Diskuswerfer Daniel Jasinski mit imponierender Darbietung

(Schönebeck/Krefeld, 27.Mai 2021) Es ist von jeher eine zweischneidige Angelegenheit, in Vorschauen irgendwelche Erwartungen wecken zu wollen. Insbesondere der Ankündigung an sich avisierter Athleten von Rang und Namen. Manchmal auch solcher mit verbleichendem Ruhm vergangener Tage wie beim doppelten Kugelstoß-Exweltmeister David Storl (*27.07.1990) vom SC DHfK Leipzig. Was den 30-jährigen Familienvater mit zwei eigenen Kindern diesmal an einen Start gehindert hat, ist uns nicht bekannt. Jedenfalls erschien er beim 15.SoleCup gestern in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) nicht im Ring. Aber wenigstens der Diskuswurf der Männer hielt, was er vorher nach der oftmals strapazierten und bisweilen trügerischen Papierform versprach.

Es ist auch jenseits der Dreißig noch ein „Hausrekord“ möglich

Dazu war am Beispiel des erfolgreichen Daniel Jasinski (*05.08.1989) vom TV Wattenscheid zudem zu sehen, dass auch jenseits der Dreißig noch Verbesserungen möglich sind. Der in ähnlicher Lebenssituation stehende und sogar noch nahezu ein Jahr ältere 2,07-Meter-Hüne stellte es eindrucksvoll unter Beweis. Bei keineswegs idealen Windverhältnissen einer so genannten Segelwiese übertraf der von seinem kurz Miro genannten Vater Miroslaw, selber eine ehemaliger Kugelstoßer und Diskuswerfer, trainierte erwachsene Spross seine bereits fünf Jahre alte Bestmarke von 67,16 um 31 Zentimeter auf 67,47m. Imponierend auch seine sehr stabile Serie auf famosem Niveau mit in dieser Reihenfolge 64,18, 64,73, x, 65,00, 63,71, 67,47m. Alle Achtung!
Außer dem Bronzemedaillen-Gewinner (67,05m) der letzten turnusmäßigen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro haben mit Clemens Prüfer (SC Potsdam), David Wrobel, Martin Wierig (beide SC Magdeburg), Olympiasieger Christoph Harting (SCC Berlin) noch vier weitere Werfer die Olympianorm von 66 Metern bereits in dieser Saison oder aus den beiden Vorjahren erfüllt. Als möglicher Kandidat kommt noch der gestern auf 65,26m verbesserte Henning Prüfer (SC Potsdam) hinzu.

Einer „heißer Tanz“ eines Sextetts um drei Flugtickets

Das verspricht bei der DM der Männer Frauen am übernächsten Wochenende in Braunschweig, wo schon im Vorjahr die Titelkämpfe mit angeblich weltweiter Strahlkraft stattgefunden haben, ein ganz „heißer Tanz“ eines Sextetts um die drei Flugtickets nach Tokio zu werden. Bleibt die Einschränkung, ob nicht alles für die vielzitierte Katz‘ sein wird (siehe Kolumne im Fenster Nachrichten).
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