NRW Winterwurf: Meldeergebnis gegenüber dem Vorjahr exakt verdoppelt

(Düsseldorf/Krefeld, 18. November 2022) Ganz den inflationären Zeiten angemessen, erleben die Offenen NRW-Winterwurfmeisterschaften der Ü30-Generation morgen (Beginn 10 Uhr) im Arena-Sportpark in Düsseldorf im positiven Sinne eine geradezu explosionsartige Steigerung. Exakt eine Verdoppelung, wobei das vorjährige Ergebnis mit 50 Gemeldeten (36 Männer, 14 Frauen) allerdings ausgesprochen und außergewöhnlich schwach war. Diesmal sind es 100 Startwillige (68/32) aus 59 Vereinen mit insgesamt 175 Nennungen. Das sind Zahlen, wie sie sie gemeinhin vor Corona knapp über dem dreistelligen Bereich in Leichlingen waren. Seinerzeit jedoch noch mit Kugel, Gewichtwurf und Wurf-Fünfkampf im offiziellen Rahmenprogramm. Das reichert der örtliche Ausrichter TV Angermund in eigener Regie mit Kugelstoßen an. Insofern gibt es beim Zeitplan kein einheitliches Konzept, sind von Mehrfachstartern in den Langwürfen Diskus, Speer und Hammer (1,75 im rechnerischen Schnitt) Abstriche zu machen und ist von den Protagonisten Verständnis aufzubringen. Es allen recht zu machen, ist ohnehin eine Kunst die keine/r kann.

Zeitplan-Gestaltung stieß aufgrund der hohen Meldezahlen an ihre Grenzen

Auch die für ihre Athleten-freundliche Art bekannte und geschätzte Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild), eine Zierde ihrer Zunft, vom federführenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) nicht. Bei der Zeitplan-Gestaltung stieß sie aufgrund der Massen und der erforderlichen Abwicklung bis zum Beginn der Dämmerung an Grenzen. „Es war leider unvermeidlich, einige Wettbewerbe in größeren Gruppen zusammenzufassen“, erläuterte sie im Gespräch mit LAMPIS.
Noch ein bisschen Zahlensalat für ausgewiesene Freunde der Statistik: In Summe sind dies 68 Gemeldete beim Diskuswurf, 59 mit dem Speer und 48 beim Hammerwurf. Die meldestärkste Klasse bei den Männern ist per Saldo die M60 mit 22 Gemeldeten vor der M55 mit 20. Bei den Frauen ist es die W50 und 55 mit je neun. Meldestärkste Disziplin ist der Diskuswurf der M60 mit neun potenziellen Teilnehmern und mithin dem einzigen Filterverfahren im Vorkampf. „Stubenälteste“ sind der 90-jährige Wilhelm Bexkens (*1932) von der LG Stadtwerke Hilden und die 85-jährige Brita Kiesheyer (*1937) vom CSV Marathon Krefeld, die alle drei Meisterschaftsdisziplinen bestreiten und mangels Angebot eine Klasse tiefer antreten müssen. Für die Krefelderin nicht von Belang, derweil sie buchstäblich konkurrenzlos ist.
Alle weiteren Details bei Interesse in der Meldeliste nach Klassen und Disziplinen. Nebenbei bemerkt: Die Etikettierung
Offen" nutzten lediglich fünf Athlet*innen aus Hessen (2), Berlin, Thüringen und der Pfalz. Das angrenzende Rheinland ist hingegen nicht vertreten. Offenbar Diaspora beim Wurf.