Noch zwei weitere Senioren-Meisterschaften anno 2021 denkbar

(Zella-Mehlis/Erfurt/Darmstadt/Krefeld, 08. Juni 2021) Mit heuchlerischen Pseudo-Veranstaltungen virtueller Themenabende versucht der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die von ihm gemeinhin geringschätzig behandelten Talente von gestern und vorgestern bei Laune und deren Füße still zu halten. Sie nennen es „Handlungsfeld“. Das liegt jedoch immer noch, genau wie bei „König Fußball“, auf dem Platz. Glücklicherweise schluckt nicht jeder Senior willfährig die dargebotene Kröte. Der bevorzugt Mittelstrecke und Staffeln laufende Roland Elsner (M75) von der LG Bec in Hessen fasste mal in der ihm eigenen Hartnäckigkeit nach, nahm zunächst Kontakt mit der DLV-Seniorensprecherin Lidia Zentner (im Bild) aus Pforzheim auf. Sie behauptete, dass sich keine Ausrichter finden würden und deshalb im Jahr zwei von Corona nur eine nationale Senioren-Meisterschaft geplant sei (das war weit vor unserem gestrigen Beitrag zur möglichen DM in Baunatal).

„Eiserne Roland“ ließ sich nicht einfach abwimmeln

Damit gab sich der „Eiserne Roland“ jedoch nicht zufrieden, dass ringsherum unterhalb der Ü35 fast das komplette Meisterschaftsprogramm stattfindet, jedoch so gut wie nichts in den Altersklassen angeboten wird. Aufgrund eigener Erfahrungen in jeder Beziehung sehr angetan von den Langstaffel-Titelkämpfen in der Sportarena „Schöne Aussicht“ in Zella-Mehlis (Thüringen) fragte er bei Günter Karl nach, dem sehr engagierten Vorsitzenden des dortigen TSV. Und siehe da, der rührige, allenthalben und allerorten Lob für seine inzwischen mehrfach ausgerichteten Meisterschaften im Mehrkampf und Wurf-Fünfkampf mit Langstaffeln einheimsende Klub hat sich im Zusammenspiel mit dem Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) in der Landeshauptstadt Erfurt hochoffiziell für die Durchführung dieser beiden Titelkämpfe, wohlgemerkt für 2021, beim DLV mit der von ihm stets verlangten bürokratischen „belastbaren“ Absichtserklärung" beworben. Mit ihrer Falschaussage von Elsner via E-Mail konfrontiert, verstummte sinnbildlich die Frau mit dem 50 Kilogramm schweren Nachnamen. Nicht die landsmannschaftlich wahlweise angenommene feine hessische Art der gebürtigen Polin.

Morgen wird über die Bewerbungen beraten und befunden

Gerade deswegen für uns die Steilvorlage, gestern Nachmittag den heißen Draht zum männlichen Seniorensprecher Heiko Wendorf aus Neustädt in Thüringen glühen zu lassen, der nicht nur räumlich ganz nah am Geschehen und der Höhe der Zeit ist. Der umtriebige 50-jährige Wirtschaftsjurist zeigte sich (erwartungsgemäß) wesentlich besser informiert, konnte alles zuvor zur Sache Geschilderte bestätigen. Und darüber hinaus noch, dass morgen eine vom hohen Hause in Darmstadt koordinierte digitale Landesseniorenwarte-Konferenz über die rhetorische Bühne geht, die über die Bewerbung beraten und befinden wird.
Möglicherweise dürfen die Senioren und *innen am Ende gleich über drei diesjährige Meisterschaften in einer späten Saison jubilieren. LAMPIS bleibt selbstverständlich am Drücker. Versprochen!