Stubenkameraden Holthuijsen und Griesberg trumpften mächtig auf

(Mutterstadt/Moosach/Germering/Krefeld, 06. Mai 2015) Werden wir prosaisch, zitieren wir Schiller: Mit des Geschickes Mächten ist kein ew’ger Bund zu flechten. Darin konnten die Veranstalter in Mutterstadt und Moosach unisono einstimmen, denen das Wetter einen gehörigen Streich spielte. Der RKS Rhoenix Mutterstadt konnte am „Tag der Arbeit“ wenigstens in der ersten Abteilung die Offenen Deutschen LSW-Meisterschaften im Diskuswurf griechisch noch halbwegs normal abwickeln, zum angedockten Werfertag nach der Mittagspause setzte bei Dauerregen jedoch eine Art „Saalflucht“ bereits anwesender Athleten/innen ein. Die Oberbayern meldeten am Sonntag gar Land unter und mussten die nasse Vereinsflagge einholen. Gestern wurden zumindest die Rasenkraftsport-Wettbewerbe für einen elitären Kreis der nicht mehr Werktätigen nachgeholt.
„Mein Appartment-Mitbewohner von Latsch und ich werden den Westen in Mutterstadt würdig zu vertreten wissen“, hatte Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC vorher im Brustton der Überzeugung verkündet. Er hatte nicht zuviel versprochen. Peter Holthuijsen (*1961) vom SC Myhl gewann in der M50 überlegen den Diskuswurf-Dreikampf aus dem Stand mit 66,69m (3 kg 25,16, 3,75 kg 22,75 m, 5 kg 18,78m), Griesberg noch deutlicher den in der M60 mit 65,05m (26,13, 20,84, 18,08m).
Bernd Hasieber (*1944) warf in Moosach innerhalb des Dreikampfes den Hammer auf 42,83m, dicht gefolgt von seinen gleichaltrigen M-70-Konkurrenten Klaus Volkheimer (41,68m), beide vom ausrichtenden TSV Grafing, und unserem gelegentlichen Gastautoren Albert Fichtner (41,04m) vom TSV Wasserburg. Hasieber legte im zusätzlich durchgeführten Einzelwettbewerb mit 44,34m noch einmal ordentlich nach und drauf. Die für Grafing startende gebürtige Belgierin Margarete Tomanek (*1949) hatte bei ihren 36,23m nur sich selber zur Gegnerin. 
Wurf-Allrounder Norbert Demmel (*1963/M50) startete beim Germeringer Leichtathletik-Meeting in die Männer-Klasse herunter. Dabei belegte er im Kugelstoßen (7,26 kg) mit 13,39m den zweiten und im Diskuswurf (2 kg) mit 44,86m den dritten Platz. Beide Leistungen korrespondieren in der Relation nicht mit jenen 15,17 und 54,59m, die er kürzlich mit den altersgemäßen Geräten (6 und 1,5 kg) bei einem Werfertag in Zorneding erzielte. Allein an den schwereren, ungewohnten „Brocken“ kann es nicht gelegen haben. Aber auch nur knapp über 50-Jährige sind von der Tagesverfassung und dem Biorhythmus Schwankungen unterlegen. Die Form kann ihm innerhalb von ein paar Tagen wohl kaum abhanden gekommen sein. Wobei wir aus der Fernsicht zudem nicht beurteilen können, ob er diesen Wettkampf womöglich ohne Regenerationsphase aus dem vollen Training heraus bestritten hat. 
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