Hallen-DM und -EM: Ein Kessel Buntes mit lauter Ungereimtheiten

(Erfurt/Torun/Krefeld, 21. Februar 2015) Es kann an dieser Stelle nicht oft genug nach Art des Wanderpredigers wiederholt werden, dass unsere Ein-Mann-Redaktion nebst einigen freien Mitarbeitern nicht jeden Mist selber ausgraben kann, den andere verbockt haben. Dazu müssten wir rund um die Uhr im Netz sein, wüssten nicht einmal, wo wir bei wem was suchen sollten. Glücklicherweise bekommen wir von unseren Mitgliedern und Stammbesuchern einiges gesteckt, dass wir im Interesse der gemeinsamen Sache veröffentlichen. Die Rolle des Robin Hood nehmen wir jedoch unserem selbst gestellten Auftrag gemäß ausgesprochen gerne wahr. Sonst macht es ja eh keiner. Also werden wir nachfolgend mit einem Kessel Buntes lauter Ungereimtheiten konkret. Kugelstoßer Peter Kalveram (*1968) vom TV Fränkisch-Crumbach stieß ganz seiner Disziplin entsprechend auf zwei unterschiedliche Startzeiten bei der Hallen-DM in Erfurt. Der Zeitplan sieht für „seinen“ Wettbewerb der M45 den 01. März 2015, 14.15 Uhr, vor, die Online-Meldeliste jedoch eine Stunde später. Nicht unerheblich für die Betreffenden. Natürlich machten wir uns telefonisch kundig. Nicht irgendwo, sondern bei der Leiterin Wettkampforganisation Senioren, Gisela Stecher aus Grevenbroich. Klare Aussage: Der Zeitplan ist bei etwaigen Abweichungen verbindlich und bindend!. Gilt natürlich auch für alle anderen denkbaren Fälle, die wir bei aller Liebe jetzt nicht rauf und runter überprüft haben.

EMA-Präsident nach dem Rennen ins "Kreuzverhör" nehmen


Einen „Vorschlag zur Güte“ machte Diskuswerfer Christian Welke (*1961) aus Forchheim in der leidigen Trikot-Frage bei internationalen Starts. Da EMA-Präsident Kurt Kaschke am 01. März gegen 16.10 Uhr in der 4x200-m-Staffel des VfL Sindelfingen wieder einmal in kurzen Hosen unterwegs sein wird, wäre es eine treffliche Gelegenheit ihn zunächst mit donnerndem Applaus zu überschütten, um ihn danach, noch Atemlos wie Helene Fischer, zu etwa drohenden Disqualifikationen ins „Kreuzverhör“ zu nehmen. Glänzende Idee. Denn der „Präses“ aus Freudenstadt im schwarzen Walde „stimmt“ über die am 15. Februar abgelaufene Frist hinaus beharrlich das Schweigen im Walde an. Dabei hatte er uns auf die Anfrage hin postwendend eine Zwischennachricht erteilt, dass er zunächst die Antwort des DLV abwarten müsse, welche Trikots als zulässig der EMA und WMA gemeldet werden. Die wird er längst haben. Denn DLV-Präsident Clemens Prokop hat dem Verfasser dieser Zeilen, wie bei uns nachzulesen ist, auch sehr kurzfristig geantwortet. Damit ist die Kuh jedoch noch nicht vom Eis. Entscheidend und mit dem entsprechenden Hoheitsrecht bei der Hallen-EM vom 23. bis 28. März 2015 im polnischen Torun ist nun einmal die federführende European Masters Athletics (EMA) ausgestattet.

Volle Deckung beim Auftritt der Fabel-Weltrekordlerin

Wären wir beim nächsten Stichwort, in Szene gesetzt durch einen „Maulwurf“, der entgegen der Wühler in Mutter Natur nicht blind ist. Da können sich die fortgeschrittenen Mädels im Kugelstoßen der W55 um „Heidschnucke“ Carola Petersen aus Lüneburg warm anziehen. Die Polin Teresa Piwowarska ist mit einer Vorleistung von 98,66m (in Worten: Achtundneunzigmetersechsundsechzig) gemeldet. Da werden sie wohl einige der sechs vorhandenen Sprungschanzen (so steht es im Athletenhandbuch) abbauen müssen, damit das 3-Kilo-Kügelchen so oder annähernd so weit fliegen kann. Vorsorglich sollten alle in der Arena befindlichen Personen bei diesem Jahrtausendereignis in Deckung gehen. Leider können wir den Zeitpunkt nicht nennen, da der Feinzeitplan immer noch nicht veröffentlicht ist.