Hallen-Europameisterschaft: Fünf Nationen aus Übersee haben gemeldet

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(Torun/Krefeld, 06. Februar 2015) Sieh an, sieh an! Der nicht nur von uns erwartete weitere Nachschlag zur Anmeldefrist für die 10. Hallen-Europameisterschaften mit Winterwurf vom 23. bis 28. März 2015 im polnischen Torun blieb aus. So ist es jedenfalls gestern auf der Netzseite des kontinentalen Dachverbandes EMA nachzulesen. Mit der Veröffentlichung von Zahlen ziert sich das Lokale Organisationskomitee (LOC) auf dem Internet-Portal des Veranstalters jedoch noch. Vorab erfuhren wir jedoch exklusiv aus dieser Quelle, dass es einen neuen Rekord geben soll. Nicht an Startwilligen, sondern an Nationen. Nämlich 44. Das ist ein exorbitant hohes Ergebnis bei insgesamt 51 Mitgliedsländern. Darunter befinden sich immerhin einige so exotische Zwergenstaaten wie Andorra, Gibraltar, Liechtenstein, Malta, Monaco, San Marino und Zypern, die wahrscheinlich nur ehrenhalber aufgenommen worden sind. Es ließen sich durchaus noch ein paar Winzlinge vom Rande Europas finden. Alle anderen sollen also da sein? Denkste! Gemeldete aus fünf Nationen kommen mit Argentinien, Australien, Chile, Kanada und den USA von Übersee. Und damit wird es heikel, dem Kommerz und dem schönen Schein zu Liebe geltendes Melderecht gebeugt zu haben. Denn das LOC darf nach der Satzung und der Geschäftsordnung der EMA lediglich Meldungen von Athleten/innen der angeschlossenen europäischen Verbände annehmen. Stellen wir uns vor, Europäer sollten zu den Meisterschaften von Ozeanien, Süd-, Mittel- oder Nordamerika melden wollen. Unvorstellbar! Es würde vermutlich erst keiner überhaupt auf die Idee kommen. Was steckt dahinter? Egal was. Ärger dürfte vorprogrammiert sein, Herr Präsident Kurt Kaschke. Es soll dem Vernehmen nach nicht der einzige sein, den er als Steuermann „seiner“ Dachorganisation hat. Die Trikotfrage gehört auch dazu, die schließlich in Sachen gewollter Einheitlichkeit nicht allein für Deutschland gilt.