Oftmals sind uns für eine zeitnahe Berichterstattung die Hände gebunden

(Übach-Palenberg/Krefeld, 12. April 2022) Mittlerweile ist in diesen vermaledeiten Zeiten von Corona, nicht zu schweigen vom von Putin-Land angezettelten verheerenden Krieg in der Ukraine, so ziemlich alles ein bisschen anders als je zuvor. Unverändert ist indes, dass für eine zeitnahe, vernünftige Berichterstattung eine Ergebnisliste benötigt wird. Bevorzugt eine solche, die im Internet hinterlegt ist und sich für ausgewiesene Freunde der Statistik zur Abbildung des gesamten Spektrums verlinken lässt. Oftmals sind uns in dieser Hinsicht förmlich die Hände gebunden. Bislang Fehlanzeige beim Frühjahrswerfertag vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach Palenberg vorigen Samstag. Jener Klub, den die verstorbene Werfer-Ikone Peter Speckens (*28.05.1935, 09.11.2019) nicht nur als damaliger Werksleiter der Maschinenfabrik im Veineinsnamen gründete, sondern durch seine herausragenden Erfolge auch weit über die Stadtgrenzen hinaus berühmt machte.  

Eine Rückkehr an die Stätte seines "Jahrtausendstoßes"

Bescheiden wir uns notgedrungen damit, was uns auf dem kleinen Dienstweg durch den direkten Kontakt bekannt wurde. Denn zumindest mit dem Wurfplatz gleich neben dem Werksgelände von Sulzer (früher Schlafhorst) hat Thomas Muschkat unter seinem Geburtsnamen Schmitt eine besondere Verbindung. Dort katapultierte sich der seinerzeit 26-jährige Wahl-Kölner (im Bild) aus Kerpen zum selben Anlass im März 2015 mit einem „Jahrtausendstoß“ von 21,35m in die Geschichtsbücher. Daran kann und will der 166 Kilo schwere 2,03-m-Hüne nicht mehr gemessen werden. Der in Ahaus im Münsterland lebende, beruflich bedingt bald nach Aachen übersiedelnde und im September Vaterfreuden entgegensehende jetzt 33-jährige Drehstoßinterpret betreibt das Handwerk mit Sportgeräten als lupenreiner Feierabendsportler allein noch aus purem Vergnügen sowie der Fitness wegen.  
Dafür konnten sich jene 17,12m mit der Kugel durchaus sehen lassen. Das bringt ihm in der freilich noch sehr frühen DLV-Saisonbestenliste den dritten Platz in der Männer-Klasse ein. Zufrieden war er auch mit den Leistungen in seinen Randdisziplinen von 38,90m im Hammerwurf und 47,22m mit dem Diskus. Allerdings war, wie er selber konstatierte, beim abschließenden Steinstoßen „die Luft raus“. Da gelangen dem amtierenden deutschen Hallenmeister von 2022 in Erfurt (10,38m) lediglich für ihn unterbelichtete 9,23m mit dem 15 Kilo schweren Eisenquader.
Noch ein bemerkenswertes Resultat, dass wir „unter dem Radar“ erfahren haben: Hammerwerferin Sina Mai Holthuijsen (*1996) vom SC Bayer 05 Uerdingen steigerte ihre bisherige Saisonbestweite um fast zwei Meter auf 57,03m. Und das bei dem da noch herrschenden Regen und lausigen neun Grad. Das Wetter sollte allerdings im weiteren Verlauf besser werden, sogar die Sonne ließ sich blicken.
Fußnote: Der Link für die Online-Ergebnisliste wurde uns nach Fertigstellung des Beitrages vom Verein übermittelt.