Gelobt sei was hart macht: Paradebeispiele Kynast und Zachrau

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(Krefeld/Moosach/Nammen/Mutterstadt/Aachen, 25. September 2015) Arbeiten wir noch ein paar Baustellen ab, die infolge der urlaubsbedingten Beschränkung auf die tägliche Bedienung der Nachrichtenspalte liegen geblieben sind. Recht gut besucht war der saisonal siebte Teil der traditionellen Moosacher Wurfserie. Nicht von ungefähr. Einige Senioren/innen nutzten die  Abendveranstaltung am vergangenen Freitag als Durchlauferhitzer für die bayerischen Landesmeisterschaften im Wurf-Fünfkampf morgen in Bogen. Bernd Hasieber (*1944) vom TSV Unterhaching probte in der M70 gleich viermal den Ernstfall und lag ebenso häufig vorn. Dabei ragten seiner sportlichen Vorliebe entsprechend die Leistungen mit Hammer (44,82m) und Wurfgewicht (17,28m) heraus.
Einem kompletten Mehrkampf unterzog sich beim so genannten "Abwerfen" von Porta Westfalica auf der Sportanlage in Nammen der passionierte Fünfkämpfer Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund. Es war der zweite nach seiner Zwangspause, einem konventionell therapierten Bandscheibenvorfall, und der erste wieder jenseits der für ihn normalerweise obligatorischen 4.000-Punkte-Grenze. Exakt 4.022, die er trotz zeitweilig widriger Bedingungen (heftiger Regen) durch 46,07m Hammer, 12,03m Kugel, 39,86m Diskus, 27,65m Speer und 15,97m Wurfgewicht anhäufte. Der 66-jährige Wahl-Dortmunder aus Hagen wird morgen im hessischen Dietzhölztal erneut fünfmal in die „Bütt“ gehen. Gelobt sei was hart macht.
Das gilt in der Mutter aller Städte sowohl im übertragenen wie wirklichen Sinne. Die „Phoenixe“ veranstalteten bereits ihren 14. diesjährigen Werfertag (leider keine Ergebnisliste online verfügbar). Und da es bis Silvester es ja noch ein bisschen hin ist, werden sie irgendwann vermutlich reif sein für das Guinessbuch der Rekorde. Kaum vorstellbar, dass jemand auf dem Sektor noch mehr zu bieten hat. Für das beste Resultat sorgte der Chef-Organisator „himself“, Gerhard Zachrau (*1949) vom gastgebenden RKS Phoenix Mutterstadt. Der amtierende deutsche Meister der M65 erreichte 4.144 Zähler im Fünfkampf (42,75m, 11,56m, 46,20m, 30,70m, 16,28m). Und da nur fünf Disziplinen mit 15 Wettkampfversuchen, geschweige denn Einstoßen/Einwerfen, etwas für Weicheier sind, startete er mit den schwereren Geräten auch noch in der M55 (3.274 Punkte). Bei etwaigen Risiken oder Nebenwirkungen möge er seinen Arzt oder Apotheker fragen.
Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC stieß beim Abschluss-Werfertag der Aachener TG im Waldstadion „Am Chorusberg“ mit 13,69m Saisonbestleistung, wohlgemerkt aus dem Stand, und ließ den Diskus mit Drehung 44,64m weit fliegen.