Schauplatz und Termin für Senioren-DM 2021 sollen bereits feststehen

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(Baunatal/Krefeld, 07. Juni 2021) Ob es beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) im Wolkenkuckucksheim in Darmstadt noch unter Gekodos (= Geheime Kommandosache) firmiert, ist uns nicht bekannt. Was wir jedoch bei unserer weithin sehr guten Vernetzung mit absoluter Bestimmtheit aus verschiedenen voneinander unabhängigen Quellen wissen, dass ein Hoffnungsschimmer am stockfinsteren Firmament der Senioren-Leichtathletik leuchtet. Es sollen im Jahr zwei von Corona tatsächlich Deutsche Einzelmeisterschaften für die Ü35-Generation stattfinden. Schauplatz und Datum sickerten mit dem hessischen Baunatal vom 10. bis 12.September 2021 ebenfalls bis zu uns durch. Soweit erst mal die aller Voraussicht nach höchst erfreuliche Nachricht.

Ein ziemlich wahlloses Streichkonzert

Weniger prickelnd hingegen, dass bei den wettkampfmäßig restlos „unterzuckerten“ Talenten von gestern und vorgestern zur Minimierung der Gesamt-Teilnehmerzahl deutlich unter 1.000 das Programm radikal gestutzt werden soll. Das heißt im „angedachten“ Klartext, dass von 17 Disziplinen derer „Sieben auf einen Streich“ dem kreisenden Rotstift zum Opfer fallen sollen. Als da wären: 200, 800, Hürdensprint, Langhürden, Hammerwurf, Stabhochsprung und 4 x 100-m-Staffel. Das wird bei den buchstäblich Betroffenen Heulen und Zähneknirschen sowie die Frage auslösen, ob es zu diesem „Modell“ keine Alternativen gab/gibt und hier das erwachsene Kind mal wieder mit dem Bade ausgeschüttet wird?! Keinen tieferen Sinn macht es beispielsweise die 200 Meter zu streichen, da die Aktiven mit dem 100-m-Sprint quasi identisch sind. Traditionell nicht so stark frequentiert sind der Hammerwurf und noch mehr der Stabhochsprung. Das Einsparpotenzial hier wie da ist also eher gering.

Letzte Wort sollte noch nicht gesprochen sein

Jedenfalls sollte das letzte Wort in dieser Hinsicht unter Einbeziehung der gewählten DLV-Seniorensprecher Lidia Zentner und Heiko Wendorf noch nicht gesprochen sein. Klar: Es allen recht zu machen, ist eine Kunst, die keiner kann (davon können wir auch ein Lied singen). Aber mehr oder weniger wahllos, unreflektiert und uneffektiv bestimmte Gruppen mit einem höchst bitteren Beigeschmack der Diskriminierung auszusondern, ist sicherlich auch keine gangbare, noch weniger akzeptable Lösung. Vielmehr denkbar wäre es, wie schon mal angedacht und von uns berichtet, eine „Gewaltenteilung“ der Titelkämpfe in Sprint/Lauf/Sprung einer- und Stoß/Wurf andererseits. Oder eine Heraufsetzung der mitunter für eine DM sehr großzügigen Normen.

Es gibt gewiss andere Lösungsmodelle

Doch was mische ich mich ein? Daran sollen gefälligst die haupt- und ehrenamtlichen Verantwortlichen gewissenhaft arbeiten. Dafür werden diese Dienstleister schließlich bezahlt respektive haben sich für bestimmte Aufgaben wählen lassen und damit ein ehrenvolle Pflicht zum Wohle ihrer Schutzbefohlenen zu erfüllen. Ein bisschen Engagement und Leidenschaft für die Sache sollte schon mit im Boot sein.