Johann Stein feiert heute, Hans-Peter Skala morgen Geburtstag

(Hagen/Krefeld, 01. November 2014) Für den allseits gefürchteten November-Blues ist zum heutigen Start des 30-Tage-Rennens erst einmal kein Platz. Zumindest in weiten Teilen unserer Republik werden wir es bis zu 23 Grad warm haben. Dies hat es seit der regelmäßigen und akribischen Erfassung der Wetterdaten zuletzt 1994 gegeben. Also nix wie raus an die frische und nicht kalte Luft! Das wird alle freuen, die davon profitieren. Einer ist uns definitiv bekannt, der zeitweise für den Geburtstagskaffee das Haus hüten wird: Johann Stein (im Bild), unser langjähriges Mitglied aus Hagen in Westfalen, der für den TV Werther (der Ort im Ravensberger Hügelland gab auch den knallharten Karamellbonbons ihren Namen) in die verschieden großen Ringe geht. Der souveräne Double-Sieger der M60 mit Kugel (14,38 m) und Diskus (49,40 m) der diesjährigen Deutschen Senioren-Meisterschaften von Erfurt vollendet sein 63. Lebensjahr. Hans-Peter Skala aus Ratingen zieht morgen nach. Der Gymnasial-Lehrer, passionierte Sportfotograf, Mittelstreckler und bekennende Lampis-Leser schreibt, wenn wir richtig informiert sind, die sechste Null. Bei ihm „sagen“ wir selbstverständlich noch nicht Herzlichen Glückwunsch, bei Johann sehr wohl!
Was nun den gemeinhin tristen und grauen elften Monat des Jahres betrifft, an dem sich immerhin die Jecken aus den Karnevalshochburgen auf den Elften im Elften narrisch freuen, gibt es allerlei nützliche und überflüssige – da kommerziell begründete – Tipps, wie dem zu begegnen ist. Natürlich auch in der „Rentner-Bravo“, der Apotheken Umschau. Neben der ADAC Motorwelt das auflagenstärkste Magazin in unserem einig Vaterland. Wer hätte das gedacht? Lampis vertraut in erster Linie dem Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse von der DSHS Köln. Der empfiehlt auf einen kurzen Nenner gebracht viel Bewegung sowie täglich in der Mittagssonne für 15 Minuten an Kopf und Händen Vitamin D zu tanken. Das stammt jetzt nicht von ihm, kann aber auch eine durchaus geeignete Maßnahme sein. Nämlich an langen Abenden die Glotze nicht einzuschalten und stattdessen in einem guten Buch zu lesen oder sich einfach mal wieder angeregt mit seinem Lebensabschnittsgefährten zu unterhalten. Ganz ohne Risiken, doch vielleicht mit Nebenwirkungen...

Ein paar Gedanken zum Tage und dem drohenden November-Blues

(Krefeld und die Welt, 31. Oktober 2014) Hier zu Lande übernehmen wir in begnadeter Einfältigkeit gerne fremde Rituale, Brauchtümer und sonstigen Schnickschnack. Bevorzugt aus den Vereinigten Obama-Staaten von Amerika. Selbst der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat mangels eigener Profilierung und eingedenk seines amerikanischen Hauptsponsors (wie heißt er doch noch gleich?) längst Englisch als Amtssprache eingeführt. Doch zurück. Wem heute zu abendlicher Stunde finstere Gestalten mit Furcht erregenden Masken begegnen sollten, so muss das nicht unbedingt ein Angriff auf Geld, Leib und Leben sein. Es ist nämlich „Halloween“.
Kulturell und geschichtlich weit wichtiger für uns „Krauts“, wie uns die Amis wegen unserer angeblichen Vorliebe für Sauerkraut schimpfen, ist jedoch der Reformationstag. Der soll daran erinnern, dass der Mönch und Theologie-Professor Martin Luther im Jahre 1517 seine 95 Thesen an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hat. Wenn es nicht irgendwann auf den 30.Oktober vorverlegt worden wäre, hätten wir auch Weltspartag. Verbrieft ist indes, und jetzt wird’s endlich sportlich, dass Bud Spencer, der Haudrauf aus unzähligen Italo-Western und ähnlichen Klamotten, sein 85. Lebensjahr vollendet. Der kongeniale Partner von Terence Hill war einstmals Schwimmer und als solcher siebenmal in Serie italienischer Meister sowie Olympia-Teilnehmer von 1956 in Melbourne.
Zwei Jahre zuvor wurde Fritz Walter (*31.10.1920 in Kaiserslautern) 1954 im Berner Wankdorfstadion als Kapitän und Kopf der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister. Wäre er nicht am 17. Juni 2002 von uns gegangen, würde er 94 Jahre alt. Das und mehr kann man(n) durchaus schaffen, wie der immer noch mit Körper und Geist putzmuntere Wurf-Allrounder Philipp Frech (*06.07.1920) aus Frechen bereits Anfang Juli bewiesen hat.
Ein Blick auf das Datum lehrt freilich auch, dass morgen der so genannte November-Blues mit seinen vielen Gedenk-Feiertagen Allerheiligen, Allerseelen, Sankt Martin, zugleich allerdings Karnevals Erwachen, und Buß- und Bettag Einzug hält. Bonjour Tristesse! Nichts für Schwermütige und zart Besaitete.
Also stets schön fröhlich bleiben! Der nächste Frühling kommt bestimmt.

NRW "Open" im Winterwurf mit Rund-um-Sorglos-und-Wohlfühlpaket

(Duisburg/Leichlingen/Krefeld, 29. Oktober) Auf auf Kameraden, wir treten den Rückzug an. Soll heißen: Kommando unseres letzten Absatzes im gestrigen Beitrag unter Nachrichten zurück. Es gibt es also doch, das Rund-um-Sorglos-und-Wohlfühlpaket für die Werfer/innen bei den Offenen NRW-Winterwurf-Meisterschaften am 15.November 2014 in Leichlingen. Wie uns LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild) gestern Abend auf dem kleinen Dienstweg telefonisch mitteilte, ist die Fünfkampf-Wertung doch für all jene im Programm, die zu allen fünf Einzeldisziplinen gemeldet haben. Es dürfte sich nach unserer bescheidenen Einschätzung allerdings um eine elitäre Minderheit handeln. Schön jedoch, dass die auch noch glücklich gemacht wird und wir für den wahrscheinlich nicht eintretenden Fall eine Extra-Geschichte liefern müss(t)en. Die Irritation war im Übrigen bei uns dadurch entstanden, dass unser Link direkt auf die Ausschreibung zugreift. Dort steht nichts von einer Fünfkampf-Wertung. Die ist in dem Pfad vorher erwähnt, wurde zudem auch erst vorigen Dienstag online gestellt.
Immerhin hat dies alles den entscheidenden Vorteil, dass die Senioren(ver)sprecher Alfred Hermes aus Jülich und Lidia Zentner aus Pforzheim zum Wohle ihrer vielen Schutzbefohlenen der Fraktion Stoß/Wurf, wo sie ohnehin wenig bis gar nichts von verstehen, tätig werden müssen.

Wer zieht die Lehren aus den „Schwanengesängen“ von Theo Rous?

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Darmstadt/Krefeld, 30. Oktober) Noch schulden wir unseren aufmerksamen Stammbesuchern, aber auch der pflichtgemäßen Erfüllung der eigenen Aufgaben, die Auflösung eines wieder einmal von uns angestoßenen Vorganges. Zur Erinnerung: Mit E-Mail vom 20.Oktober 2014 hatten wir Eberhard Vollmer, unter anderem federführend für Statistik zuständiger hauptamtlicher Mitarbeiter der DLV-Geschäftsstelle in Darmstadt, in gebotener Freundlichkeit auf einige Ungereimtheiten in der nationalen Senioren-Rekordliste hingewiesen. Sie betrafen ausnahmslos, jedoch nicht in allen Belangen zwingend flächendeckend, Wurf-Allrounderin Susanne Wissinger (*1934) vom dank Langhürdler Harald Schmid weltberühmten TV Gelnhausen. Erst auf unsere heutige Erinnerung erhielten wir diese Reaktion von Vollmer: „Um die Senioren-Bestleistungen kümmert sich ausschließlich Jörg Reckemeier. Er aktualisiert die Listen auf leichtathletik.de nicht sofort nach jedem neuen Rekord, sondern in Abständen von ein paar Monaten. Die Sache mit den W80-Bestleistungen habe ich ihm weitergegeben und ich bin sicher, dass das bei der nächsten Aktualisierung übernommen sein wird.“
Dass der Mann mit den beziehungsreichen Initialen J.R. (der einstige Fiesling aus der Fernsehserie „Dallas“) eigentlich zuständig wäre, ist mir bekannt, habe ich auch in besagter Mail erwähnt. Da er, der Recke(schlau)meier, jedoch hoffnungslos überlastet scheint (mit was eigentlich?), hatte ich mich ganz bewusst vertrauensvoll an einen Hauptamtlichen gewandt. Das hätte er, der Vollmer, bequem in wenigen Minuten vor dem NATO-Frühstück in der Cafeteria des hohen Hauses erledigen können, so er denn gewollt hätte. Ein törichtes Unterfangen meinerseits, wie ich nunmehr weiß.

Eine definitiv falsche (Schutz-)Behauptung

Definitiv falsch ist jedoch seine (Schutz-)Behauptung, dass der DLV die Rekorde, die er bei Senioren/innen despektierlich Bestleistungen nennt, nur alle paar Monate einpflegt. Der Nicht-Rekord von Christa Winkelmann (*1934) vom CSV Marathon Krefeld im Hammerwurf (24,92 m) der W80, angeblich aufgestellt am 11. Juli 2014 bei der DM in Erfurt, war schon wenige Tage später erfasst. Andere aus 2014 gleichfalls. Warum also wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Außerdem stellt es kein Hexenwerk dar, ein paar Daten zu aktualisieren und offensichtlich fehlerhafte auf den richtigen Stand zu bringen. Wissinger hatte diesen deutschen Rekord von 29,58m, zugleich Weltrekord, bereits am 28. März 2014 bei der Hallen-WM mit Winterwurf im ungarischen Budapest in ihren Besitz gebracht (wird bei der WMA schon geführt). Später bei der DM im Wurf-Fünfkampf in Baunatal die nationalen Rekorde im Fünfkampf (5.039 Punkte) und Gewichtwurf (10,78m). Dazu beide ebenfalls Weltrekorde.

DLV-Rekordlisten als Arbeitshilfe für Medien völlig wertlos

Ferner sollten Vollmer und Gefolgschaft bedenken, dass die offiziell auf der Verbandsnetzseite zur Verfügung gestellten Rekordlisten aller Art den Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen als Arbeitshilfe dienen. Wie und wo auch sonst sollten sie an derlei Zahlen kommen?! Wenngleich Lampis lediglich ein kleines Licht am hell strahlenden Medienfirmament darstellt, sind auch wir zunächst der Falschmeldung in Sachen Winkelmann aufgesessen. Bei der Berichterstattung von der Senioren-EM 2014 in Izmir (Türkei) haben wir ihr beim Titelgewinn im Hammerwurf der W80 eine Verbesserung ihres vermeintlich eigenen deutschen Rekords auf 25,26m angedichtet (was ich zudem im lokalen Sportteil der Rheinischen Post Krefeld heraus gestellt habe). Diesen fremdbestimmten Irrtum irgendwann bemerkend, mussten wir darob zurückrudern (nur auf Lampis). Kein Beinbruch, aber allemal ärgerlich von Dritten auf eine falsche Fährte gelockt worden zu sein. Überflüssig wie ein Kropf, hat es unabdingbar mit der Glaubwürdigkeit oder eben nicht aller Beteiligten zu tun!      

Dachverband wird seiner Verpflichtung als Dienstleister nicht gerecht

Das von mir momentan mit wachsender Begeisterung gelesene und bei uns schon vorgestellte Buch von DLV-Ehrenpräsident Theo Rous "Summa summarum - Schwanengesänge eines Funktionärs" spießt in einigen Passagen durchaus selbstkritisch das Geschäftsgebaren und den Behördenmuff „seines“ Verbandes auf. Sinnigerweise hat just Eberhard Vollmer auf der Rückseite des Buchumschlages ein Nachwort verfasst. Darin preist er das Werk „als lehrreiches und intellektuelles Vergnügen" an. Dem kann ich nur beipflichten. Wo sind jedoch die Lehren, die er höchst persönlich und die vielen übrigen handelnden Personen daraus gezogen haben?
Nicht nur ich verstehe den DLV als Dienstleister, der seine Aufgaben allerdings an vielen Stellen nur unzureichend oder gar nicht wahrnimmt, wie auch dieses Beispiel leider wieder einmal an unumstößlichen Fakten belegt.

Meldeschluss für Offene NRW-Winterwurf-Meisterschaften naht

(Duisburg/Leichlingen/Krefeld, 28. Oktober) Nicht vergessen: heute in sechs Tagen ist beim Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) in Duisburg der Meldeschluss (03. November 2014) für die Offenen (!) NRW-Winterwurf-Meisterschaften am 15. November 2014 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen nahe Leverkusen. Da die Zeit bekanntlich zu unser aller Leidwesen rast, kann es nicht schaden hiermit vorsorglich auf beide Termine hingewiesen zu haben. Also, sofern nicht schon geschehen, nicht lange fackeln, sondern tätig werden!
Auf der prall gefüllten Karte stehen alle fünf Wurf-Disziplinen. Die ausgefallenen Freiluft-Wettkämpfe vom 12. Januar 2014 in Düsseldorf erleben als nachgeholtes Meisterschaftsprogramm Diskus, Speer und Hammer. Als „Versuchsballon“ sind Gewichtwurf und weiterer Rahmenwettbewerb, gewissermaßen als Beschäftigungstherapie für die sonst einseitig ausgelasteten Diskuswerfer/innen, Kugelstoßen ausgeschrieben. Letzteres übrigens auf Intension von Lampis. Soviel Eigenlob muss der Maxime folgend „Tue Gutes und ‚rede’ darüber“ einfach sein.
Inzwischen wurden auch Stimmen laut, da doch schon alle Disziplinen angeboten werden, den Wurf-Fünfkampf mit aufzunehmen. Da schweigt allerdings des Sängers – nämlich unsere – Höflichkeit, wollen zumindest wir nicht das Entgegenkommen und Wohlwollen des LVN sowie Seniorenwartin Gisela Stecher (Grevenbroich) überstrapazieren. Wer bis jetzt keine für sich adäquate Saison-Bestleistung in diesem Vielseitigkeitswettbewerb aufgestellt hat, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht Mitte November bei garantiert ungünstigeren Witterungsbedingungen als im Sommer auf dem allerletzten Drücker richten. Wer nie genug bekommt, dem bleibt es unbenommen alle fünf Konkurrenzen zu bestreiten und jeweils den besten aus den ersten drei Versuchen für (s)einen inoffiziellen Fünfkampf zu werten. Sollte tatsächlich jemand den „Hausrekord“ von 2014 verbessern, werden wir ihn im Fenster „Flurfunk“ mit Bild feiern. Versprochen! Wem das zu wenig sein sollte, der möge sich an die Senioren(ver)sprecher Alfred Hermes oder Lidia Zentner wenden. Vielleicht verhilft ihnen das ja auch einmal zu einem Erfolgserlebnis in ihren (Ehren-)Ämtern ohne wirkliche Befugnis.
Und noch einmal klipp und klar zum Mitlesen und Mitschreiben: Entgegen etwaigen anderen Verlautbarungen ist in der allein maßgeblichen Ausschreibung des gastgebenden LVN (siehe obige Verlinkung unter Meldeschluss) der Wurf-Fünfkampf nicht aufgeführt. Eigentlich müßig zu erwähnen, dass demzufolge auch keine Wertung erfolgt.