Ryan Crouser übertraf als dritter Kugelstoßer der Welt die 23-m-Marke

(Tucson in den USA/Krefeld, 23. Mai 2021) Einen absoluten Knaller gab es gestern beim „Elefantenbullen-Treffen“ der momentan beiden weltweit herausragenden Kugelstoßer im Rahmen des „USTAF Throws Festival 2021“ im Drachman Stadium in Tucson/Arizona. Ryan Crouser stieß im letztlich erfolgreich gestalteten Duell mit seinem bislang die Weltrangliste (22,72m) anführenden us-amerikanischen Landsmann „Joe“ Kovacs im fünften Versuch 23,01m (siehe Video) und näherte sich dem Weltrekord von Randy Barnes (ebenfalls USA) bis auf elf Zentimeter.
Damit übertraf der 28-jährige US-Boy als nunmehr dritter Kugelstoßer die 23-Meter-Schallmauer, die sich mittlerweile 31 Jahre lang als schier undurchdringliches Bollwerk erwiesen hatte. Vor ihm haben das Ulf Timmermann aus der damaligen DDR am 22.Mai 1988 in Chania auf Kreta (Griechenland) mit 23,06m und eben Barnes am 20.Mai 1990 mit 23,12m in Westwood (USA) geschafft. Aufmerksamen Lesern wir jetzt auffallen, die anderen erfahren es sogleich, dass die Tagesdaten dieser drei Resultate sehr dicht zusammenliegen. Halt der viel beschriebene Wonnemonat Mai.
Crouser, bei dem nach seinem Überding noch nicht die Luft raus war und im finalen Versuch 22,86m ereichte, nahm dem zweitplatzierten Kovacs (22,04m) fast einem Meter ab. Dritter wurde Darell Hill (USA) mit 21,88m vor dem Neuseeländer Tomas Walsh (21,66m). Sieben Schwergewichte unter den Leichtathleten stießen jenseits von 21 Metern. Für den Eintritt ins Finale des 14-köpfigen internationalen Starterfeldes waren 20,53 Meter erforderlich.
Noch am Rande der Bande erwähnt, dass Crouser als Sieger, nicht wegen der formidablen Weite, ein Preisgeld von 2.500$ kassierte. Danach gab's abgestuft bis zum fünften Rang 1.750, 1.500, 1.000 und 750 Dollar. Und das bei einer offiziellen Veranstaltung des Verbandes. Andere Länder, andere respektive bessere Sitten und Gebräuche.