Trotz "Bremse" trumpfte Klaus Kynast zu Beginn mit 4.154 Punkten auf

(Altena/Übach-Palenberg/Sinzig/Krefeld, 13. April 2016) Ein Wettkampf ist kein Wunschkonzert. Das ist gleichermaßen eine Binsenweisheit wie die Tatsache, dass sich Anspruch und Wirklichkeit nicht beliebig in Einklang bringen lassen. Das ist allerdings zum Auftakt in die Freiluftsaison,  der am vorigen Wochenende bundesweit begangen wurde, eher unter Normalität abzuhaken. So haben wir es auch pauschal gestern in unserem Beitrag im Fenster Nachrichten beschrieben.
Eine regelrechte Zitterpartie erlebte „Mr. Fünfkampf“ Klaus Kynast (im Bild) vom ASC 09 Dortmund beim Werfertag im sauerländischen Altena. Der Wahl-Dortmunder aus Hagen pfefferte die beiden ersten Versuche im Hammerwurf aus dem Sektor. Beim alles entscheidenden finalen dritten Durchgang innerhalb der Mehrkampfwertung hatte der 66jährige Westfale sogar noch Glück im Pech. Denn der Griff oder Draht des Gerätes tuschierte den Ausgang des Schutzgitters, wurde dadurch zwar richtungweisend in den Sektor befördert, verlor aber andererseits an Drall und Fahrt. Die Folge: der 5-Kilo-Hammer landete bei 42,04m rund fünf Meter unter dem Standard. Den Beweis lieferte er gleich nach mit den sich anschließenden drei Versuchen der Einzelkonkurrenz: 47,77m in Durchgang vier.
Obwohl Kynast daran gemessen 141 Zähler liegen ließ, häufte er dank seiner Ausgeglichenheit in den vier weiteren Disziplinen (Kugel 12,37, Diskus 41,90, Speer 30,95, Gewicht 17,17m) mit 4.154 Punkten ein nationales Spitzenresultat für die M65 an und zugleich die beste Tagesleistung bei den Senioren. Alle Ergebnisse.

Sechs Rohrkrepierer von Peter Holthuijsen

Da ging es bei den mittlerweile traditionellen Frühjahrsveranstaltungen in
Übach-Palenberg bei Aachen und Sinzig am Rhein, die wir in unserem auszugsweisen Terminkalender beworben hatten, weitaus bescheidener zu. Selbst einige ausgewiesene Könner produzierten regelrechte Rohrkrepierer. So unter anderem Lampis-Gründervater Peter Holthuijsen (*1961; im Bild) vom SC Myhl, der als ehedem potenzieller 50-m-Diskuswerfer der M50 in seiner neuen Altersklasse mal gerade ein gültiges Würfchen von 33,35m zustande brachte. Es gibt Tage, da zieht man keinen Hering über den Teller, Einen solchen hatte "Peter der 1,98m Große" auf dem Werkssportgelände in Übach erwischt.
Dafür feierte sich der TV Sinzig bei den Offen Senioren-Wurfmeisterschaften des Kreises Ahrweiler auf einer anderen Netzseite selber. Da Lampis auch bildet, tragen wir unsererseits einen kostenlosen Deutschunterricht bei. Die Einzeldisziplin heißt Gewichtwurf und nicht Gewichtswurf, der Mehrkampf Wurf- und nicht Werfer-Fünfkampf. Wenn’s ein Trost sein sollte: damit befinden sich die Mittelrhein-Anrainer bis in Verbandskreise hinein in großer Gesellschaft.