Ein Signal mit Wirkung? Nordkorea verzichtet auf Olympische Spiele

(Pjöngjang/Tokio/Krefeld, 07. April 2021) Werfe einen Stein in ein ruhendes, stilles Gewässer und er wird unweigerlich kleine Wellen verursachen. Ob der nachfolgende Vorgang Signalwirkung haben kann und einen Boykott-Tsunami auslöst, sei zunächst einmal dahingestellt.
Jedenfalls berichtete das Internet-Portal der Tagesschau gestern, dass die – vermeintliche – Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) des diktatorischen Allmachtinhabers Kim Jong-un (er ging sinnigerweise in der liberalen, unabhängigen Schweiz zur Schule) auf eine Teilnahme an den Olympischen (Nachhol-)Spielen vom 23.Juli bis 08.August 2021 im quasi benachbarten japanischen Tokio verzichtet. Es gelte „
unsere Athleten vor der weltweiten öffentlichen Gesundheitskrise zu schützen, die durch Covid-19 verursacht worden ist“ lautet die beileibe nicht abwegige Begründung des Sportministeriums.

Olympische Geister-Spiele noch weniger vorstellbar als beim Fußball

Das Land in Ostasien mit seinen 25,67 Millionen Einwohnern hat sich bereits seit 20.März 2020 durchgängig von der Außenwelt abgeschottet. Wenn’s denn stimmt, würde es dort kein Corona geben. Zumindest werden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Fallzahlen gemeldet. Nunmehr gilt es zweierlei abzuwarten: Ob die Sommerspiele überhaupt stattfinden (Skepsis ist weiterhin geboten) und wenn ja, inwieweit Nordkorea die erste und zugleich letzte Nation bleibt, die diesem eh amputierten, an sich größten sportlichen Völkerfest fernbleibt?
Große Vorfreude kommt so oder so nicht auf. Olympische Spiele ohne fröhliche, friedliche, begeisterungsfähige Zuschauer aus aller Welt, die den modernen Gladiatoren zujubeln, sind schwerlich vorstellbar und ein Stimmungskiller der nicht zu überbietenden Extraklasse.
Dagegen sind Fußball-Geisterspiele bei den Millonarios in kurzen Hosen geradezu Kinder-Geburtstage.

LV Nordrhein misst beim Streichkonzert mit zweierlei Maß

(Ludwigshafen/Köln/Duisburg/Krefeld, 06. April 2021) Es ist ein bisschen wie in der hohen Corona-Politik. Dort gibt es trotz gemeinsamer Beschlüsse keinen Einheitsbrei für alle Bundesbürger, kochen die Damen und Herren Ministerpräsidenten*innen der 16 Bundesländer nach dem in diesem Falle bei aller gebotenen Vorsicht nicht mehr nachvollziehbaren, unseligen föderalistischen System munter ihr eigenes Süppchen. Da dürfen beispielsweise dank Landesmutter Malu Dreyer (SPD) die Menschen in Rheinland-Pfalz am Rheinufer in Ludwigshafen in der Außengastronomie bewirtet werden, rund 250 Kilometer stromabwärts im nordrhein-westfälischen Köln jedoch nicht. Wo soll da der gewaltige, verhindernde Unterschied sein? Die Emissionswerte der Luft etwa? Der Chemiekonzern kommt erst ein paar Kilometer später in Leverkusen (Bayer), den Ludwigshafen (BASF) indes beherbergt.

LVN sollte seine Daseinsberechtigung mal überpfüfen

Doch es geht noch jecker, obwohl Karneval, das freilich nicht wirklich stattgefunden hat, und der 01.April schon vorbei sind. Der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) mit Sitz im ebenfalls am Vater Rhein liegenden Duisburg misst auf seinem Hoheitsgebiet beim Streichkonzert auf dem Veranstaltungssektor sogar mit zweierlei Maß. Was bei der Jugend geht, ist bei den Senioren noch lange nicht machbar. Bei den Teens und Twens wird am Termin 05./06.Juni 2021 der LVN-Meisterschaften festgehalten, derweil die Ü30-Titelkämpfe lediglich zwei Tage vorher in Euskirchen bereits abgesagt worden sind. Ein Alternativtermin (04./05.September) würde geprüft. Wie großzügig. Jetzt werden sie uns wahrscheinlich weismachen wollen, dass es sich um eine reine Schutzmaßnahme für die Risikogruppen ab M/W60 handeln würde. Nonsens: Diese Altersklassen sind jedoch teilweise schon jetzt und spätestens bis dahin alle zweimal geimpft.
Der LVN sollte mal ernsthaft überprüfen, ob er noch eine Daseinsberechtigung hat. Die gesamte unsägliche Posse unter diesem Link.

Ein weiter Blick voraus auf die Senioren-WM 2022 in Tampere

(Tampere/Krefeld, 03. April 2021) Genügen wir auch an Karsamstag der selbst auferlegten Chronistenpflicht hinsichtlich mindestens eines neuen Beitrages täglich. Allerdings mehr so als Pausenfüller mit einem Minderheiten-Programm für die international startenden deutschen Talente von gestern und vorgestern. Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ hat uns ein Paradiesvogel vom linken Niederrhein bereits die derzeit noch nicht möglichen Reisebuchungen im Ausblick auf die Senioren-Weltmeisterschaften vom 29.Juni bis 10.Juli 2022 im finnischen Tampere zugezwitschert. Ja, ist noch ziemlich lange hin. Es wird bis da noch viel Wasser an Vater Rhein und sonstigen Strömen hinunterfließen.

Zwischendurch immer wieder mal informieren
 
Seine detaillierten Informationen ohne jede Schleichwerbung irgendwelcher Buchungsportale auf den Punkt gebracht: Hotel und Flüge sind Stand jetzt frühestens ab Ende März 2022 buchbar. Es sei denn, die World Masters Athletics (WMA) macht vorher meist nicht sonderlich günstige Übernachtungsangebote aufgekaufter, für sie provisionsträchtiger Kontingente. Dazu gibt es noch den einen oder anderen Sportreise-Veranstalter, die sicherlich rechtzeitig auf den Markt gehen werden.
Da aufgrund der langen sportlichen Enthaltsamkeit diesmal mit einem besonders großen Andrang der eh reiselustigen und wettkampfaffinen Germanen*innen der Spitzen- wie Touristenklasse zu rechnen sein dürfte (tippe jenseits 500), macht es Sinn, sich immer wieder mal zwischendurch auf dem laufenden Stand der Dinge zu bringen. Spätestens wenn die Ausschreibung des Lokalen Organisationskomitees (LOC) mit allen Nebengeräuschen online gestellt wird. Obschon wir in Bezug auf die Senioren-Leichtathletik so ziemlich alles können, jedoch leider nicht hellsehen, müssen wir mit dem diesbezüglichen Termin passen.
Auf der WMA-Netzseite vorab ein paar optische Eindrücke von Stadion und Stadt des kommenden WM-Schauplatzes.

Wer war zuerst da: Die Osterhäsin oder das Osterei?

Kolumne

Das Wort am Oster-Sonntag

(Krefeld, 04. April 2021)
Nun wird sicherlich heute am hoch-heiligen Oster-Sonntag niemand siedend-heiße Nachrichten aus der – nicht von uns – stiefmütterlich behandelten Senioren-Leichtathletik erwarten, die laut dem Phrasen dreschenden, heuchlerischen DLV-Vizepräsidenten Matthias Reick aus Achim bei Bremen beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV)  zwischenzeitlich angekommen sein soll. Nur weil es jetzt für die Ü35-Generation (die M/W30 wurde gekappt) endlich unter unermüdlicher, ein Jahrzehnt langer flankierende Mitwirkung von LAMPIS die satzungsmäßig verbriefte Online-Bestenlisten gibt? Selten dermaßen gelacht, wenn’s nicht so traurig wäre!
Ein bisschen heiß wird es allerdings im weiteren Verlauf schon.

3,5 Milliarden Hennen weltweit versorgen uns mit Eiern

Bei der als Brauchtum gepflegten Eier-Flut in allen möglichen Schattierungen zum Fest (das abgebildete hat meine Angetraute, eine ehedem selbständige Textil-Designerin, freihändig bemalt) die Hänsel- und Gretel-Frage was zuerst da war: Die Osterhäsin oder das Osterei? Papperlapapp! Gleichwohl: Die immer noch gelegentlich gestellte Mutter aller Fragen, mit der sich ganze Völkerstämme und Herden von Wissenschaftlern beschäftigt haben, ob das Huhn oder Ei, die ist nämlich längst beantwortet. Knackig mein angelesenes Wissen an die Leser gebracht: Evolutionsforscher haben herausgefunden – das Ei kam vor dem Huhn (siehe Link). Wer immer die so genau gezählt haben will, soll es weltweit 3,5 Milliarden Hühner, also Hennen und Hähne, geben. Damit würde es sich um die zahlenmäßig größte Vogelart handeln. Das ist wohl auch bitter vonnöten, um als beliebtes Nahrungs- und Genussmitteln in allen möglichen Variationen zu dienen. Nicht nur, aber eben insbesondere zum Osterfest.

Guter Rat war diesmal nicht teuer

Als gewohnheitsmäßiger Frühaufsteher habe ich meiner ganz persönlichen Regierungschefin heute Morgen vor meiner täglichen Fleißarbeit für meine Internet-Spielwiese ein gestern im Großhüttenhof gelegtes ultrafrisches Gänse-Ei kredenzt. Das hat den Inhalt von drei Hühnereiern, ist aber eineinhalb Mal so teuer wie zehn Bio-Eier von der Henne bei ALDI-Feinkost. Das nur nebenbei bemerkt, ehe Missverständnisse vom Knause-Peter der da Axel heißt aufkommen. Meine Herzdame ist mir das schon wert. Aber so ein Teil koche ich halt auch nicht alle Tage. Wie lange braucht es, um auf den Punkt gar und bekömmlich zu sein? Keinen blassen Schimmer! Aber es gibt ja glücklicherweise Frau und Herrn Google (wie haben die das bloß früher gemacht, so sie nicht alle nützlichen Ratgeber in Buchform im Hause hatten?).

Wissenschaftlich fundierte Zubereitung eines Gänse-Eies

Dass es vom Gewicht her unterschiedlich lange dauert, leuchtet ein. Aber dann kommt es noch auf die Temperatur des Eies an: Kühlschrank oder im Körbchen in der Küche bei 22 Grad. Das ist ebenfalls nachvollziehbar. Doch jetzt wird es richtig interessant. Entscheidend ist weiterhin in welch mehr oder weniger luftigen Höhe es zubereitet wird. Kurzum: Ein 200 Gramm schweres Gänse-Ei aus dem Kühlschrank braucht 39 Meter über dem Meeresspiegel in Krefeld 9:32 Minuten. Und siehe da: Es war auf den Punkt, meiner Liebsten hat es gemundet, und ich durfte mir zehn Pluspunkte auf mein reichlich abgearbeitetes Guthabenkonto schreiben.

Ein bisschen Spaß muss und darf in Zeiten wie diesen sein

Was mich hinsichtlich der Nahrungsaufnahme betrifft, bin ich nicht so sehr der Eiermann. Da wir ja eine Netzseite für ausgewachsene bis hin zu sehr erwachsenen Mannsbildern sind („Der Herr hat mir das Können genommen, nun nehme er mir auch noch das Wollen“), in eh schon ziemlich trostlosen Zeiten wie diesen ein weiteres kleines halbseidenes Späßchen aus einer Epoche, als wir hierzulande noch verreisen durften: Die Wirtin einer schnuckeligen Pension in der Altstadt von Xanten am tieferen linken Niederrhein, bekannt und gepriesen für ein stets frisch zubereitetes Frühstück, fragte ihren neuen männlichen Gast: „Wie haben sie die Eier denn am liebsten?“ Er: „Wenn Sie mich schon so zuvorkommend fragen: Gekrault!“
In diesem Sinne einen trotz aller Einschränkungen schönen Oster-Sonntag, einen ebensolchen morgigen Feiertag und eine abwechslungsreiche verkürzte 14.Kalenderwoche bei was auch immer! Und bleibt vernünftig, gesundheitlich „negativ“ und lasst euch impfen! In NRW können seit gestern ab 60-Jährige Termine buchen (siehe Link).
Darauf ein bis drei Corona!

Wieder ein Ostern, das allenfalls in den Klostern normal verläuft

(Berlin/Krefeld, 02. April 2021) Mit „Es war einmal“ pflegen alle Märchen anzufangen. Das trifft auch im Jahr zwei der Corona-Apokalypse auf dieses wie auf das vorige Osterfest zu. Wo früher Brauchtumspflege im hohen Fest der christlich-katholischen Kirche (dem Kreuztod und der Wiederaufstehung Jesu) mit allerlei Sitten und Unsitten angesagt war, wird die gestern zu Ende gegangene sechswöchige Fastenzeit auf andere Weise verlängert. Ein in den so genannten sozialen Medien kursierender Spruch: „Früher wurden an Ostern noch die Eier versteckt, heutzutage müssen die Ostergäste versteckt werden.“

Bundespräsident Steinmeier appelliert an „die Geduld, Disziplin und Solidarität“

Noch besser wäre es allerdings angesichts der bedrohlichen Gemengelage davon völlig abzusehen. Ein frommer Wunsch, ich weiß. Die Virologen, Immunologen und was nicht sonst noch so alles sprachlich-beruflich gesehen diesbezüglich in Logen zu Hause ist, befürchten nach den in Summe vier Feiertagen am Stück einen rasanten Anstieg der eh schon exorbitant hohen Infektionszahlen in unserer schon lange wiedervereinigten Republik. Dazu stoßen dann noch die Rückkehrer aus dem heimlichen 17. deutschen Bundesland Mallorca. Ein verhängnisvoller Viren-Cocktail, weitaus schlimmer als Sangria bis zum Abwinken am Ballermann.
Wie vorab verlautete, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner öffentlichen Osteransprache aus dem Schloss Bellevue in Berlin an „die Geduld, Disziplin und Solidarität“ der Bevölkerung appellieren. Noch so’n frommer Wunsch.
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen wünscht LAMPIS und namentlich der Autor dieses Beitrages allen getreuen Stammbesuchern, Gelegenheitsgästen und Funktions(last)trägern ein möglichst frohes Osterfest Anno Domini 2021! Hoffentlich das letzte dieser pandemischen Abart. Und nicht zuletzt der pauschale Dank an alle, die sich aufopferungsvoll für die arg ramponierte Volksgesundheit einsetzen!!!