Termin für die Hallen-EM 2022 soll nunmehr angeblich fix sein

Kolumne

Moment mal

(Braga/Lausanne/Krefeld, 19. Oktober 2021)
Es ist eine uralte Binsenweisheit, dass international startende Senioren*innen, seien es Leistungssportler oder Sporttouristen, frühzeitig Planungssicherheit haben möchten, richtiger: wollen. Schlussendlich sind damit ursächlich Hotel- und An-/Abreisebuchungen verbunden. Bekanntlich fängt der frühe Vogel den Wurm. Soll in diesem Zusammenhang heißen, die größere Auswahl und günstigeren Konditionen bei Frühbuchung.
Das alles scheint noch nicht bis zum präsidialen „Master of Desaster“ der European Masters Athletics (EMA) Kurt „Kuddel-Muddel“ Kaschke mit Wahl-Wohnort im portugiesischen Assafora und Amtssitz in Lausanne/CH am Genfer See durchgedrungen zu sein. Dass er seine Dienstreisen nicht selber bezahlen muss, ist ihm schlechterdings vorzuwerfen. Wohl aber, dass er in jüngerer Vergangenheit auf dem offiziellen Mitteilungsorgan der EMA mit verschiedenen Terminen zu den Corona-bedingt zweimal verlegten Hallen-Europameisterschaften mit Anhängseln in Braga (Portugal) operierte. Da war zunächst 21.Februar bis 01.März, später 20. bis 27.Februar 2022 nachzulesen.

EMA-Präsident Kurt Kaschke reagierte auf virtuellen Zuruf

Was nun? Die recht große Facebook-Gruppe „EMA Friends“ (2.174 Mitglieder) nahm sich dieser Thematik an. Und siehe da, der hohe Herr reagierte geradezu postwendend (sonst nicht seine Art) auf diesen virtuellen Zuruf. Gestern ließ der 66-jährige Funktionär (im Bild) von seinem Netzwerk-Administrator Hans-Peter Skala aus Ratingen ein langatmiges „Statement“ auf der EMA-Internetseite veröffentlichen. Die wesentliche Quintessenz daraus: Die Titelkämpfe sollen nunmehr vom 20. bis 27.Februar, also an acht langen, geldschneidenden Tagen stattfinden. Mithin zwei bis drei mehr als bisher.
Was die zunächst noch groben Feinheiten angeht, bleibt notgedrungen abzuwarten, bis irgendwann in hoffentlich nicht allzu fernen Tagen die offizielle Ausschreibung der neugierigen, interessierten Öffentlichkeit präsentiert wird. Ehrensache, dass LAMPIS ein Auge darauf haben wird!

Wie wär's noch mit Sackhüpfen und Eierlaufen?

Vorab steht indes zu befürchten, dass das Programm nach Kaschke-Gutdünken weiter aufgeblasen wird. Wahrscheinlich findet das schon als Freiluft-Wettbewerb der Berg- und Crosslauf-EM 2021 zu „bewundernde“ Hirngespinst Nordic Walking (was hat das noch mit Leichtathletik zu tun?; inzwischen denkt auch der DLV laut darüber nach!) unter dem Hallendach statt. Wie wär’s zudem noch mit Sackhüpfen und Eierlaufen? Damit ist jetzt nicht das biologisch bedingte bei Männern gemeint, sondern jenes mit einem rohen Ei auf einem Löffel in der linken oder rechten Hand, das unversehrt an Ort und Stelle ins Ziel zu bringen ist.
Schlimmer geht irgendwie immer. Gell, Herr Kaschke. Die „Masters“ aus aller Herren Länder dürfen sich alle miteinander schon auf den Tag anno 2022 freuen, wo seine zweimal mit Kartenspielertricks verlängerte, dann zehnjährige Amtszeit ein Ende haben wird. Halleluja in Geschäftsführung ohne Auftrag!