Französin Dr. Claude Hemmer zur Stabschefin der WMA berufen...

(Monte Carlo/Roussy/Krefeld, 30. Oktober 2022) Da wir uns auf internationalem Terrain bewegen, erlauben wir uns ganz ohne Gänsefüßchen diesen Anglizismus: Women Power ist bei den internationalen Senioren-Verbänden in der Leichtathletik angesagt. Margit Jungmann aus Rehlingen im Saarland ist seit Ende 2017 Präsidentin der World Masters Athletics (WMA) mit Sitz in Monte Carlo im Fürstentum Monaco. Eine Etage tiefer bekleidet sinnigerweise seit Rosenmontag 2022 die Kosmopolitin Valentina Fedjuschina, eine gebürtige Ukrainerin mit österreichischem Pass und Wahlheimat Portugal, diese Position bei der European Masters Athletics (EMA) im schweizerischen Lausanne am Genfer See. Was nun auf sie bezogen das oben genannte Attribut betrifft, sind erhebliche Zweifel angezeigt, sollte sich ihre Wahl mehr als vehement in die Sporthose gegangener Karnevalsscherz entpuppen (wir berichteten mehrfach). Und auch der Hochglanzlack der von uns so bezeichneten „Saarperle“ bekam mittlerweile einige gehörige Kratzer.

...um die Organisation in eine neue Ära der Professionalität zu führen

Zuletzt eingedenk der vielen Pleiten, Pech und Pannen bei dieser ziemlich verkorksten Stadion-WM im finnischen Tampere. Das brachte sie hinterher in große Erklärungsnot. Wobei sie sich als schlussendlich in der Verantwortung stehende Funktionärsspitze den Vorwurf gefallen lassen musste, im Vorfeld und während der WM die unabdingbare Sorgfaltspflicht – charmant formuliert – nicht gewahrt zu haben. Das weniger nette Wort ist „verletzt“ (auch das ist in mehreren Beiträgen auf LAMPIS nachzulesen). Ob nun das die „Grande Dame“ mit dem angeheirateten männlichen Nachnamen bewogen hat die Reißleine zu ziehen, vermögen wir aus der Fernsicht nicht zu beantworten. Jedenfalls hat sie die für den luxemburgischen Leichtathletik-Verband tätige Französin Dr. Claude Hemmer (im Bild) aus Roussy im
Département Moselle als Stabschefin berufen, um die Organisation der WMA in eine neue Ära der Professionalität zu führen.

Eine Fachfrau par excellence soll die verkrusteten Strukturen aufbrechen

Hemmer (lautsprachlich em-mär), deren Vorname zu Verwechselungen führen kann (siehe Link, letzter Absatz), ist einer breiteren interessierten Öffentlichkeit aus der Szene höchstwahrscheinlich noch nicht bekannt. Aber sie erfüllt das Etikett „Fachfrau“ in allen nur denkbaren erforderlichen Facetten, hat Wirtschaftswissenschaften studiert und hier promoviert, beherrscht mehrere Sprachen perfekt in Wort und Schrift, kennt die Leichtathletik als Sprinterin mit und ohne Hürden von der Pike auf, startet auch weiterhin bei den Masters bis zu nationalen und internationalen Titelkämpfen aufwärts. Dazu bringt sie als schmückendes Beiwerk den Charme und Esprit einer Französin mit. „All mein Wissen und meine Erfahrung werde ich in diese Aufgabe einfließen lassen“, verspricht die Madame von der Moselle.
Nehmen wir sie beim Wort!  Es ist nämlich allerhöchste Zeit, die verkrusteten Strukturen einer längst aus der Zeit gefallenen Epoche mit Verve und Grandezza aufzubrechen.