch andere Funktionsträgern müssten nach diesem Debakel ihren Hut nehmen. Wenn nicht, sollte das Bundesministerium des Innern (BMI), das hierzulande für den Sport zuständig ist, die Verträge mit hauptamtlichen Trainern nicht mehr verlängern und den erfolgreichen Heimtrainern, die eh die Hauptarbeit leisten, ein adäquates Honorar zahlen.

"Wesfälische" offiziell nicht mehr als "offen" ausgeschrieben

(Bielefeld/Kamen/Düsseldorf/Krefeld, 09. August 2021) Wenden wir uns nach jede Menge Olympia-Berichterstattung mit 18 umfangreichen Beiträgen und dem gestrigen abschließenden Kommentar wieder unserem originären Geschäft als moderner Robin Hood für die meist untergebutterten, stiefmütterlich behandelten Senioren beiderlei Geschlechts zu. Gestehe freimütig mit ziemlich leergefahrenem schöpferischen Tank und olympischen Ringen unter den Augen. Ohne jetzt auf die Tränendrüse der geschätzten Stammbesucher und Gelegenheitsgäste zu drücken, habe ich fortgeschrittenes Modell mir da wohl als in diesem Falle Alleinunterhalter meines Internet-Portals (freiwillig) ein wenig zu viel aufgebürdet. Mitunter kann die Lust auch zur Last werden. Da es schon kein Honorar gibt, war wenigstens das Lob einiger Leser Ansporn zur unterhaltsam verpackten Information. Danke dafür! Ansonsten Schwamm drüber.

Hängepartie nach Wechselspiel nunmehr aufgelöst
  
Wer sich noch schwach erinnern sollte, gab es einige Irrungen und Wirrungen um den Status der Westfälischen Senioren-Meisterschaften am 28.August 2021 in Bielefeld. Die Gretchenfrage in einem Wechselspiel war: Offene Ausschreibung oder eine geschlossene Gesellschaft unter Westfalen. Das ist mittlerweile jedoch nach unterschiedlichen Auffassungen und einigen internen kommunikativen Versäumnissen zwischen Petra Heiderstädt, der Vorsitzenden des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses Bielefeld, dem westfälischen Seniorenwart Eberhard Vollmer aus Hamm und Thilo Pohl als hauptamtlichem Mitarbeiter des Verbandes im Sportcentrum Kaiserau in Kamen geklärt.
Es ist nun offenbar so, wie es die zuletzt veröffentlichte Fassung der Ausschreibung vom 03.August 2021, 11:23 Uhr, in folgendem Wortlaut hergibt: „Teilnahmeberechtigt sind Athletinnen und Athleten, die über ein Startrecht für einen Verein oder eine Leichtathletik-Gemeinschaft im Fußball-und Leichtathletik-Verband Westfalen verfügen.“ Zitat Ende!

Ein Start außerhalb der Wertung ist indes möglich

Das ist die offizielle Version. Doch wie uns Eberhard Vollmer via E-Mail mitteilte, ist eine Hintertüre eingebaut worden:
Zusätzlich haben wir abgesprochen, dass wir Meldungen aus anderen Landesverbänden annehmen und diese Leute ,außer Wertung' ohne Titel und Urkunden teilnehmen dürfen. Aber mit Anerkennung der Leistung für die DM-Norm und Bestenliste. Damit soll vor allem den Hammerwerfern sowie den Niedersachsen geholfen werden, die sonst keine Startgelegenheit vor dem Meldeschluss (29.August, die Redaktion) zu den Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 10. bis 12.September 2021 in Baunatal hätten."

LVN-Titelkämpfe als absolut „geschlossene Gesellschaft“

Der zur Diaspora auf dem Veranstaltungssektor ausschließlich für Senioren*innen verkommene Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) richtet seine Meisterschaften für die Ü30-Generation, die mal vage mit dem Terminus „eventuell“ für den 04.September angedacht waren, am 28./29.August 2021 im Arena Sportpark in Düsseldorf ebenfalls und absolut „nicht offen“ aus. Hoffentlich finden sie auch statt!

Vetter-Trainer Boris Obergföll sieht sich "Beschissen und betrogen"

(Tokio//Bonn/Marl/Melsungen/Krefeld, 10. August 2021) Nun müssen wir doch nochmal einen Salto rückwärts zu Olympia drehen. Unsererseits haben wir während der noch laufenden Schlussfeier in Tokio einen Kommentar zum Abschneiden der deutschen Leichtathleten veröffentlicht, der eine große, zustimmende Resonanz auslöste. Da konnten wir noch nicht wissen, was sich ansonsten im analogen und digitalen Blätterwald abspielen würde. Und niemand wird wirklich alles dazu suchen, finden und lesen. Da schließe ich mich ein, der zudem mit LAMPIS reichlich zu tun hat(te). Aber es gibt stets genügend Kiebitze, die mir das eine oder andere zuspielen. Ganz starker Tobak ist, was Vetter-Trainer Boris Obergföll (geb. Henry) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) förmlich als miserabler Mit-Verlierer in einer Art Verschwörungstheorie mit den markigen Worten „Beschissen und betrogen“ in dem verlinkten Artikel rausgehauen hat. Echt zum Kopfschütteln, dass die Ohren noch Stunden später wackeln.  

Torsten Lange: „Eine Mixtur aus Gejammere und Herrenmenschentum!“

Als Gegenpol passt dazu, was Wurf-Allrounder und unser gelegentlicher Gastautor Torsten Lange (im Bild) aus Bonn kurz, bündig und treffend im Leserblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) äußerte: „
Der Boden, die Windverhältnisse, der Zeitpunkt, Corona... Eine Mixtur aus Gejammere und Herrenmenschentum! Im Klartext heißt das, was Obergföll da von sich gibt: Vetter war Favorit, also baue man eine Anlage um den Deutschen herum so auf, dass er seiner Rolle gerecht werden kann. Dass die Umstände für alle gleich waren, kommt diesen Jammerlappen (Sportler und Trainer) nicht in den Sinn. Hoffentlich wurde dem Sieger fair gratuliert. Zum Fremdschämen!“

Erfolgstrainerin Gertrud Schäfer attackiert bei Sport1 den DLV

In einer großen bebilderte Reportage auf dem Internet-Portal des Spartensenders Sport1 moniert die nie ein Blatt vor den Mund nehmende frühere olympische Kugelstoßerin (1968 in Mexiko City), Diplom-Sportlehrerin und  Erfolgstrainerin Gertrud Schäfer (beispielsweise von Siebenkämpferin Sabine Braun, Speerwerferin Beate Peters und Kugelstoßerin Stephanie Storp) unter anderem die Fußstellung von Vetter beim Abwurf. Da wir, beide vom Jahrgang 1944, uns seit Urzeiten kennen, habe ich gestern Abend mit  der in Marl wohnhaften Gertrud telefoniert und mit ihr munter auf Teufel komm raus gefachsimpelt. Ein Kernzitat daraus: „
Der DLV bevorzugt in der Präsenz eine umgekehrte Pyramide, statt die Basis stark zu machen. Man geht fälschlicherweise davon aus, dass das Wissen bei den Bundestrainern liegt.“

Alwin J. Wagner schlägt ebenfalls in diese Kerbe

Es rauscht in einer Art Nachbeben natürlich bis heute und womöglich länger in den bedruckten Gazetten und Online-Medien in Abrechnungen zum per Saldo blamablen Abschneiden der deutschen Sportler/innen im Allgemeinen und der Leichtathleten im Besonderen. In diesem Zusammenhang weisen wir auf einen späteren Beitrag des früheren Weltklasse-Diskuswerfers Alwin J. Wagner (*11.08.1950; im Bild) in dieser unserer Nachrichtenspalte hin. Für die jüngeren Generationen: Alwin war Olympia-Sechster 1984 in Los Angeles, mehrfacher Deutscher Meister, in vielen Länderkämpfen die es einmal gegeben hat Kapitän der Nationalmannschaft, ist ehemaliger Landestrainer in Hessen gewesen und versorgt weiterhin in seinem Heimatverein MT Melsungen talentierte Nachwuchsathleten*innen mit seinem profunden Fachwissen. Nachwuchsarbeit wurde bei ihm auch wörtlich genommen. Mit maßgeblicher Unterstützung seiner Frau Beate hat er vier inzwischen erwachsene Kinder. Im richtigen Leben war er bis zu seiner Pensionierung Polizeihauptkommissar. Als sei das nicht schon mehr als genug, verfügt er über veritable Alleinunterhalter-Qualitäten. Das durften acht Senioren-Werfer unter seiner Leitung während eines siebentägigen Trainingsaufenthaltes im April 2015 in Latsch/Südtirol zu ihrem großen Vergnügen erfahren.

Beim DLV stehen Aufwand und Ertrag in krassem Missverhältnis

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Tokio/Krefeld, 08. August 2021; 17:15 Uhr)
Vorab und wohlverstanden: Es geht in unserer Replik zum Abschneiden der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft bei den heute zu Ende gegangenen Olympischen (Nachhol-, Geister- und Corona-)Spielen in Tokio nicht darum, irgendwem etwas missgönnt zu haben. Zudem hat sich schließlich keiner von eigenen Gnaden und nach Gutsherrenart selber entsendet. Allerdings darf es nicht das Sinnen und Trachten einer Dachorganisation sein, alle möglichen Krücken und Eselsbrücken zu nutzen, um möglichst vielen seiner Athleten*innen und Betreuer den hehren olympischen Gedanken vom „Dabei sein ist alles“ zu erfüllen. Ein gesundes Quantum an sportlichem Leistungsvermögen sollte die Minimalanforderung sein, um nach der so genannten Papierform im Konzert der Weltelite zumindest einigermaßen mithalten zu können. Denn so ganz „nebenbei“ geht es um erkleckliche Steuergelder, die das Bundesministerium des Innern (BMI) aus der durch Corona arg gebeutelten Schatztruhe der Nation zur Verfügung stellt.

Verschwendung von Steuergeldern

Der Bund der Steuerzahler pflegt in seinem alljährlichen „Schwarzbuch“, das eigentlich ein „Rotbuch“ sein müsste, zu rügen, wo eine Verschwendung unser aller Steuergelder stattgefunden hat. Ob sie über die Fachkenntnisse verfügen, das bei der Leichtathletik zu beurteilen, sei dahin gestellt. Aber eine kleine Hilfestellung können wir ja liefern, wenngleich nicht in Cent und Euro. Ohne hinterher den Schlauberger zu mimen, hatten wir bereits im Vorfeld jene letztlich durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominierten 90 Aktiven (wie viele ihm tatsächlich vom DLV vorgeschlagen wurden, ist öffentlich nicht bekannt gemacht worden) als außerordentlich großzügig ausgewählt bezeichnet.

Eine Bilanz nach untrüglichen Fakten

Also ziehen wir unserseits in dem Bewusstsein Bilanz, dass Chef-Bundestrainerin Annett Stein, der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Cheik-Idriss Gonschinska sowie womöglich der präsidiale Frühstücksdirektor Jürgen Kessing bar jeglicher Selbstkritik nach übl(ich)er Machart des hohen Hauses in rosaroten Farben schönmalen werden, worauf Fachleute sich unvermittelt im falschen Film wähnen. Werfen wir jedoch zuvor einen Blick auf den internen, sportartspezifischen Medaillenspiegel. Die einstige Leichtathletik-Nation Deutschland positioniert sich hinter solchen „Giganten“ wie den Bahamas, Schweden, Norwegen und Uganda an 13. Stelle. Ganz zu schweigen von unserem kleinen westlichen Nachbarn Niederlande (Sechste) und Italien (Zweite). So schaut’s aus!

Prädikat olympisch

Das Prädikat olympisch verdienten sich vorneweg natürlich die drei Medaillengewinner Malaika Mihambo (Gold), Kristin Pudenz und Jonathan Hilbert (beide Silber) und insgesamt zehn Platzierte unter den besten Acht. Dazu mit der Überschrift „Ordentlich“ zu versehen jenes Septett, dass die Qualifikationen überstanden hat und sich nach dem Vorkampf der Finals zwischen Platz neun und Zwölf einreihte. Erfreulich auch die Auftritte der persönliche Bestzeit laufenden Langhürdler Luke Campbell und Carolina Krafzik sowie die Saisonbestzeit von Caterina Granz über 1.500m, die allesamt in die Triplefinals einzogen.

Rubrik enttäuschend

Dazu gab es noch die eine oder andere Leistung, die wenigstens etwa im Rahmen der eigenen Möglichkeiten lag. In die Rubrik „enttäuschend“, wiewohl jeweils Neuntplatziert, fallen zweifelsfrei die als große Medaillenhoffnungen im Speerwurf hoch gehandelten Johannes Vetter und Christin Hussong. Komplett mit leeren Händen dastehend und dem eigenen Anspruch mit mäßigen Leistungen teilweise klar hinterherhinkend Zehnkämpfer Kai Kazmirek, Max Heß, Kristin Gierisch (beide Dreisprung), Christina Schwanitz (Kugel) und David Wrobel (Diskus).

Sporttouristen im Nationaltrikot

Nicht über die Rolle der Sporttouristen im Nationaltrikot kamen Imke Onnen, Mateusz Przybylko (beide Hochsprung), Ricarda Lobe (100 m Hürden), Steven Müller (200m),  Marvin Schlegel (400m), Saskia Feige (20 km Gehen) und die 4x400m-Staffel der Männer hinaus. Alles im Detail nachzulesen in unserer ausführlichen Olympia-Berichterstattung mit insgesamt 18 Beiträgen. Dafür blieb einiges andere aus unserem originären Senioren-Bereich (vorerst) auf der Strecke. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben

„Ein weiter so“ darf es beim DLV nicht geben

„Ein weiter so“ darf es keinesfalls beim DLV geben, der seit Mitte April 2021 mit einer runderneuerten Satzung und einer Strukturänderung unterwegs ist. Das allein wird es nicht richten. Da gehört einiges mehr auf den Prüfstand, ist Effizienz gefragt und kein überbordendes Personal-Karussell. Wenngleich schlussendlich die Hauptarbeit durch die Heimtrainer bewerkstelligt wird, leistet sich dieser Fachverband den verschwenderischen Luxus von 68 Bundes- und elf Stützpunkttrainern. Dazu kommt noch eine Geschäftsstelle mit über 50 hauptamtlichen Kräften, die sich vor allem selbst verwalten. Daher vermutlich auch der Name Selbstverwaltung. Späßle mit ernsthaftem Hintergrund g'macht!

Durchdachter Plan ist nicht erkennbar

Das habe ich schon einmal bei früherer Gelegenheit erwähnt und wiederhole es gerne: Durch dieses Gefüge müsste mal mit dem eisernen Besen einer angesehenen Unternehmensberatung gefegt werden. Ein frommer Wunsch, ich weiß. Aber irgendwer müsste mal genauer hinschauen. Es kann und darf nicht sein, dass ein Verband nach eigenem Gutdünken vor sich hin wurschtelt und dabei zu allem Überdruss ein Millionengrab produziert, wobei obendrein Aufwand und Ertrag in einem derart krassen Missverhältnis stehen. Selbst im nicht beliebig auf einem Reißbrett planbaren Sport. Dennoch bedarf es eines Planes. Der ist jedoch nicht erkennbar.