Wolfgang Ritte vom SSB Moers für sein sportliches Lebenswerk geehrt

(Ludwigshafen/Moers/Krefeld, 05. Februar 2015) Schnell, schneller, Lampis! Wenn nicht wir, wer sonst? Andere Online-Medien laufen im Stile eines Wochenblattes tagelang hinter der Musik her. Soviel Eigenlob muss sein. Lediglich 45 Minuten nach dem neuen Hallen-Weltrekord (4,16 m) der M60 von Stabhochspringer Wolfgang Ritte vom SC Bayer 05 Uerdingen in Ludwigshafen waren wir bereits mit dieser Meldung unter „Nachrichten“ heraus. Ohne selber vor Ort gewesen zu sein. Der große Rest wird länger dauern. Wesentlich länger. Denn die Mühlen der trägen Verbandsbürokratie mahlen gaaanz langsam. Obwohl Mit-Organisator Dieter Tisch das Verfahren schon erheblich abkürzte. Er war gut vorbereitet. Wenn sich ein Wolfgang Ritte ankündigt, sollte ein Veranstalter vorsorglich das Formular für ein Rekordprotokoll im Wettkampfbüro bereit liegen haben. Hatte er, ließ sich auch auf das vom DLV gewollte Prozedere nicht ein, erst auf Anfrage aus Darmstadt zu reagieren. „Hier und Heute habe ich alle Leute beisammen, die das Protokoll mit unterschreiben müssen“, beschied er dem erst einmal verdutzten Ritte. „Später müsste ich mühselig hinter ihnen herlaufen.“ Dazu fällt uns ein: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Sarkastisch formuliert ist der Spruch anders herum bekannter. Nun warten wir also geduldig ab, wann der Rekord in den verschiedenen Listen beim DLV, der EMA und WMA stehen wird. Darüber wird der Frühling ins Land ziehen. Mindestens.
Der Wahl-Uerdinger mit Wohnsitz Moers musste am Abend vor seinem klassenübergreifend insgesamt 40. Weltrekordsprung seine Qualitäten als „Feierbiest“ unter Beweis stellen. Auf der Gala des Stadtsportbundes  (SSB) im Ortsteil Rheinkamp wurde der 62-Jährige als überhaupt erster Moerser Sportler von Bürgermeister Christoph Fleischhauer (für seinen Namen kann er nix) mit einer geschmackvollen Skulptur aus Acryl für sein sportliches Lebenswerk geehrt. Dabei hat er keineswegs vor, den geraden erst angeschafften härteren, sündhaft teuren Glasfieberstab als Trophäe an die Wohnzimmerwand über der Sitzgarnitur zu hängen und da 4,16 Meter einzuritzen. Gleichwohl konnte ich mir nicht verkneifen meinem Klubkameraden eingangs mit den Worten „Schade, dass du jetzt aufhörst“ zu dieser hohen, irgendwie endlich wirkenden ideellen Auszeichnung zu gratulieren. Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen, die beim SSB bei einem gestandenen Sechziger aufgekommen sein könnten: er macht natürlich munter weiter. Vielmehr höher, um im Bilde zu bleiben.