Sportsch(l)au: Gesunder Schlaf für Wettkampfvorbereitung enorm wichtig

(Köln/Krefeld, 04. April 2015) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 64. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Schlaf ist die Basis für einen leistungsfähigen Organismus. Egal ob im Alltag oder beim Sport - eine erholsame Nachtruhe lässt uns die bevorstehenden Aufgaben leichter und besser bewältigen. Besonders der Spitzensport hat den Schlaf als Teil einer erfolgreichen Regeneration für sich entdeckt. Aber was macht einen erholsamen Schlaf aus, und wie erreicht man ihn?
Eine erholsame Nachtruhe ist gekennzeichnet durch eine niedrige Atemfrequenz und Herzrate. Außerdem wird der cerebrale Blutfluss langsamer und die Konzentration der Wachstumshormone steigt an. Diese Merkmale und das „rapid eye movement“ sind die Voraussetzung für das Lernen und ein gutes Erinnerungsvermögen, aber auch um am nächsten Tag leistungsfähig zu sein. Durchschnittlich sollte die Schlafzeit etwa sieben bis siebeneinhalb Stunden betragen und die Zeit des nächtlichen Temperaturminimums (zwischen 3 und 4 Uhr) umfassen. Sportler brauchen jedoch meist mehr Schlaf, nicht selten bis zu neun Stunden.
Zwar ist es für die direkte Vorbereitung ein Vorteil vor dem Wettkampftag anzureisen, bisweilen wegen der Entfernung auch unerlässlich. Aber für den Schlaf kann es ein Nachteil sein, da es sich sich in einem fremden Bett unruhiger als zu Hause schläft. Denn auch Routine ist beim Schlaf ein wichtiger Faktor. Weiterhin können zu späte und zu energiereiche Mahlzeiten den Schlaf stören. Der Organismus ist dann mit der Verdauung beschäftigt und kann nicht die notwendigen Regenerationsprozesse ablaufen lassen.
Unterschätzt wird zudem immer noch die negative Wirkung von Smartphones, Tablets, Playstation et cetera auf die Schlafqualität. Das blaue Licht der Geräte beeinflusst unseren 24-Stunden-Körperrhythmus. Das LED-Licht verzögert die Bildung des „Schlafhormons“ Melatonin um bis zu eine Stunde.
Fazit: Wer sportliche Höchstleistungen vollbringen möchte, sollte als ausgeschlafenes Kerlchen an den Start gehen. Gilt selbstverständlich auch für das schönere Geschlecht.

Lampis wünscht allen Besuchern ein Frohes Osterfest!

(Krefeld, 03. April 2015) Kaum in den April geschickt, lugt schon der Osterhase mit seiner Herzdame um die Ecke. Das kommt nicht alle Jahre in so dichter Folge vor, da Ostern ein so genanntes bewegliches Fest ist. Bewegen sollte sich man(n)/frau auch und sich nicht bei opulenten Speisen sowie allerlei Naschwerk ausschließlich dem süßen Nichtstun hingeben. Obwohl es für all jene Gesundheitsbewussten und praktizierenden Gläubigen nahe liegt. Denn das Osterfest signalisiert nicht nur die jährliche Gedächtnisfeier zur Wiederauferstehung Jesu, sondern auch das Ende der Fastenzeit, die jeweils nach Karneval beginnt. Dazu gibt es mannigfaltige Festtagsbräuche und Riten, die sich seit Jahrhunderten eingebürgert haben und je nach Landstrichen verschieden sein können. Flächendeckend erfreut sich das Versenden von Ostergrüßen ungebrochener Beliebtheit. Das vermögen wir nicht persönlich bei unseren im Schnitt 1.250 Besuchern täglich zu leisten. Gleichwohl wünschen wir pauschal auf diesem Wege unseren 408 Mitgliedern, Sportkameraden/innen, Stammgästen, Gelegenheitsbesuchern und auch all jenen, die bisweilen hoch verdient von uns kritisiert werden ein Frohes Osterfest Anno Domini 2015!
Da schließen wir ausdrücklich die BA-Vorsitzende Margit Jungmann aus Rehlingen und DLV-Vizepräsident Matthias Reick aus Achim bei Bremen als (Vor-)Namenspatrone unserer Osterhasen ein.

Absehbare Entwicklung wurde nunmehr de jure auf den Weg gebracht

(Darmstadt/Krefeld, 01. April 2015) Meist werden bei derlei elementaren Änderungen Superlative bemüht. Die Palette reicht rauf und runter von sensationell bis revolutionär. Aber wir bedienen uns in dieser Angelegenheit des rhetorischen Flachpasses. Denn für die nach rund 420.000 Senioren/innen zählenden Insider war diese Entwicklung spätestens seit Beginn der „kulturellen Selbstverleugung“ im Olympiajahr 2012 absehbar. Bekanntlich wurden die bundesdeutschen Leichtathleten dem Diktat des us-amerikanischen Ausrüstungssponsors folgend fortan mit dem Schriftzug GERMANY auf der Trikotbrust und dem Trainingsanzugrücken etikettiert. Deutschland, unser einig Vaterland, ein weltweit beneidetes Markenzeichen und Gütesiegel, hatte ausgedient. Beim DLV zumindest. Später sollte auch die international startende, sich jedoch selber entsendende Ü-35-Generation in ein solches Leibchen neuer Zeitrechnung genötigt werden. Erfreulicherweise trotz aller Einschüchterungsversuche und Drohgebärden nicht mit dem er- und gewünschten (kommerziellen) Erfolg für die Marketing-Tochter. Anders formuliert: Kläglich gescheitert.

Vorgang bereits beim Amtsgericht anhängig

 
Dieser moderate (Weitsprung-)Anlauf war zum besseren Verständnis nötig, bevor wir nunmehr die Katze aus dem Sack lassen. Der ohnehin schon von Anglizismen durchdrungene, richtiger restlos verseuchte Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat eine Umbenennung seines Namens beantragt. Dieser Vorgang ist bereits beim Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichtes Darmstadt unter dem Aktenzeichen (AZ) 153-03/2015 anhängig. Es wird jetzt Szenekenner nicht wirklich überraschen, dass das alte Gebilde mit neuem Anstrich „German Athletics Association“ heißen soll. Da bekommt der Begriff Made in Germany eine ganz neue (Be-)Deutung. Von wegen Made im Speck.
Das hat zunächst das DLV-Präsidium unter Vorsitz seines Präsidenten Clemens Prokop so entschieden. Dieses Gremium vergewisserte sich im Anschluss daran in einer vorher anberaumten Telefonkonferenz mit den 20 Landesfürsten nach entsprechender Diskussion deren Zustimmung. Dabei kam mit den Gegenstimmen vom Nordrhein, Westfalen, der Pfalz und Bremen ein mehrheitlicher Beschluss und mithin angenommene Satzungs-/Namensänderung zustande.
Damit ist die Sache wasserdicht und soll zum 01. Juli 2015 umgesetzt werden. Es sei denn, dass Amtsgericht meldet rechtliche Bedenken an. Die sollte allerdings Prokop als ehemaliger Richter am Landgericht Landshut und heutiger Amtsgerichtspräsident in Regensburg bei der Antragstellung bedacht und im Zweifelsfalle ausgeräumt haben. Ein Knackpunkt in dieser Hinsicht könnte freilich die Einführung von Englisch als Amtssprache sein. Obwohl die de facto bereits besteht und nur noch de jure vollzogen werden müsste.

McKinsey wird den Laden gehörig umkrempeln

Wie wir aus bestens informierten höchsten Kreisen des DLV erfahren haben, die wir aus Gründen des Vertrauens- und Informantenschutzes selbstverständlich nicht nennen, will der Sponsor mit dem berühmten Fleischerhaken als Logo (oder was ist es sonst?) seinen ohnehin schon großen Einfluss weiter ausgebaut sehen. Dies ist Voraussetzung dafür, den Etat aufzustocken, um den nationalen Dach- und Fachverband kurz- bis mittelfristig aus der Umklammerung „griechischer Verhältnisse“ des drohenden finanziellen Kollaps’ zu befreien. Dies würde bedingen, dass die in 52 Ländern vertretene amerikanische Unternehmens- und Managementberatung McKinsey in der Geschäftsstelle das Unterste nach oben krempelt. Da werden wohl ungemütliche Zeiten für die 40 hauptamtlichen Mitarbeiter aufziehen, die bis auf die Reinigungskraft und Rezeptionistin ausnahmslos Referatsleiter und Direktoren beiderlei Geschlechts sind und folglich das Gehaltsgefüge gehörig aus dem Ruder laufen lassen.
Ohne hier Kündigungen oder wegfallenden Neueinstellungen bei Mutterschutz, Altersteilzeit und Verrentung das Wort reden zu wollen, gehört auch noch so manch andere Ungereimtheit und Unzulänglichkeit auf den Prüfstand. Lampis-Leser wissen mehr. Aber das ist ein Thema für sich. An diesem bleiben wir natürlich dran. Das sind wir allein unserem guten Ruf investigativer journalistischer Recherche schuldig.                 

GAA: Ganz so tief ist der DLV dann doch (noch) nicht gesunken

(Krefeld, 02. April 2015) April, April, der macht doch was er will. Nicht nur beim Wetter. Als Lehrlinge, Stifte, Auszubildende, Wehrpflichtige noch zum 1.April ihre Ausbildung begannen, wurden sie mit irgendeiner (absurden) Aufgabe in den April geschickt. Das ist ein Relikt aus vergangenen Tagen. Allerdings nicht, was das immer noch gepflegte Brauchtum des Aprilscherzes angeht. Einen solchen haben wir uns gestern auch erlaubt. Nach alter Väter guter Sitte wollen wir die Zweifel an der Richtigkeit der bewussten Falschmeldung ausräumen. Verstanden? Gut, das war ein wenig von hinten durch die Brust ins Auge. Deshalb im Klartext: Obwohl beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Anlehnung an den einstigen Werbespot von Toyota mit den Brüllaffen im negativen Sinne nichts unmöglich scheint, ist er dann doch (noch) nicht ganz so tief gesunken. Er benennt sich (vorerst?) also nicht in German Athletics Association (GAA) um. Sollte uns jemand auf den Leim gegangen sein, bitten wir trotz oder gerade wegen der dahinter stehenden puren Absicht um Entschuldigung!
Nicht von ungefähr hat(te) Sportfotograf und Webmaster Hans-Peter Skala aus Ratingen die Idee mit GAA. Es gab auch noch ähnliche Konstruktionen, zum Beispiel von Lampis-Mitglied Adrian Ernst. Der Gedanke mit vielen durchaus einleuchtenden Fakten einen Aprilscherz daraus zu flechten kam dem Verfasser dieser Zeilen. Um der Sache in der Außendarstellung noch mehr Gewicht und Glaubhaftigkeit zu verleihen, wurde ein dreifaltiges Autorenteam genannt. Selbstverständlich auch hier mit Einverständnis der zwei Kollegen.
Hätten wir das ebenfalls geklärt und gehen fortan wieder zur Tagesordnung über. Es gibt genug spannende Themen, die wie ein Aprilscherz anmuten und doch die blanke Wahrheit sind. Gell, Frau Jungmann, Herr Hermes oder wer auch immer. Schon gut möglich, dass wir noch Ostereier der besonderen Art kredenzen werden.

Englisch for Runaways oder: Torun = die Messe ist gelesen

(Torun/Lausanne/Krefeld, 31. März 2015) Eigentlich war für uns mit der Online-Stellung des Beitrages "Ritte-Air sorgte für ein absolutes Novum in der EM-Geschichte" gestern Abend im Fenster „Ergebnisse“ die Messe im Geburtsland von Karol Wojtyla (*18. Mai 1920; † 2. April 2005), den meisten besser bekannt als Papst Johannes Paul II., gelesen. Der Terminus verrät es bereits, dass wir - um im Bilde zu bleiben - noch einmal unsere Tastaturfinger in Weihwasser getaucht haben, da man ohne eine besegnendes Amen nicht aus der Kirche zu gehen pflegt.
Englisch sprechen und Englisch schreiben, das sind zwei Paar unterschiedliche Schuhe. Dabei ist das Schrift-Englisch eines Präsidenten nicht gleich das Evangelium, auch wenn in Torun die Messe gelesen ist. Denn das (= „Messe gut“) schreibt der EMA-Präsident Kurt Kaschke (im Bild) aus Freudenstadt in seinem wort-, arten- und blumenreichen Schlussbericht zu Torun.
Er vergisst nicht den Athleten wie den Offiziellen ein „Auf Wiedersehen“ und ein „Lebewohl“ zuzurufen. Unter Englischkennern ein „good bye“ (oder bye bye) und ein „farewell“. Doch für Kurt Kaschke war es wohl wichtiger das „good bye“ neben das „fair well“ (ins Deutsche übersetzt = „Messe gut“) zu setzen, da die Messe in Torun ja gelesen ist. Schließlich hat er die Messe dort selbst beendet.
In einer Rede fällt es nicht auf, beim Schreiben und der Wiedergabe auf der Netzseite des Verbandes mit Sitz in Lausanne sehr wohl, wobei derselbe Fehler dem "Präses" nun schon zum wiederholten Male unterlief. Doch merke: Wiederholungen machen damit die englische Sprache auch nicht korrekter.
Eine kleine Nachhilfestunde beim DLV wäre ihm anzuraten. Dort ist man (Englisch-)sprachlich seit dem Beginn des NIKE-Zeitalters bestens drauf.