Kugelstoßer Andy Dittmar feierte mit 18,28 m tollen Saisoneinstand

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(Ohrdruf/Mutterstadt/Krefeld, 29. Mai 2015) Besser ist Kugelstoß-Spezialist Andy Dittmar aus Gotha als "Senior" selten zuvor in eine Freiluft-Saison gestartet: Beim Pfingstmeeting in Ohrdruf erzielte der 40-Jährige mit seinem besten Versuch eine Weite von 18,28 Meter, sicherte sich damit in souveräner Manier den Sieg bei den Männern. Obendrein übertraf er vom Resultat seine eigenen Erwartungen deutlich. "Ich bin natürlich sehr zufrieden, aber auch etwas überrascht, dass es schon so gut lief und gleich drei Versuche jenseits der 18-Meter-Marke gelandet sind", meinte er resümierend. "Nach der erfolgreichen Hallen-Europameisterschaft im März im polnischen Torun mit der Wechselschritt-Technik hatte ich im Training zuletzt noch nicht so viele Angleitstöße gemacht, so dass ich mir für diesen Zeitpunkt der Saison so um die 17,50 Meter vorgenommen hatte."
Dass er dieses Ziel nun um 78 Zentimeter übertraf, stimmt „Big“ Andy optimistisch für sein Heimspiel beim 18. Gothaer Schloss-Meeting im Kugelstoßen, das am Sonntag, 19. Juli 2015 auf dem Programm steht. Zuvor will der "Sportler des Jahres 2014" im Landkreis Gotha noch mindestens drei weitere Wettkämpfe bestreiten: die Landesmeisterschaften in Gotha (28. Juni), einen Wettkampf seines alten Vereins in Eisenach (3. Juli) und die Deutsche Senioren-Meisterschaften in Zittau (12. Juli).
Keine Frage, dass der immer noch zur erweiterten deutschen Spitzenklasse bei den Männern gehörende Koloss aus Thüringen eine Zierde für die „Oldies but Goldies“ ist. Da drängt sich förmlich ein Überkreuzvergleich auf. Der im Sturzflug befindliche 21,35-m-Wunderknabe Thomas Schmitt (*1989) vom LT DSHS Köln erreichte beim 51. Internationalen Pfingstsportfest in Rehlingen als Siebter und Letzter 17,65m. Und das war noch eines der besseren Ergebnisse des 26-jährigen Studenten der Physik in jüngster Zeit. Irgendwie müssen die physikalischen Gesetze des Kugelstoßens für ihn umgeschrieben werden.
Inflationär im positiven Sinne geht es in der Mutter aller Städte zu. Der äußerst rührige RKS Phoenix Mutterstadt mit seinem Frontmann Gerhard Zachrau richtete an Pfingstsonntag schon seinen neunten diesjährigen Werfertag aus. Bei insgesamt guter Beteiligung machten sich diesmal die Senioren/innen rarer als üblich. Für das beste Ergebnis aus diesem Kreis sorgte der Chef-Organisator höchstpersönlich. Zachrau (*1949) sammelte im Wurf-Fünfkampf der M65 bemerkenswerte 4.140 Punkte. Seine dazugehörigen Einzelleistungen: Hammer 42,76, Kugel 11,48, Diskus 43,95, Speer 33,35, Gewicht 16,20m. Lutz Caspers (*1943) vom TV Alzey verfehlte in seiner Paradedisziplin Hammerwurf um fünf Zentimeter die begehrte 50-Meter-Marke. Das 4-Kilo-Gerät scheint zu leicht für ihn. Seine immer noch urige Kraft spielte der 72-Jährige dafür mit 20,68m im Gewichtwurf voll aus.
Weitere Ergebnisse: Gewichtwurf, M70: 2. Harald Oppermann (RKS Phoenix) 16,64m.
Diskus, W45: 1. Kristina Telge (TV Alzey) 32,34m, 2. Sabine Grißmer (VfL Sindelfingen) 29,62m; Hammer: 1. Telge 40,90m, 2. Grißmer 38,07m; Gewicht: Telge 13,39m.