Senioren-DM: DLV tritt seine Informationspflicht einmal mehr mit Füßen

(Krefeld/Zittau, 11. Juli 2015) Irgendwann fällt auch bei mir die Online-Klappe. Obwohl die Messe des ersten Tages der Deutschen Senioren-Meisterschaften der Ü-35-Generation in Zittau gestern Abend gegen 20,30 Uhr gelesen war, suchte man auf allen denkbaren Kanälen selbst noch um 22 Uhr vergeblich nach der Ergebnisliste. Erwartungsgemäß war tagsüber natürlich von einem Live-Ticker oder gar Livestream keine Spur. Die Senioren/innen sind willkommenes Zahlvieh, ohne jeden Anspruch auf den sonst üblichen Standard. Also habe ich meine persönliche Neugier und mein Informationsbedürfnis für die geneigten Leser nach einer Mütze voll Schlaf notgedrungen bis heute Morgen gleich nach dem frühen Aufstehen (wegen des Abfluges von Düsseldorf nach Dresden und der Weiterfahrt mit dem Leihwagen nach Zittau) zügeln müssen.
Und heute wieder nix unter Ergebnisse auf der DLV-Netzseite, auch nicht über den Umweg Meisterschaftstermine. Dabei handelt es sich um eine Deutsche Meisterschaft unter dem Patronat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Mehr Geringschätzigkeit geht nicht. Auch kein Hinweis in der Senioren-Spielecke, wo im Laufe des Vormittags ein Beitrag vom selbst ernannten Flunkerer zu bestaunen war. Da erfahren wir so Erhellendes, dass an den drei Tagen 215 Kampfrichter 1.107 Starts zu überwachen hätten. Es sind indes 2.126, was bei 1.050 Gemeldeten auch nahe liegender erscheint. So jedenfalls unsere Information durch die Leiterin Wettkampf-Organisation, Gisela Stecher aus Grevenbroich.
Einen Link zur Online-Ergebnisliste behält uns der Großmeister der Ästhetik aus Berlin mit bürgerlichem Namen Flucke hingegen vor. Folglich war wieder einmal eigener Forschergeist gefragt. Fündig wurden wir schließlich auf dem Internet-Portal des örtlichen Ausrichters HSG Turbine Zittau, der im Übrigen einen blitzsauberen digitalen Auftritt hinlegt. Da sollten die Verantwortlichen des DLV mal genauer hinschauen. Durchaus als Lehrstück geeignet.