Einfach mal auf den Ursprung von Christi Himmelfahrt zurück besinnen

(Krefeld und die Republik, 13. Mai 2021) Wohlgemerkt: Hier soll keineswegs dem Leichtsinn und der Arglosigkeit das Wort geredet werden. Doch selbst bei vorhandenem, vor allem eingeschalteten halbwegs gesundem Menschenverstand ist nicht immer nachvollziehbar, was unsere hohe Politik so alles an Anti-Corona-Maßnahmen ausbrütet. Manches geht, manches nicht. Da fehlt bei nahezu gleichem Sachverhalt mitunter die Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit der Mittel. Aber dieser Schachzug der NRW-Landesregierung darf als ausgesprochen klug, um- und vorsichtig bezeichnet werden. Bei Inzidenzzahlen von unter 100 dürfen erst ab kommenden Samstag Außen-Gastronomien für Genesene, (vollständig) Geimpfte und Getestete wieder öffnen und nicht schon heute am bundesweiten gesetzlichen Feiertag.

Vatertag ist eh eine „überflüssige“ neumodische Erfindung

Ursprünglich bedeutet „Christi Himmelfahrt“ 40 Tage nach Ostern die Rückkehr von Jesus Christus zu seinem Gottvater im Himmel. Wiewohl das nicht die historisch begründete Ursache ist (das haben wir im Vorjahr zum selben Anlass ausgeführt) mutierte dieses hohe christliche Fest irgendwann Anfang des 20.Jahrhunderts nebenbei zum „Vatertag“. Weniger um alle Väter zu ehren, als dass sie sich mit feucht-fröhlichen Gelagen bis der Arzt kommt selber feierten. Bevorzugt in Gruppen Gleichgesinnter (oftmals Junggesellen, deren Kinder noch flüssig sind) im mit „Bölkstoff“ beladenen Bollerwagen oder klassischerweise vom Pferd (ersatzweise Trecker) gezogenen Planwagenfahrten auf Wirtschaftswegen durch Feld und Flur. Das verbietet sich allerdings und wird teilweise örtlicherseits im Jahr zwei von Corona wegen der hohen Infektionsgefahr verboten. Und da es sich als großer Trugschluss erwiesen hat, an die durchgängige Vernunft der Menschen appellieren zu wollen, werden verschärft von vielen Städten und Gemeinden Kontrollen durchgeführt. Und das ist gut so!

Keine Himmelfahrt-Sportfeste für die Ü30-Generation

Wer’s trotzdem unbedingt braucht, der sollte sich heimlich, still und leise einen hinter die Binde gießen. Darauf ein Prost mit ein bis drei Corona oder was auch immer! Doch noch besser: Einfach mit einem Tag der Besinnung und Besinnlichkeit zu den Wurzeln von Christi Himmelfahrt zurückzukehren! Das ist in mehrerlei Hinsicht gesünder. Denn flächendeckende Leichtathletik-Sportfeste zum Himmelfahrtstag, insbesondere für die Ü30-Generation, gehören (vorerst?) ebenfalls der Vergangenheit an.
Stichworte Vernunft und Solidarität: Die
„Bekloppten, Behämmerten und Belämmerten" unter den Grenz-Anrainern werden mangels heimischer Möglichkeiten wie die Heuschrecken in die benachbarten Niederlande, ein Hochinzidenz- und -risikogebiet, einfallen. Als ob dieser Ausnahmezustand nicht schon genug wäre? Irre, reif für die Klapsmühle!