Offene Österreichische Masters-Meisterschaften 2021 fix terminiert

(Linz/Krefeld, 22. April 2021) Senioren-Leichtathleten sind ja nicht nur wegen des fehlenden Wettkampf-Angebotes sportlich bis hin zum latent drohenden Kollaps total „unterzuckert“. Was mindestens genauso, wenn nicht sogar noch mehr fehlt sind in Zeiten wie diesen der Verarmung sozialer Kontakte die lieb gewordenen Begegnungen mit Gleichgesinnten. Hierzulande herrscht insbesondere auf dem Meisterschaftssektor für die Ü30-Generation ziemlich tote (Sport-)Hose. Schielen wir also mal wieder neidisch über den imaginären Grenzzaun zu unseren befreundeten alpenländischen Nachbarn Österreich. Wie schon im Vorjahr in St.Pölten bieten sie auch heuer wieder die offen ausgeschriebenen Österreichischen Masters-Meisterschaften an. Vorausschauend auf eine sich bis dahin hoffentlich entkrampfende Corona-Situation sind sie Stand jetzt fix für den 25./26.September 2021 in Linz in der Oberbank Arena terminiert. Die 207.000-Einwohner-Stadt an der Donau in Oberösterreich liegt relativ grenznah zu Niederbayern, ist durch gute Verkehrsanbindungen einschließlich eines internationalen Flughafens jedoch von überall her gut zu erreichen.

Ein leuchtendes Beispiel für die (Nicht-)Macher vom DLV

Manch eine/r wird sich womöglich aus eigenem Erleben erinnern, dass Linz in der schmucken Mehrzweckhalle und den gleich nebenan liegenden Außenanlagen 2006 Gastgeber der Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren*innen war. Und wer schon einmal bei den „Austrian Masters“ seine Sportschuhe geschnürt hat, entwickelt sich beinahe zwangsläufig zum „Wiederholungstäter“. Selbst trotz der notgedrungen sterilen, keimfreien Rahmenbedingungen anno 2020 lobten die Gaststarter speziell aus „Germany“ die gleichwohl heimelige Atmosphäre, waren von der jederzeit top organisierten und durchgeführten Veranstaltung restlos begeistert (siehe vorjährigen Bericht).
Übrigens: Der in St.Pölten federführend für den reibungslosen Ablauf in Vorbereitung und Abwicklung  zuständige, auch selber im Sprint teilnehmende Eduard „Edi“ Gonaus war sich nicht zu schade am Vortag beim Herrichten der Sportanlagen wesentlich mit Hand anzulegen. Das stelle sich einer bei einem hochrangigen DLV-Offiziellen vor? Unvorstellbar!
Nicht der einzige Punkt, bei dem sich die (Nicht-)Macher aus Darmstadt, die sich ja gerne in Verblendung Projekte mit weltweiter Strahlkraft zuschreiben, ein leuchtendes Beispiel nehmen könn(t)en.
Felix Austria = Glückliches Österreich! Das musste einfach noch sein.

DLV: Stümperhafte Neugestaltung des Unterfensters Präsidium

(Darmstadt/Krefeld, 21. April 2021) Ein Amateursport-Verband muss nicht zwingend amateurhaft geführt werden. Erst recht nicht, wenn der gemeinte Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit über 50 hauptamtlichen Kräften in der Geschäftsstelle Darmstadt an diesem Gesamtgebilde arbeitet und sich nach eigenem Selbstverständnis „als ein modernes Dienstleistungsunternehmen“ bezeichnet. Hoppla! Da läuft er aber seinem eigenen allzu hohen Anspruch gehörig hinterher. Einen Nachdreher vom Verbandstag mit der Bekanntgabe des neuen dreiköpfigen, geschäftsführenden Vorstandes blieb er bislang schuldig. Stümperhaft war bis zum gestrigen digitalen „Zuruf“ unseres Gastautoren Dieter Krumm bei DLV-Mediendirektor Peter Schmitt auch die Neugestaltung des Internet-Unterfensters „Präsidium“.

Erst auf digitalen "Zuruf" korrigiert

Dort wurde zunächst noch der (bisherige?) Generaldirektor Cheik-Idriss Gonschinska bildlich als dessen Mitglied dargestellt, gehört nach der neuen Satzung jedoch nicht mehr dazu. Nun gibt es also eine neuerliche visuelle Anordnung, sogar diesmal – welch ein Wunder – mit Bildunterschrift, das Präsident Jürgen Kessing in einer Art Fahndungsfoto „Gesucht wird…“ in der Mitte zeigt. Aber immerhin wurde endlich das alte Foto entfernt, das noch den im November 2020 verstorbenen Frank Hensel und zwei ausgeschiedene Präsidiumsmitglieder zeigte (wir berichteten zweimal)
Nicht zu verschweigen noch eine gewissermaßen taufrische Schmonzette aus dem unsäglichen präsidialen Wortgelkingel gegenüber dem gestern erschienenen „Leichtathletik-Magazin“. O-Ton: „
Nicht zuletzt muss Deutschland als Leichtathletik-Standort attraktiv bleiben.“ Das ist der eindeutig falsche Terminus. Dazu müsste die einstige „Grande Nation“ erst mal in Spitze und Breite wieder attraktiv werden.
So schaut’s aus, Herr „Zeremonienmeister“ Kessing!

Eine Perspektive in auch sportlich trostlosen Zeiten wie diesen

(Bielefeld/Herzogenaurach/Krefeld, 19. April 2021) Bei aller Unbill die uns alle miteinander auch im Jahr zwei von Corona und einem unabsehbaren Ende der momentan explodierenden Seuche plagt, ist es obendrein die fehlende Perspektive auf sportlichem Gebiet. Nicht nur, aber insbesondere für Senioren-Leichtathleten. Absagen über Absagen oder erst gar keine Planungen für irgendwas. Demzufolge ist es fast schon als Lichtblick zu bezeichnen, dass Vorgesehenes nicht gleich restlos eingestampft, sondern lediglich aufgeschoben wird. Was ja bekanntermaßen nicht zudem aufgehoben bedeutet.
So ist in der uns bekannten neuesten „Newsletter“ des westfälischen Leichtathletik-Verbandes zu erfahren, dass die ursprünglich für Mitte Mai in Bielefeld geplanten landesoffen ausgeschriebenen „Westfälischen“ der Ü30-Generation wegen der aktuellen Gemengelage am 28.August 2021 an selber Stelle im dortigen Stadion Russheide zur Austragung kommen (sollen). Je nach individuellem Aktionsradius interessant für ein Personenkreis nach oben weiter nördlich, nach unten westlich in den Nordrhein, der schon ab der Ruhrmetropole Essen beginnt.

Mit ein bisschen gutem Willen geht vor allem bei Stoß und Wurf immer was

Aber für Einheimische sowie ausgehungerte Wettkampf-Enthusiasten jenseits des Weißwurst-Äquators und richtige Ausländer ist auch etwas im Portfolio, wenngleich amputiert ohne Stoß und Wurf: Die halboffenen Bayerischen Senioren-Meisterschaften am 10.Juli 2021 im durch ADIDAS und PUMA berühmt gewordenen fränkischen Herzogenaurach in den Fraktionen Sprint, Lauf, Sprung. Sofern die maximale Teilnehmerzahl noch nicht erreicht ist, können auch Aktive ohne bayerische Vereinszugehörigkeit ihre Willenserklärung für einen Start außerhalb der Wertung abgeben (siehe Ausschreibung).  
Dass in Zeiten wie diesen mit ein bisschen gutem Willen, einem vernünftigen Konzept und Menschen auch aktuell etwas geht, beweisen die Werfertage in Potsdam und Ingelheim. Immerhin nährt das die Hoffnung, dass auch der vorgesehene Eia Benner-Werfertag des Leichlinger TV am 01./02.Mai 2021 im Stadion Balker Aue alle behördlichen Hürden nimmt. Die Entscheidung darüber soll kommenden Mittwoch fallen.

Eia Benner-Werfertag wurde unter Ausdruck des Bedauerns abgesagt

(Leichlingen/Krefeld, 20. April 2021) Es war einmal… Dergestalt fingen früher in der Kindheit, lang, lang ist’s her, als Gute-Nacht-Geschichte alle Märchen an. Heutzutage sind diese drei Worte der Auftakt für ...„ein Wettkampf geplant“. Da gibt es weitaus schönere Anlässe der Chronistenpflicht, gehört aber eben auch zur allgemeinen Information der Leser und zur speziellen jener, die den Termin womöglich bereits freudestrahlend auf ihrer Agenda hatten. Dies als kleines Vorspiel, um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Konkret: Gestern Nachmittag musste LTV-Abteilungsleiter und Chef-Organisator Manfred Schmitz (im Bild) den Hiob wider Willen geben. Trotz eines ausgeklügelten Hygienekonzepts mit Corona-Schnelltests vor dem Einlass ins Sportzentrum Balker Aue sah sich der Leichlinger TV (LTV) unter dem Ausdruck des Bedauerns gezwungen den „Eia Benner-Werfertag“ am 01./02.Mai 2021 abzusagen. Der Klub hat bei aller Für- und Vorsorge von einer – nicht genannten – Stelle, die mittlerweile dabei im Konglomerat durchaus vernünftigerweise „die Finger im Salat“ haben, keine Freigabe zur Durchführung der Zwei-Tages-Veranstaltung erhalten.

Vielerlei Maß nicht nur in der hohen Politik

Für den Außenstehenden erschließt sich allerdings nicht, dass Werfertage beispielsweise in Potsdam (Brandenburg) und Ingelheim (Rheinland-Pfalz) jüngst möglich waren, im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen jedoch nicht machbar sind respektive sein sollen. Vielerlei Maß nicht nur in der hohen Politik was den Umgang mit dieser vertrackten Corona-Problematik anbelangt.
Doch auf Leichlingen bezogen immerhin tröstlich, dass auch hier der inzwischen abgenudelte Spruch fürs Phrasenschwein „Aufgeschoben ist nicht aubgehoben“ gilt. Die Verantwortlichen werden sich heute über einen geeigneten Nachholtermin beraten. Für diese erneut amputierte Saison noch, versteht sich.

Dünner Aufguss vom Verbandstag verschweigt wesentliche Neuerungen

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Sindelfingen/Darmstadt/Krefeld, 18. April 2021)
DLV-Mediendirektor Peter Schmitt hat für die Berichterstattung vom gestrigen digitalen Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Sindelfingen oder Darmstadt (das blieb weiterhin offen) höchstpersönlich seine sicherlich bestens bezahlten (Tastatur-)Finger für das hauseigene Internet-Portal bemüht. Es wurde dennoch entgegen der Versprechungen jener von uns befürchtete dünne Aufguss. Dem Standard gemäß gewohnt amateurhaft.
Die Präsidiumswahlen nahmen den weit überwiegenden Raum ein, garniert mit den üblichen inhaltsleeren Floskeln und Worthülsen. Nichts von all‘ den gestern von uns in der Vorschau beschriebenen, für diese träge, unbewegliche Dachorganisation geradezu revolutionären Neuerungen eines vorneweg geschäftsführenden, hauptamtlichen dreiköpfigen Vorstandes. Die Nebensache der präsidialen Wiederwahl des allein kandidierenden Jürgen Kessing (welch ein Kunststück!) wurde zum Hauptereignis hochsterilisiert, hätte jetzt Ex-Fußballer Bruno Labbadia geäußert. Stellen wir noch richtig, dass „hochstilisiert“ gemeint ist. Dazu wurde als Aufmacher ein denkbar unvorteilhaftes großformatiges Archiv-Foto von Kessing gestellt, das ihn aber immerhin ehrlich unsympathisch und uncharismatisch rüberbringt, wie er nun mal von vielen wahrgenommen wird.
Doch wie bereits von uns erwähnt, ist der ungekrönte Meister der zielsicheren Fettnäpfchen-Treter künftig nur noch die hoffentlich selten und am besten sprachlos in Erscheinung tretende – Achtung: Satire – Galionsfigur.
Ach, ja, fast übersehen: Eine Bildergalerie (!?) gibt's auch noch zu allem Überfluss mit sage und schreibe zwei Fotos. Wow!