Kugelstoßer Andy Dittmar gewann seinen 42. Landesmeistertitel

(Gotha/Celle/Gladbeck/Krefeld, 16. Juni 2014) Mit den Thüringer Landesmeisterschaften der Männer/Frauen in Gotha, den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften in Gladbeck und den Norddeutschen Meisterschaften der Ü 30-Generation in Celle ging es am Wochenende gleich dreimal um Titelehren. Die von Thüringen interessieren aus Senioren- und Werfersicht insofern, als hier mit Lokalmatador Andy Dittmar (im Bild) ein Kugelstoßer in den Ring „stieg“, der immer noch zu erweiterten deutschen Spitzenklasse seiner Zunft gehört. Höchst erstaunlich, was er bei seiner Vorgeschichte zustande brachte. Original-Ton Dittmar: „Nach meinem Kapselriss am rechten Ringfinger hatte ich seit dem Titelgewinn bei der Hallen-WM in Budapest KEINEN Stoß mit der rechten Hand machen können. Als Einstimmung hatte ich am Pfingstsamstag ein Sportfest im thüringischen Ohrdruf mitgemacht - mit der linken Hand! Die Kugel war bei erstaunlichen 13,68m gelandet.“

Erst 13,68 mit links, dann 18,14 m mit rechts

Für den großen Rest bedienen wir uns der Einfachheit halber weitestgehend und mit freundlicher Genehmigung der Pressemitteilung seines Klubs BIG Gotha: Zuletzt hatte Andy Dittmar ein paar Problemchen mit der rechten Hand. Also machte er vier Wochen lang fast alles mit links. Der noch 39-Jährige absolvierte im Gothaer Volkspark-Stadion seinen ersten Wettkampf nach der Zwangspause wieder mit der rechten Hand und sicherte sich bei einer Weite von 18,14 Meter ungefährdet den Titel bei den Männern. Somit baute er seine imposante Statistik aus: Der aktuelle Triumph ist der 42. Landesmeistertitel, Halle wie Freiluft, in seiner Sammlung. "Meine ,Pfote' zwickt zwar noch ein wenig, aber ich bin rundum zufrieden mit dieser Weite. Mit mehr als 18 Metern war unter Berücksichtigung der Verletzung nicht zu rechnen", sagte Dittmar nach seinem neuerlichen Meisterstück. "Für mich war der gestrige Wettkampf so etwas wie ein Härtetest, ob die Hand belastbar ist oder nicht: den habe ich bestanden. Jetzt muss ich noch ein bisschen Wettkampfpraxis sammeln, und dann kann das Gothaer Schloss-Meeting kommen." Bei der nunmehr 17. Auflage, die in diesem Jahr am 19. Juli auf dem Programm steht, will sich Andy bereits zum 16. Mal „die Kugel geben".
Dem ist unsererseits lediglich hinzuzufügen: Allemal besser als Mozartkugeln. Denn die gehen ordentlich auf die Rippen und schränken die Beweglichkeit ein.

Goldschmidt und Marg erfreuten Konkurrenz durch Abwesenheit

Was „erschütterte“ an den weiteren Schauplätzen die hiesige Werferszene? Bei den „Norddeutschen“ im Otto-Schade-Stadion in Celle fielen vor allen Dingen jene auf, die gar nicht da waren und manchem entlockten „Das ist aber schade.“ Gemeint sind die beiden derzeit herausragenden nordischen kugelstoßenden Protagonisten und aktuellen Weltrekord-Inhaber Kurt Goldschmidt (*1943) vom TSV Kücknitz und Karl-Heinz Marg (*1938) von der SG Osterholz. „Kuddel“ steckt derzeit inmitten von Baumaßnahmen an seinem Eigenheim in einem Vorort von Travemünde, und Karl-Heinz hat momentan mal wieder die Vier-Kilo-Kugel gegen den Golfball getauscht. Den platten Scherz zu diesem Thema lassen wir jetzt weg. Jene die alles andere genauer wissen wollen, denen empfehlen wir das Studium der bei unserer Verlinkung vollständigen Online-Ergebnisliste.

Beste Tagesleistung durch Tilman Northoff

Was so in Gladbeck los war und besser nicht los gewesen wäre, haben wir schon im Fenster „Nachrichten“ anklingen lassen. So löblich der – allerdings immer noch nicht komplette – Live-Ticker am gestrigen Tag auch gewesen sein mag, dass es heute keine Zusammenfassung nach den üblichen Mechanismen gibt, ist schon sehr ärgerlich, umständlich und mühselig. Da schweigt dann auch bei unserer schon sprichwörtlichen Liebe zum Detail des Sängers Höflichkeit. Möge sich jede/r das herauspicken, was sie/ihn am meisten interessiert. Aus der gleichermaßen objektiven wie subjektiven Sicht des Verfassers haben wir das immergrüne Duell im Diskuswurf der M 60 zwischen Johann Stein vom TV Werther und Gerd Sieben vom OSC Dortmund ausgesucht. Der Erstgenannte entschied es diesmal mit der Saisonbestleistung von 47,97 zu 46,03 m klar für sich. Obwohl er ziemlich weit von seinem eigenen hohen Anspruch entfernt war, verdienen die 16,35 m von Drehstoßer Tilman Northoff (M 45) vom TuS Jöllenbeck besondere Erwähnung. Es dürfte die beste Tagesleistung in den vier klassischen Stoß-/Wurf-Disziplinen gewesen sein.

Norbert Demmel trumpfte im Wurf-Fünfkampf mächtig auf

(Dingolfing/Bad Honnef/Limburger Hof/Krefeld, 10. Juni 2014) Mit Walter Kühndel aus Dingolfing in Niederbayern und Roland Wattenbach aus Bad Honnef am Vater Rhein gingen gleich zwei in der Werferszene weithin bekannte Lampis-Mitglieder bei den vielen Veranstaltungen landauf, landab an Pfingsten unter die Organisatoren. Die herausragende sportliche Meldung kommt dabei aus dem Süden der Republik. Der einstige 8.000-Punkte-Zehnkämpfer Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching häufte beim Wurf-Fünfkampf im Dingolfinger Isar-Wald-Stadion formidable 4.236 Punkte in der M 50 an. Das ist natürlich neuer Bayrischer Rekord und liegt „lediglich“ 160 Zähler unter der deutschen Bestmarke, die Klaus Liedtke (*1941) bei der Senioren-WM 1992 im japanischen Miyazaki aufstellte. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass sich Demmel am 16. April 2014 bei der Moosacher Werferserie bei einem Sturz das dritte Daumenglied seiner linken (Wurf-)Hand brach und einige Wochen nur eingeschränkt trainieren konnte.
Den „amputierten“ Hammerwurf von 43,16 m (696 Punkte) einmal ausgeklammert, brachte der Manager eines Fitness-Studios in Unterhaching recht ausgewogene Leistungen. Seine absoluten Glanzlichter setzte er mit 15,17 m (961 P.) im Kugelstoßen und 53,42 m (966 P.) im Diskuswurf. Die letzt genannte Weite bedeutet, sofern mir keiner durch die Lappen gegan
gen ist, nach Weltrekordler Klaus Weiffenbach  (68,40m), Klaus Liedtke (63,58m), Klaus Albers (56,34m), Alwin Wagner (55,91m), Thomas Dresp (54,25m), Peter Speckens (54,10m) und Hubert Berger (53,86m) die achtbeste Leistung in der „ewigen“ deutschen Bestenliste der M 50. Und das als ehemaliger Zehn- und nunmehr Wurf-Fünfkämpfer. Das spricht für sich, müssen keine weitere Etikettierungen bemüht werden.
Walter Kühndel (*1952) vom gastgebenden TVD kam in seiner Doppelrolle als Veranstalter und Aktiver in der M 60 auf bemerkenswerte 3.800 Punkte, hatte erwartungsgemäß mit 51,83 m im Speerwurf sein punkteträchtigste Resultat. Es war mit 940 Zählern fast ein Viertel der gesamten „Miete“. Sein Klubkamerad Viktor Hansen (*1960) hatte als Zweiter der M 50 (3.547
P.) immerhin die Genugtuung die Disziplin-Wertungen gegen Demmel mit dem Hammer deutlich (48,30 m) und im Gewichtwurf knapp (16,43 zu 16,25 m) für sich zu entscheiden. Blieben noch die 50,13 m seines Bezwingers im Speerwurf nachzutragen.

Philipp Frech gewann den Wanderpokal

Es war heiß, viel zu heiß
– für die Schwergewichte unter den Leichtathleten. So könnte der Arbeitstitel für den 2.Joseph-Bellinghausen-Cup des TV Eiche Bad Honnef im Stadion Menzenberg lauten. Der Wanderpokal für die beste Tagesleistung ging an das bald 94-jährige Werfer-Urgestein Philipp Frech (*1920) vom Pulheimer SC. Der quasi auf zwei Hochzeiten tanzende Roland Wattenbach (*1955) von der LG Siebengebirge musste der Doppelbelastung Tribut zollen und unterlag im familieninternen Duell im Kugelstoßen seinem Sohn Stefan aus der M 30 hauchdünn mit 12,89 zu 12,95 m. Damit blieb der promovierte Physiker nach zuletzt 13,50 und 13,39 m erstmals in dieser Saison unter 13 Meter. Er wird es verschmerzen können, zumal sonst alles wie am Schnürchen lief. „Die Integration der paralympischen Sportler aus Leverkusen von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius, die fast drei Stunden bei uns war, hat sehr gut geklappt“, konstatierte Wattenbach senior nach der Hitzeschlacht. Die Siegerehrungen wurden vom im nahen Bonn wohnhaften ehemaligen Weltklasse-Kugelstoßer Fred Schladen (*1939) vorgenommen. -  Alle Resultate unter diesem Link.

Hessling und Zachrau ragten heraus

Mollig warm, verniedlicht formulier
t, war es auch beim 25. Senioren-Sportfest der TG Limburger Hof. Was den einstmals tomatenblonden, mithin hautempfindlichen Verfasser dieser Zeilen dazu veranlasste, sich nach dem ersten Kugelstoß-Versuch zu Ehefrau und Boxerhündin in den Schatten zurück zu ziehen. „Dann schon lieber ständiger Nieselregen wie beim Lampis-Werfermeeting“, brachte es mein langjähriger Sportfreund Hans Josef „Kugeljupp“ Weitz (*1946) vom Pulheimer SC auf den Punkt. Es drückte sich auch in seiner Weite von 11,75 m (jüngst 12,29 m) aus, womit er allerdings in der M 65 Gerhard Zachrau (11,63 m) von der TSG Mutterstadt bezwang. Die nicht nur metrisch besten Leistungen im Kugelstoßen gingen freilich auf die Konten von Stefan Hessling (*1969) vom LAC Saarlois mit 14,41 m in der M 45 und Ingrid Geil (*1962) vom TuS Niederneisen mit 12,18 m in der W 50. Die inoffizielle All-Star-Wertung im Diskuswurf entschied mit feinen 44,06 m Gerhard Zachrau für sich. Rolf Heinzmann (*1960) von der SG Walldorf Astoria kam in der M 50 dem  Polizei-Hauptkommissar i.R. mit 42,84 m recht nahe. – Hier geht es zur Online-Ergebnisliste.
Resultate von weiteren Veranstaltungen an den drei Pfingsttagen unter www.ladv.de .

Gipfeltreffen im Diskuswurf der M 60 diesmal an Gerd Sieben

(Essen/Krefeld, 20. Mai 2014) Gipfeltreffen im Diskuswurf der M 60, Klappe, die zweite. Gerd Sieben (*1950) vom ASC Dortmund revanchierte sich bei den Offenen Kreis-Seniorenmeisterschaften im Sportpark „Am Hallo“ in Essen gegen Johann Stein (*1951) vom TV Werther für die recht deutliche Niederlage (45,03 zu 47,32 m) beim Werfertag in Altena (wir berichteten). Sieben behielt diesmal mit  46,18 zu 45,78 m relativ knapp die Oberhand. Aber gewonnen ist gewonnen. Den nächsten direkten Vergleich gibt es voraussichtlich beim 5. Lampis-Werfermeeting an Christi Himmelfahrt im Uerdinger Bayer-Sportpark. Tendenz leicht fallend eine Altersetage höher die Leistung von Klaus Kynast (*1949), der 40,74 m in die Wertung brachte. Dafür steigerte er sich mit der Kugel, obwohl konkurrenzlos und nur einem „Opfer“ aus der M 60, auf 12,38m (zuletzt 12,07). Offenbar fehlt dem bekennenden Vielstarter nach der durch die Knieoperation kurz vor Weihnachten 2013 bedingte Zwangspause noch die sonst demonstrierte Wettkampfhärte. Mangels Ausschreibung der M 75 entschied Winterwurfmeister Heinrich Wolters (*1939) vom STV Hünxe den Diskuswurf der M 70 mit blanken 37 Metern für sich.
Derweil behauptete sich beim Speerwurf Reiner Görtz (*1941) vom ASV Süchteln mit 36,04 m und lediglich einem weiteren gültigen Versuch vor Manfred Guddeit (*1942) von SuS Annen, der keine „Fahrkarte“ fabrizierte, in der Spitze jedoch mit 34,54 m eineinhalb Meter weniger warf. Den bei sich selber gern gesehenen Ausreißer nach oben hatte in der gleichen Disziplin Jung-Vierziger Wolfgang Fuhrmann (*1974) vom LT DSHS Köln mit 48,44 m als Sieger der M 40.
Ohne aus der Fernsicht die Gründe zu kennen, ringt Kugelstoß-Spezialist Michael Perplies (*1962) vom SuS Bertlich noch um seine Form. Jene 12,58 m sind normalerweise ein besserer Standstoß für ihn. Dennoch reichten sie zu einem klassenübergreifenden Erfolg in der M 50/55. Joachim Büscher (*1957) vom ASC Düsseldorf dürfte dagegen – vorbehaltlich seiner bisweilen schwer nachvollziehbaren eigenen Einschätzung – mit den 12,02 m zufrieden gewesen sein. Der Rest war nämlich bis 11,04 m abwärts Asche.
Wenngleich wir keine Druckerschwärze verschwenden, schenken wir uns im Text die Resultate der reiferen Mädels in den zudem meist dünn besetzten Feldern. Sie fallen nahezu durchgängig unter das Qualitätssiegel „nicht erwähnenswert“. Nicht sehr charmant. Aber nun einmal die ungeschminkte Wahrheit. Freunde der Statistik mögen sich über dies und alles andere unter diesem Link selber überzeugen.

Packendes Hammerwurf-Duell zwischen Kynast und Huppertsberg


(Krefeld, 30. Mai 2014) Nur die Harten kommen in den Garten. Konkret in den des Bayer-Sportparks auf dem Löschenhofweg in Krefeld-Uerdingen. Viermal zuvor Eitel Sonnenschein jeweils am „Tag der Arbeit“. Doch die fünfte Auflage des Lampis-Werfermeetings gestern an Christi Himmelfahrt wurde zumindest von den äußeren Bedingungen von ausgewiesenem Sch…wetter überschattet (siehe auch den Beitrag unter Nachrichten), das sich leicht zur Spaßbremse hätte entwickeln können. Tat es aber nicht. Es war immer noch die weit überwiegende Mehrheit, bei einer freilich recht hohen Ausfallquote von 18,92 Prozent, die sich nicht abschrecken ließ. Der deshalb nicht kleinere Stab der Offiziellen machte schon von Amts wegen gute Miene zum bösen himmlischen Spiel. Ursprünglich war die Dusche erst nach getaner Arbeit vorgesehen. Dabei war in allen Punkten glänzende Vorsorge getroffen worden. Natürlich sieht der heimelige, von Bäumen gesäumte Werferplatz bei Sonnenschein schöner aus. Nichtsdestotrotz präsentierten sich die vier Wettkampfanlagen für Kugel (doppelt), Diskus und Hammer in einem Topzustand. Jörg Mahler, Technischer Leiter des Sportparks, markierte sogar kurz vor Wettkampfbeginn die vom nächtlichen Dauerregen verwaschenen Sektor- und Metermarkierungen mit dem Kreidewagen nach. Mehr Service im Interesse der Aktiven geht nicht!

Fred Schladen ließ Vernunft walten

Und sie dankten es mit unerschütterlicher Moral, unverdrossenem Einsatz und prima Leistungen bei häufig dreifacher Ausführung. Da ist es fast schon ein bisschen unfair, um hier keinen Börsenbericht mit Zahl an Zahl abzuliefern, sich ein paar Rosinen aus dem schmackhaften Kuchen herauszupicken. Natürlich hätten wir liebend gerne als Sahnhäubchen obendrauf einen neuen Weltrekord vermeldet. Doch da stand nun einmal das Wetter vor. Dem früheren Weltklasse-Kugelstoßer Fred Schladen (*1939) vom LC Bonn war es eingedenk seines imposanten Körpers (2,03 m groß) und noch nicht verinnerlichter Umstellung auf die Drehstoßtechnik auf dem feuchten Ring einfach zu riskant. So begnügte sich Fred mit der Rolle des interessierten Zuschauers – und Karl-Heinz Marg behält (vorerst?) in der M 75 die globale Bestmarke von 14,24 m.

Starkes Double von Johann Stein

  Das packendste und knappste Duell fand im Hammerwurf der M 65 statt. Der AK-Neuling Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund entschied es gegen den M70er in Lauerstellung, Hermann Huppertsberg (*1945) von der DT Ronsdorf, bei der Winzigkeit von zehn Zentimetern mit 49,20 zu 49,10 m für sich. Damit auch zugleich die Entscheidung um die beste Tagesleistung bei den Senioren. Hermann trug die eher seltene Niederlage im direkten oder mittelbaren Vergleich gegen Klaus mit Fassung. Zumal er aus dem Vorjahr diese Auszeichnung in seinem Trophäenschrank stehen hat.
Ein starkes klassisches Doubel lieferte „Regenspezialist“ Johann Stein (*1951; im Bild) vom TV Werther in der M 60 mit 14,33 m im Kugelstoßen (nach 14,43 m aus 2011 seine zweitbeste Leistung überhaupt) und 47,30 m (SBL 47,32 m) im Diskuswurf ab. Johann erhielt bei der Siegerehrung aus der Hand von Lampis-Gründervater Peter Holthuijsen ein T-Shirt mit schmuckem Lampis-Logo in XXL. Chef-Organisator und Bayer-Urgestein Axel Hermanns komme
ntierte es mit den Worten: „Da muss er noch ’reinwachsen – allerdings rückwärts.“ Mit dreimal X vor dem L war es nicht vorhanden.

Senior-Vater Philip Frech gab Lampis die Ehre
 
 Ganz findige Freunde der Statistik werden womöglich andere Leistungen bei den Seniorinnen als preiswürdiger ausgemacht haben. Stimmt! Die punktbeste Leistung ging auf das Konto von Brigitte Brunner (*1956) von der LG Troisdorf für 10,64 m im Kugelstoßen der W 55. Doch es war vorher über das Internet-Portal Lampis klipp und klar zum Ausdruck gebracht worden, dass Preise nicht mit der Post nachgeschickt und ausschließlich bei der abschließenden Siegerehrung verliehen werden. Das tat der Freude von Gabriele Weller (*1958) vom TV Unna indes keinen Abbruch, wie ihr strahlendes Lächeln einer „Regenkönigin“ auf dem Foto in unserer Nachrichten-Rubrik unschwer verheißt. Als gelernte Erzieherin kannte sie auch das entsprechende Wort, nämlich Ameisenscheiße, mit dem es sich herbei zaubern lässt, das Lächeln. Bleibt noch zu erwähnen, dass sie zuvor schon mit ihren 26,17 m im Diskuswurf sehr zufrieden war.
Den Titel Senior und lauter Senioren verdiente sich der im 94. Lebensjahr stehende Philipp Frech (*1920) vom Pulheimer SC. Standhaft wie eh und je, ausgestattet mit einer beneidenswerten geistigen und körperlichen Frische, bestritt der Wahl-Südafrikaner alle drei angebotenen Disziplinen. Seinem Ruf als ständiger Sonnenkönig bei halbjährlichem Wechsel der Kontinente schob Petrus allerdings einen Riegel vor. Scheinbar weit gereist ka
men Kugelstoßer Peter Kalveram (*1968) vom TV Fränkisch-Crumbach und Allrounderin Ingrid Junge (*1935) vom TV Bad Dürkheim daher. Doch Peter hatte privat in Duisburg zu tun und Ingrid besuchte ihren ebenfalls startenden Freund Felix Hoppe im von Krefeld nicht allzu fernen Wegberg. „Familien-Zusammenführung“ auf dem Sportplatz.

Besonderer Dank an das Organisationsteam

Flechten wir zu guter Letzt noch einen virtuellen bunten Girlandenkranz für diejenigen, die sonst nicht im Blickpunkt der veröffentlichten Wahrnehmung stehen, ohne die aber rein gar nichts gehen würde: Die Schieds-/Kampfrichter, Protokollführer sowie dienstbaren Geister bei der Bewirtung der Aktiven nebst deren Begleitung. Da das noch alles viel zu imaginär ist, nennen wir sie beim Namen. Für das Wettkampfbüro war uns mit Gisela Stecher das Beste gerade gut genug. Der weitere Dank gilt in alphabetischer Reihenfolge Werner Angermund, Jürgen Bongartz, Manfred Buchmüller, Gerd Bruckhaus, Ulla Fütings, Peter Holthuijsen, Elke Kröber-Hermanns, Maria Lang, Bernd Liebke, Heinz Peters und Karola Weitz. Dazu noch Hermann Huppertsberg und Hans Josef Weitz, die trotz eigener Aktivitäten bei Not am Mann zwischenzeitlich aushalfen. Abgesehen von einem kleinen Präsent für Gottes Lohn, der obendrein reichlich nass ausfiel. - Die Online-Ergebnisliste gibt es hier.       

DAMM-Überkreuzvergleich ging klar an NRW-Teams

(Krefeld, 13. Mai 2014) Nichts hinkt mehr als Überkreuzvergleiche. Denn die äußeren Bedingungen sind höchst selten bis überhaupt nicht vergleichbar. Das waren sie auch in diesem konkreten Falle nicht. Das ändert aber gerade bei der guten, alten DAMM nichts an den Fakten, sprich: Punktzahlen, die letztlich unter dem Strich stehen. Und da gab es in den sechs relevanten, identischen Altersklassen ein sattes 6:0, beim Tennis die Höchststrafe, des NRW-Team-Endkampfes am 01. Mai in Frechen gegenüber dem Offenen BLV DAMM Endkampf vergangenen Samstag in Dinkelsbühl. Denkbar knapp um den kleinstmöglichen Wert von einem Zähler ging es allein in der M40/45 zwischen der StG Rhein-Sieg (9.254) und der StG Würzburg (9.253) zu. Räumen wir der guten Ordnung und Fairness halber ein, dass im Mittelfränkischen so manches Ergebnis vom Winde verweht wurde. Die Brise von vorn im Sprint und von hinten beim Diskuswurf drückten natürlich auf die Leistungen, kosten unter Umständen noch sehr wertvolle Punkte bei der Endabrechnung: der Qualifikation oder eben nicht für das Bundesfinale am 06. September 2014 in der Ruhrmetropole Essen.

M 60 der LAC Quelle Fürth arg gebeutelt

Und wenn man schon kein Glück hat, kommt häufig noch Pech hinzu. Das ohnehin durch den Tod des Klubkameraden Karl Schrodi schon vorher moralisch gebeutelte M-60-Team des LAC Quelle Fürth beklagte beim 100-m-Lauf eine Oberschenkelzerrung ihrer „Allzweckwaffe“ Dieter Krumm (*1952). Mehr schlecht als recht quälte sich der 62-Jährige ins Ziel und durch drei weitere Disziplinen (Kugel, Weit, Staffel). Klären wir noch auf, was in unserer Kolumne „Das Wort am Sonntag“ angeschnitten wurde: Die Gäste-Mannschaften aus Hessen und Württemberg wurden außer Wertung eingereiht, wobei die LG BEC (Hessen) in der M 70 mit 6.464 Punkten vor der einheimischen LG LKr Aschaffenburg (6.447) als „Meister der Herzen“ einkam. Soviel abschlie
ßend zum Thema einer vermeintlich offenen Ausschreibung. Das bezieht sich augenscheinlich allein auf das Startrecht.
Um Titelehren ging es auch am gleichen Tag bei den Südbayerischen Hammer- und Gewichtwurf-Meisterschaften im Sportcenter am Seeweg in Zuchering. Bei den vornehmsten, da behandschuhten  Wurfdisziplinen schlugen auch einige Lampis-Mitglieder erfolgreich auf. So landete Viktor Hansen (*1960) vom TV Dingolfing einen Doppelsieg in der M 50 und entschied Albert Fichtner (*1944) vom TSV 1880 Wasserburg das Duell der Jung-Siebziger im Hammerwurf gegen seinen Moosacher Werferfreund Klaus Volkheimer (*1944) von der LG 90 Ebersberg-Grafing mit 42,14 zu 39,90 m für sich. – Alle Ergebnisse von beiden Veranstaltungen unter www.blv-sport.de.

Gelungene Rückkehr von Felix Mohr

Als Meeting mit familiärem Charakter war uns von Werferin Claudia Vollert (*1953) von der LG Radolfzell (LGR) das Sportfest im badischen Emmendingen für unseren Veranstaltungkalender schmackhaft gemacht worden. Wenn dann familiär wie kleiner Rahmen gedeutet wird, traf dieses Attribut bei weitestgehend sehr übersichtlichen Feldern bei den Senioren/innen zu. Auf sich selber bezogen war sie in der W 60 mit Diskus (26,05 m) und Speer (21,06 m) Alleinunterhalterin. Nach seinem vorjährigen Seuchenjahr feier
te Vollerts Klubkamerad Felix Mohr (*1943) als Doppel-Sieger im Kugelstoßen (12,70 m) und vor allem 44,84 m im Diskuswurf der M 70 eine gelungene Rückkehr in die verschieden großen Ringe. Der für die LGR startende Schweizer Hansruedi Stäheli (*1950) schaffte in der M 60 das gleiche Double mit 13,37 und 45,12 m. Die sehr krause Online-Ergebnisliste unter http://ladv.de/ergebnis/datei/16018 firmiert bei uns als „nicht empfehlenswert“. Für Pfadfinder/innen indes das pure Vergnügen.

Duell der amtierenden Meister an Johann Stein

Mitunter sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht, obwohl Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund rechtzeitig auf den Werfertag in Altena im Sauerland (03. Mai) hingewiesen hatte. Tragen wir also wenigstens die Resultate einiger Lampisianer nach. „Es gibt Tage, da wäre man besser zu Hause geblieben“, nahm uns Kynast die Kommentierung zu seinen Leistungen ab. Gemessen an seinen Ergebnissen vom Wurf-Fünfkampf in Bremen waren 12,07 m mit der Kugel, 42,01 m im Diskuswurf, 44,01 m mit dem Hammer und 15,43 m im amerikanischen Gewichtwurf dann für ihn eher durchgängig unter seinen Möglichkeiten.
Ein Schmankerl gab es dennoch. Das brisante Diskuswurf-Duell in der M 60 zwischen dem jeweils amti
erenden deutschen Winter- und Sommer-Meister buchte Johann Stein (*1951; im Bild) vom TV Werther gegen Gerd Sieben (*1950) vom ASC Dortmund mehr als deutlich mit 47,32 zu 45,03 m für sich. Stein verbesserte zugleich seine zwei Tage junge Saisonbestleistung aus Frechen um acht Zentimeter. Als einzige weibliche Vertreterin hielt Jutta Steinhanses-Kordt (*1951) von der LG Plettenberg-Herscheid  mit 9,72 m Kugel, 24,51 m Diskus und 27,91 m Hammer unsere Farben hoch. Damit probte sie gewissermaßen den Ernstfall für das gleiche Tripel bei unserem Meeting an Christi Himmelfahrt.