Sehr früher Meldeschluss für 2. Hanse-Stendal-Cup

(Stendal/Krefeld, 23. April 2014) Bei ihm sind die Namen gewissermaßen Programm. Denn da wo ein Siegfried „Siggi“ Wille ist, ist auch ein Weg. Wenngleich er in der Außendarstellung nicht mehr in der ersten Reihe steht, darf er mit Fug und Recht als der Spiritus rector der Leichtathletik-Bewegung in Stendal (Sachsen-Anhalt) bezeichnet werden, hat im Vorjahr den Hanse-Stendal-Cup für die ebenfalls vom DLV stiefmütterlich behandelten Mehrkämpfer/innen mit aus der Taufe gehoben. Die Internationalen Altmarkmeisterschaften im Zehn- und Siebenkampf der Senioren/innen erleben am 31.Mai/01.Juni 2014 im Stadion Am Galgenberg ihre zweite Auflage.
Da die Dauerwerbeberieselung durch SELAnetz weg gebrochen ist, machen wir ungefragt ein bisschen Reklame für dieses Meeting. Schließlich haben wir unter unseren Mitgliedern, zum Beispiel Christopher Gerhard und Martin Vogel, auch starke Mehrkämpfer mit Schwerpunkt Wurf, setzt sich der Zehnkampf bekannntlich zu 30 und der Siebenkampf zu fast 30 Prozent aus Stoß/Wurf zusammen. Hinzu kommt, dass der Verfasser dieser Zeilen bekennender Zehnkampf-Fan ist und als Urgestein des SC Bayer 05 Uerdingen die Werdegänge der Weltklasse-Athleten Jürgen Hingsen (*1958) und Michael Schrader (*1987) hautnah miterlebte.
Wer sich von unseren Besuchern aus nah und fern also angesprochen fühlt, der muss sich freilich sputen. Denn schon am 02. Mai 2014 ist Meldeschluss. Obendrein sind die Felder von 30 bis 49 sowie über 50 Jahre auf insgesamt je 15 Teilnehmer/innen limitiert, um einen reibungslosen Wettkampfablauf gewährleisten zu können. Namhafte „Könige und Königinnen der Athleten/innen“ haben bereits frühzeitig ihr Kommen zugesagt. Alle weitere Informationen unter www.slv92.de .  

Norbert Demmel erst 50,83 m, dann Bruch des Daumengliedes

(Moosach/Krefeld, 22. April 2014) Freud’ und Leid lagen für Wurf-Allrounder Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching beim Werferabend im oberbayerischen Moosach dicht beisammen. Der 50-jährige Alleskönner und einstige Zehnkämpfer ließ zum Auftakt des Diskuswurfes die 1,5-Kilo-Scheibe auf formidable 50,83 m segeln. Doch gleich im Anschluss daran überpowerte er in dem Willen noch einen draufzupacken den zweiten Versuch, stürzte so unglücklich, dass er sich beim Abfangen auf dem Boden das erste Daumenglied brach. „Als Kampfrichter am Ring habe ich ein deutlich hörbares Knacken vernommen“, kommentierte Hammerwerfer Albert Fichtner (*1944) das Szenario. „Die Sache geht mir besonders nahe, da Norbert am Gymnasium in Unterhaching ein ehemaliger Schüler von mir gewesen ist.“
Mit Gips oder Schiene nicht werfen zu können ist die eine, obendrein kein Krafttraining für den Oberkörper machen zu können die andere Seite. Wenn man schon kein Glück hat, kommt meist noch Pech hinzu. Bleibt uns nur baldige Genesung zu wünschen!         

Eine ganz bittere Pille aus dem Giftschrank des DLV

Kolumne

Das Wort am (Oster-)Sonntag

(Krefeld, 20. April 2014)
Passt zu Ostern, fand jedoch schon weit vorher statt. Deshalb ist es auch kein Oster-, sondern ein Kuckucksei, das der glorreiche Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) seinen Senioren/innen da ins Nest gelegt hat. Das gilt es nun fremdbestimmt auf Gedeih und Verderb auszubrüten. Es bedarf keiner Propheten, um Verderb vorauszusagen. Dass nunmehr das neue Baby, auf jeden Fall eine Frühgeburt aus dem Referat Wettkampf-Organisation von Frank O. „Napoleon“ Hamm (im Bild), auf den Namen „Team-DM Senioren“ getauft wurde, darüber könnte noch milde lächelnd hinweg gesehen werden. Wenn da der große Rest nicht so radikal und unausgegoren geändert worden wäre. Er konterkariert schlicht den ursprünglichen und eigenständigen Charakter eines Mannschaftswettbewerbes.
Es fängt damit an, dass die jeweils beiden Erstplazierten des Vorjahres in jeder Altersklasse automatisch für das Finale auf Bundesebene vorqualifiziert sind. Das ist gerade eingedenk der Fluktuation bei den Sen
ioren/innen durch den vorbestimmten Altersklassenwechsel und sich häufig wechselnder Startgemeinschaften kompletter Unsinn. So versperren womöglich inzwischen „amputierte“ Teams, so sie nicht verzichten, besseren Klubs/Startgemeinschaften auf den Ranglistenplätzen fünf und/oder sechs den verdienten Einzug in das Sechserfeld des Endkampfes. Es darf in der Leichtathletik keine Freifahrtscheine geben. Dass der/die Weltmeister/in bei den Männern/Frauen bei den nächsten Titelkämpfen ein verbrieftes zusätzliches Startrecht über das Kontingent seiner/ihrer Nation hinaus hat, ist nicht vergleichbar. Schließlich sind sie nicht für die jeweiligen Finals gesetzt, müssen sich vielmehr im besten Falle ganz normal dorthin vorkämpfen.
Wer eine Steigerung aus dem Kuriositäten-Kabinett nicht für möglich gehalten hätte, der wird sogleich bitter enttäuscht oder gehörig überrascht sein. Denn nun kommt im übertragenen Sinne Günter Jauch ins Spiel, weht ein Hauch von „Wer wird Millionär?“ über der einstigen Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM). Es kann so eine Art Telefon-Joker gezogen werden, bei dem nicht einmal der Fachmann des Vertrauens angerufen werden muss. Stattdessen erklärt der Mannschaftsführer vorher, in welcher nach der so genannten Papierform siegträchtigen Disziplin der Joker gesetzt wird. Da
s verdoppelt die erreichte Punktzahl, die von Platz eins bis zwölf über 15, 13, 11, 9 bis weiter absteigend 1 geht. Damit nicht genug: das in der Addition beider Teilnehmer niederigste Ergebnis wird einfach mal so locker ausradiert. Geht’s noch? Mannschaften, die nach der herkömmlichen Wertung (die weiterhin für die Qualifikation und Endkämpfe auf regionaler Ebene Gültigkeit hat/haben muss) insbesondere mit ihrer großen Ausgeglichenheit unterhalb der absoluten Spitze trumpften, werden gleich doppelt bestraft. Da fühlt man(n)/frau sich in die Schulzeit zurück katapultiert, wo ein unliebsames Fach abgewählt werden konnte, um sich den Notenschnitt für den Numerus clausus nicht zu versauen.
Kurzum: dieses Verfahren zur Ermittlung der Mannschaftsmeister ist ein unsäglicher Mischmasch von Absurditäten. Immerhin tröstlich, wenngleich brotlos, dass etwas Neues schon vor der Nagelprobe in selten erlebter Einmütigkeit dermaßen in Frage gestellt worden ist. Charmant formuliert. Schenken wir uns, den unverantwortlic
h Handelnden und den vielen „hirntoten“ Abnickern des dreiseitigen Pamphlets aus dem Hamm’schen Versuchslabor, richtiger: Giftschrank, beim DLV-Verbandsrat am 05. Juli 2013 jetzt die unzähligen Verrisse. Um ehrlich zu sein, weil uns der Platz für diese Kolumne just an dieser Stelle ausgeht.
In diesem Sinne einen schönen Oster-Sonntag und eine schaffensreiche verkürzte Arbeitswoche für die noch Werktätigen!      
 

Sportsch(l)au: Erinnerung an die längst vergessene Trinkkur

(Köln/Krefeld, 21. April 2014) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 49. Kapitel zu diesem Themenkomplex, das sich freilich ein weiteres Mal um einen Gesundheits- und Ernährungstipp rankt. Ein damit nicht seine Berechtigung verlierender Beitrag zur an Ostersamstag endenden Fastenzeit, der auch im Rahmen einer Serie in der Rheinischen Post erschienen ist. Deren und unsere Leser werden ihn also wieder erkennen, mithin keiner Fata Morgana erlegen sein.
Noch vor wenigen Jahrzehnten fuhren viele Familien jeden Sommer an die Nordsee. Dort wurden oft Trinkkuren mit Meerwasser durchgeführt. Diese schmeckten furchtbar, galten aber als gesund. Die Bedeutung und Wirkung von Wasser für die Entgiftung war von jeher bekannt. Heute haben die Trinkkuren indes an Bedeutung verloren, obwohl die Wirkung des Trinkens aus rein gesundheitlichen Gründen, wohl gemerkt, für die Ausschwemmung von Giftstoffen wissenschaftlich belegt ist.
Nachfolgend die Zusammenstellung für eine siebentägige Trinkkur: Morgens direkt nach dem Aufstehen 0,3 l lauwarmes Wasser; zum Frühstück drei bis vier Tassen ungesüßten, entkoffeinierten grünen Tee oder milden Kräutertee; bis zum Mittagessen/frühen Nachmittag jede Stunde 0,3 l Wasser; ab 14/15 Uhr regelmäßig kleinere Portionen trinken; Abends vor dem Zubettgehen 0,3 l laufwarmes Wasser.
Bei dieser Trinkkur sollten täglich drei bis vier Liter Wasser getrunken werden! Unbelastetes, kohlensäurefreies oder –armes Wasser ist am besten geeignet. Dabei sollten zwei Drittel der Flüssigkeit bis zum Nachmittag konsumiert worden sein.“  

21 Teams haben für den NRW-Endkampf gemeldet

(Frechen/Krefeld, 19. April 2014) Traditionell eröffnet der Leichtathletik-Verband (LVN), seit geraumer Zeit im Verbund mit Westfalen und dem Rheinland als NRW-Endkampf, am arbeitsfreien „Tag der Arbeit“ die Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) auf regionaler Ebene. Die Meldungen liegen mit 21 Teams in neun von zehn möglichen Altersklassen mit leicht fallender Tendenz in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Nun müssen nur noch am 01. Mai 2014 im Kurt-Bornhoff-Sportpark in Frechen bei Köln alle antreten. Neben der Vergabe von Titel und Medaillen geht es genau genommen vorrangig um die Qualifikation für das Bundesfinale am 06. September 2014 in Essen. Darüber entscheidet noch, anders ginge es auch gar nicht, der alte Modus und nicht die schwachsinnige Joker-Poker-Lotterie, die der DLV gegen den Willen der beteiligten Vereine/Startgemeinschaften durchsetzte. Beim reformwütigen Verband mit „Vordenker“ Frank O. Hamm wird gerne mal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, herrscht die Meinung vor, muss ja nicht besser sein, Hauptsache anders. – Für die Werfer/innen stehen mit Kugel, Diskus und Speer maximal drei Disziplinen auf dem Programm. Mehr zum NRW-Endkampf unter www.lvnordrhein.de .