Einweihung des Hammerwurfkäfigs von Blitz und Donner begleitet

(Zuchering/Zülpich/Passau/Potsdam/Krefeld, 01. August 2014) Der Hammerwurfwettkampf anlässlich der Einweihung des neuen Zuche-Rings am 30. Juli 2014 begann, wie er endete: Mit einem Donnerschlag. Den ersten lieferte der 24-jährige Johannes Bichler von der LG Stadtwerke München durch eine Weite von 67,43 m und der zweite, untermalt mit Blitz und Platzregen, beendete die Veranstaltung vorzeitig. In der Zeit dazwischen boten Viktor Hansen (M 50) vom TV Dingolfing mit 50,64 m und Michael Kriener (M 35) von der LG ESV Augsburg / TSV Neusäß mit 50,03 m ein spannendes, altersklassenübergreifendes Duell. Kurz vor dem ersten Blitzeinschlag schleuderte Viktor Hansen das 11,34 Kilogramm schwere Wurfgewicht noch auf 16,48 m. Alle Ergebnisse sind unter diesem Link hinterlegt.
Nachdem in den vergangenen Wochen das für 5.000 Euro angeschaffte neue Schutzgitter in 150 Arbeitsstunden errichtet worden war, opferte Andreas Zenker, Lehrer am Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg, seinen ersten Ferientag für die Vorbereitung und die bestens organisierte Durchführung der Veranstaltung, unterstützt von seinem Vater und Leiter der Leichtathletikabteilung des SV Zuchering, Wolfgang Zenker.
Erst das Zusammenwirken von Verein, Leichtathletik- und Rasenkraftsportabteilung, der Stadt Ingolstadt, privaten Sponsoren und des Bayerischen Rasenkraftsport- und Tauziehverbands (BRTV) ermöglichte den Kauf des Schutzgitters, wobei sich der BRTV den SV Zuchering damit auch als Ausrichter zukünftiger Meisterschaften gewogen machte.
Speerwerfer Robert Andorf (M 50, Saisonbestleistung 54,69 m) versagte sich den Griff zum Hammer und sorgte zusammen mit seiner charmanten russischen Gattin dafür, dass alle Teilnehmer die geleerten Energiedepots in Form von Gegrilltem und Getränken wieder auffüllen konnten.

Herbert Mussinghoff sehr konstant


Noch eine kleine Nachlese aus unserem Bereich, die logischerweise keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Bei einem Springer- und Werferabend in Zülpich bei Euskirchen unterstrich Diskuswurf-Spezialist Herbert Mussinghoff (*1949) vom Team Voreifel mit 45,92 m seine sehr konstante Form auf diesem Niveau. Die „Deutschen“ in Erfurt einmal ausgeklammert, bei denen es dennoch zum Titel in der M 65 reichte und alle die Seuche an den Fingern hatten. Peter Holthuijsen (*1961) vom SC Myhl wurde drei Altersetagen tiefer in der M 50 von den unaufmerksamen Feldkampfrichtern um eine bessere Weite gebracht, als jene 43,56 m, die in die Wertung eingingen. Am Wettkampf beteiligte Athleten haben den Abdruck gute und gerne zwei Meter weiter ausgemacht. Tröstlich, dass der 52-jährige Lampis-Gründervater nicht um eine Saisonbestleistung geprellt wurde. Ärgerlich bleibt es dennoch. „Nie mehr Zülpich“, lautet verständlicherweise seine Konsequenz. Es soll übrigens nicht die einzige Verfehlung des gemischten Doppels gewesen sein. Eine schlechtere Werbung gibt es nicht. Unsererseits werden wir Zülpich nicht mehr in den Veranstaltungskalender aufnehmen.
Nicht sehr hochklassig, jedoch ungemein spannend ging es im Speerwurf der M 65 zu. Die drei Erstplatzierten waren gerade einmal um 33 Zentimeter getrennt. Heinrich-Wilhelm Ott (*1948) vom Pulheimer SC hatte mit 41,72 m das bessere Ende für sich. Damit lag er lediglich um Streicholzlänge vor dem höher eingeschätzten Jürgen Dannenberg (*1949) vom ASG Elsdorf, der 41,67 m warf und nach drei Versuchen abbrach. Alle Resultate gibt es hier.

Maryniak hängte den Olympiasieger ab


Lokalmatador Helmut Maryniak (*1968) vom 1. FC Passau sorgte beim 3. Abendsportfest seines Klubs im Dreiflüssestadion mit 48,04 m als Sieger im Diskuswurf der Männer (!) für die herausragende Leistung aus Senioren- und Werfersicht. Der für die EM gemeldete Niederbayer erzielte damit zugleich eine Weite, die hier zu Lande seit Jahren nicht mehr in der M 45 erreicht wurde und rangierte sich in der „ewigen deutschen Bestenliste“ unter die „Top Ten“ ein. Immerhin noch vor dem Olympiasieger von 1984, Rolf Danneberg (*1953) von der LG Wedel/Pinneberg, der 1998 die 2-Kilo-Scheibe auf 47,37 m beförderte.
Gerne hätten wir auch vom Werferabend des SV Lok Potsdam berichtet, auf den wir im Fenster Veranstaltungen hingewiesen haben. Doch unter seiner Internet-Adresse
www.lok-potsdam.de sind immer noch keine Ergebnisse veröffentlicht.