Kugelstoßer Andy Dittmar trumpfte zum Einstand mit 18,06 Meter auf!

(Erfurt/Gotha/Krefeld, 30. Januar 2015) Er macht sich rar, ist der naturgetreue Gegenentwurf zu einem Vielstarter. Nun ist er wieder da. Und wie! Kugelstoß-Spezialist Andy Dittmar aus Gotha, im 41. Lebensjahr stehend, stellte einmal mehr unter Beweis, dass er nicht unter 18 Meter kann. Der 1,98 m große und 138 Kilogramm schwere Gute-Laune-Bär aus dem Thüringer Wald ist so eine Art Phänomen, zumindest aber ist es phänomenal, was er mit gemessen an früheren Trainingsumfängen und im fortgeschrittenen Leistungssportalter immer noch auf die strammen Beine zu stellen vermag. Und ehe wir aus der Fernsicht an Lorbeerkränzen flechten, lassen wir auszugsweise und leicht modifiziert den Lokalsport einer dortigen Tageszeitung zu Wort kommen.
„Andy macht mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel! Langeweile ist ein Fremdwort für Andy Dittmar. Am vergangenen Samstag tanzte der Gothaer getreu dem eingangs erwähnten Motto mal wieder auf mehreren Hochzeiten. So war der 40-Jährige am Vormittag zunächst bei einem Aktionstag seines Dienstherrn, der AOK PLUS, im Einsatz. Am späteren Nachmittag stand er dann in Erfurt bei den Thüringer Hallen-Meisterschaften der Männer/Frauen im Kugelstoß-Ring. Dort sicherte sich der Vater von drei Kindern mit einer Weite von 18,06 Meter unangefochten den Sieg und somit zugleich seinen 43. Landesmeistertitel, Halle und Freiluft zusammen gerechnet. Grund genug, am Abend guter Dinge den angestammten Platz in der ,Blauen Hölle’ einzunehmen, um gemeinsam mit der Familie die Oettinger Rockets Gotha beim Basketball-Meisterschaftsspiel anzufeuern und schließlich einen Heimsieg gegen die ETB Baskets Essen zu feiern.“
Sportlerherz, was willst du mehr? So stellte Andy Dittmar schlussendlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht zufrieden lächelnd fest: „Besser hätte es nicht laufen können, gleich beim ersten wichtigen Wettkampf des Jahres die persönliche 18-Meter-Schallmauer geknackt zu haben.“ Seine Sportkameraden aus dem Seniorenbereich werden ihn spätestens bei der Hallen-DM in Erfurt am 28.Februar/01.März 2015 in Erfurt live und in Lebensgröße auf seinem „Lieblingsspielplatz“ in der hinteren rechten Ecke der Arena wieder sehen. Freuen wir uns darauf. Denn er ist nicht nur nach wie vor ein hervorragender Kugelstoßer, sondern auch ein Supertyp. Eben ein Werfer wie du und ich.

Stabhochspringer Wolfgang Ritte erneut auf Weltrekordjagd

(Ludwigshafen/Krefeld, 29. Januar 2015) Eine willkommene Abwechselung vom tristen Einerlei des Wintertrainings, oft wegen fehlender Voraussetzungen nicht einmal disziplinspezifisch, bietet das Senioren-Hallensportfest des Landesverbandes Pfalz kommenden Samstag in Ludwigshafen. Es wird entsprechend angenommen wie die Voranmeldungen von 171 Aktiven (330 Starts) aus 88 Vereinen querbeet durch die Republik von Hamburg bis zum Bodensee und vom Saarland bis nach Chemnitz belegen. Das dürfte jedoch noch nicht das Ende der Kletterstange sein. Erfahrungsgemäß erwarten die Veranstalter um Mit-Organisator Dieter Tisch noch viele Spät- und Kurzentschlossene. Das Wettkampfbüro ist mit vier sach- und fachkundigen Kräften auch für einen größeren Ansturm von Nachmeldungen gewappnet.
Doch kommen wir zum hohen Besuch, der sich bereits angekündigt hat. Stabhochspringer Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen wird es sich auf seiner erklärten Lieblingsanlage unter dem Hallendach nicht nehmen lassen, den 40. (!) Weltrekord in seiner Schokoladenübung anzugreifen. Der Wahl-Uerdinger aus Moers verbesserte ihn dort im Vorjahr für die M60 auf 4,12 Meter. Inzwischen hat er ihn schon zweimal gesteigert, jüngst am 17.Januar in Fürth auf 4,15 Meter. Der 62-jährige Flottenchef der „Ritt-Air“ hat von seinem sechsköpfigen stabhochspringenden Familienverbund noch Sohn Thomas und Schwiegersohn Timo im Schlepp. Die dazu gehörigen Mädels Ute, Christina und Sabrina haben diesmal frei.
Kommen wir noch zu unserem originären Beritt. 44 Kugelstoßer/innen gaben schon im Vorfeld ihre Visitenkarte ab, darunter in der Szene bekannte Protagonisten wie Ingrid Geil, Ellen Weller, Joachim Büscher, Dieter Krumm, Torsten Lange und Hans Josef Weitz. – Mehr Informationen unter diesem Link.

EMA-Präsident Kurt Kaschke rannte erneut in der Staffel mit

(Karlsruhe/Chemnitz/Halle/Krefeld, 27. Januar 2015) Was im Vorjahr bei der Stadion-DM der Senioren/innen in Erfurt galt, traf auch bei den Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe zu: Der griffige Slogan „Hier rennt der Präsident selbst“. Schon wieder nicht Clemens Prokop, sondern abermals Kurt Kaschke (*1955) aus Freudenstadt im Schwarzwald, der Steuermann auf Schlingerkurs (von wegen 200-m-Oval) des kontinentalen Dachverbandes European Masters Athletics (EMA). Der 59-jährige Lehrer war Startläufer der 4 x 200-m-Staffel des VfL Sindelfingen, die in der M50 klar geschlagen von der LG Rems-Welland (1:51,29) in 1:55,51 Minuten den zweiten Platz belegte. Allerdings sei der Fairness halber angemerkt, dass drei Kurzstreckenflitzer aus dem Sindelfinger Quartett bereits der M60 angehören. Wie viele Kurt „ohne Helm und ohne Gurt“, sprich: dem seinem Amt angemessenen Ornat (siehe Foto), erkannt haben, ist nicht überliefert. Ein „Präses“ in kurzen Hosen ist ja auch eine eher seltene Erscheinung und Begegnung. Dazu gab es rein sportlich betrachtet sicherlich auch herausragendere Geschehnisse, die jeder nach seinen Prioritäten der Online-Ergebnisliste entnehmen möge. Aber der englischen Boulevardpresse folgend ist Hund beißt Mensch keine Meldung. Umgekehrt wird ein (Sport-)Schuh daraus.
Sei nicht verschwiegen, dass am vergangenen Wochenende noch die Meisterschaften auf Landesebene unter dem Hallendach von Sachsen (mit Winterwurf) in Chemnitz und Sachsen-Anhalt in Halle an der Saale ausgetragen wurden. Für die ausgewiesenen Freunde der Statistik viel Spaß bei der umfangreichen Lektüre!

Zehnte Auflage des Indoormeetings morgen live im Fernsehen

(Düsseldorf/Krefeld, 28. Januar 2015) Des einen Freud’ ist des anderen Leid. Die 2.000 Sehleute in vermutlich ausverkaufter Halle und die unzähligen Zuschauer vor dem Pantoffelkino bei der Live-Übertragung von EUROSPORT (morgen ab 19 Uhr) bekommen beim 10. Indoor-Meeting Weltklasse-Leichtathletik am laufenden Band geboten. Die Aktiven im zur Landeshauptstadt nahen westdeutschen Raum sind allerdings nicht uneingeschränkt und vorbehaltlos amüsiert. Denn bei besch… äußeren Bedingungen blieben sie buchstäblich draußen. Die Sportstadt von eigenen Gnaden Düsseldorf (hahaha, eine Schneeflocke und Winterwurf Adé) sperrte die Leichtathletikhalle für die Auf-, Um- und Abbauarbeiten geschlagene zwölf Tage für den öffentlichen Trainingsbetrieb bis 03.Februar. Geht’s noch? Nutzer per Dauerkarte sollten einen Teil ihres „Abos“ zurückfordern! Eine Träne wird auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) im Knopfloch tragen. Hauptsponsor ist nämlich die PSD Bank, die auch im Arbeitstitel genannt wird, und nicht das sponsernde Leib-und-Magen-Kreditinstitut (Name vergessen) des DLV. Und da auch aller schlechten Dinge bisweilen ebenfalls drei sind, sagte Kugelstoß-Doppelweltmeister David Storl (jetzt Leipzig) zu allem Überdruss seine Teilnahme ab. Er war das Zugpferd, mit dem sogar auf dem Plakat geworben wird. Nun ist es nur noch eine Mogelpackung. Künstlerpech! Nach seiner Patellasehnen-Operation sei „Storli“, so sein Trainer Sven Lang, noch nicht in konkurrenzfähiger Verfassung. Das wussten die erst zwei Wochen vorher? Schwer nachvollziehbar! Mit Meetingrekordler (21,31 m) Christian Cantwell und Ryan Whiting (beide USA) drehen in der Tat zwei absolute Giganten der Szene als Auftaktwettbewerb durch den ambulanten Ring im Herzen der Halle auf der Sprintgeraden. Kugelstoßer im Mittelpunkt – das gibt es auch nicht alle Tage. Hoffentlich rutscht da den deutschen Vertretern Tobias Dahm und dem 22-jährigen Christian Jagusch eingedenk beider Vorzeichen der Kreislaufmotor nicht in die Sporthose. Die prall gefüllte Programmkarte bietet für die jeweiligen Anhänger von Lauf, Sprung und Wurf etwas. Und den Konsumenten an der Glotze hoffentlich den fachkundigen und spitzzüngigen Sigi Heinrich am Mikrofon.

Internationale "Austrian Masters" im Mekka der Mehrkämpfer

(Götzis/Wien/Krefeld, 26. Januar 2015) Wer nicht genug vor der eigenen Türe zu kehren hat, der hilft halt ein bisschen beim lieben Nachbarn aus (erkenne sie, die Ironie). Der begnadete Knipser und Literat „Dr. med. Ästhet“ Karl-Heinz „Flunker“ Flucke weist in der Senioren-Spielecke auf der (deutschen) Verbandsnetzseite in einer Extrameldung mit mehrspaltigem Foto aus seiner Bastelwerkstatt in Berlin auf die Internationalen Österreichischen Meisterschaften der Masters am 20./21. Juni 2015 hin. Das ist wahre Nächstenliebe, die höchstwahrscheinlich seiner Affinität zur Disziplin Gehen geschuldet ist. Jetzt muss er allerdings in diesem Stile weitermachen, sonst verärgert er alle anderen 27 Mitgliedsstaaten der EU, so sie denn Titelkämpfe für Senioren/innen ausrichten. Aber ein paar fielen mir da auf Anhieb schon ein. Die Aufzählung schenke ich ihm, den Lesern und mir jetzt.
Dennoch ein prima Service, den wir uns in vielen anderen Bereichen auch vom Bundesauschuss Senioren wünschen würden. Lampis bedankt sich ebenfalls für den Wink! Denn wir haben viele Mitglieder in der Alpenrepublik, mit denen wir freundschaftlich verbunden sind, und mit Hammerwurf-Ass Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien sogar einen offiziellen Österreich-Repräsentanten. Der hätte uns zu gegebener Zeit nach der Hallensaison sicherlich auch noch hinreichend informiert. Preschen wir also vor.
Nun aber zum Ereignis. Es findet nicht irgendwo statt, sondern im fürwahr in der Leichtathletik weltberühmten Möslestadion in Götzis (Vorarlberg). Bei diesem elektrisierenden Ortsnamen wird bei Fachleuten sogleich der Groschen fallen. Es ist das Mekka im Mehrkampf. Wer etwas für die „Könige der Athleten“ beim Zwei-Tage-Werk im Zehnkampf, natürlich auch im Siebenkampf der Frauen, übrig hat, dem muss an dieser Stelle kein Nachhilfeunterricht gegeben werden. Dass ich bekennender Zehnkampf-Fan bin, dürfte Stammbesuchern bekannt sein. Zurück zum Thema: Auf den Spuren der ganzen Großen dieser Zunft können nun an den beiden Juni-Tagen die Dauerbrenner ab M/W 35 wandeln. Dabei werden sie hervorragende Anlagen und eine besondere Atmosphäre vorfinden, auch wenn nicht tausende Zuschauer die Arena säumen werden. Das sich die Region bestens eignet vor- oder nachher ein paar Urlaubstage anzuhängen, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung. Neugierig geworden? Hier geht’s zur Ausschreibung.