Hermann Albrecht erzielte quasi in einem Rutsch vier deutsche Rekorde

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(Ludwigsburg-Oßweil/Krefeld, 16. Juli 2020) Ein bisschen fremd, rein sportlich gesehen, ging Hermann Albrecht (*06.04.1940; im Bild) von der SpVgg. Satteldorf. Der Jung-Achtziger startete für den VfL Waiblingen bei einer Veranstaltung im Rasenkraftsport (RKS) in Ludwigsburg-Oßweil mit dem sehr seltsamen, geradezu hanebüchenen Arbeitstitel Corona Test-Wettkampf. Es wurde jedoch nicht auf die neue Geißel der Menschheit getestet, sondern es handelte sich vielmehr um den klassischen Dreikampf aus Hammer-, Gewichtwurf (unter RKS-Bedingungen) und Steinstoßen. Der „Herminator“ erzielte dabei in der Altersklasse 6 (ab 80 Jahre) und Klasse bis 80 Kilo Körpergewicht (er brachte lediglich 70,4 kg auf die Waage) nicht weniger als drei deutsche Senioren-Rekorde. Als da wären 48,91m im Hammerwurf für die Leichtathletik (bisher er selber mit 47,90m als noch 79-Jähriger in der M80 bei der Winterwurf-DM 2020 in Erfurt) und im RKS, 25,85m im Gewichtwurf im RKS und 2.713 Punkte im Dreikampf. Der wurde komplettiert durch 10,99m im Steinstoßen (siehe Ergebnisliste).
Hermann schlüpft Samstag wieder in sein Satteldorfer Trikot, geht beim Wurf-Fünfkampf in Osnabrück an den Start. Obwohl dort laut ohnehin sehr dürftiger, hemdsärmeliger Ausschreibung heute 00:00 Uhr erst Meldeschluss gewesen wäre, wurde inzwischen ein Hinweis geschaltet, dass die wegen Corona reduzierten Teilnehmerfelder bereits gefüllt sind. Nachfragen ergo zwecklos. Haben wir das mit unserem ausgeprägten Helfersyndrom bei der Gelegenheit gleich mit geklärt, hätten uns die gestrige Werbebotschaft im Fenster Nachrichten getrost schenken können.