Vielleicht hätten sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt?!

(Vaterstetten, 15. Juni 2015) Fassen wir noch einmal zu unserem Kommentar „Schilda auf bayerisch: Tollkühne Konstruktion des Schutzkäfigs“ nach. Was den Erbauer des Schutzgitters und den Ausrichter anbelangt, so gilt hier der Werbeslogan „Vielleicht hätten sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt.“ Den zuständigen Vertretern des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes (BLV), die die technische Abnahme der Wettkampfanlagen zu verantworten haben, kann nur angeraten werden, sich vorher besser mit den Wettkampfbestimmungen vertraut zu machen.

Regelgerechte Anlage erst an Tag zwei

Immerhin wurde am gestrigen zweiten Wettkampftag auf die Unzulänglichkeiten reagiert und die ominöse, regelwidrige Querstange demontiert. Gleichwohl erinnert der unliebsame Vorgang an die Deutschen Senioren-Meisterschaften 2009 an gleicher Stelle. Damals wurden ebenfalls erst am zweiten Wettkampftag regelgerechte Voraussetzungen für den Hammerwurf geschaffen. Nachdem das Kampfgericht am ersten Tag aus dem Diskuswurfring werfen ließ, wurde dieser erst am Folgetag durch den entsprechenden Einlagering auf den Durchmesser (2,135 m) des Hammerwurfrings reduziert.
Sechs Jahre sind seitdem vergangen. Viel dazugelernt haben die Verantwortlichen offensichtlich nicht.