Es droht womöglich eine hausgemachte Terminkollission

Kolumne

Moment mal

(Erfurt/Paderborn/Düsseldorf/Krefeld, 28. Oktober 2022)
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, gäbe es einen Konjunktiv nebst Spekulationsspielraum weniger. Der Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) hat in seinem vorläufigen Rahmenterminplan 2023 auf eine bloße, noch nicht zugesagte Anfrage des Dachverbandes DLV hin die Senioren-Hallen-DM mit Datum 04./05.März und Schauplatz Erfurt aufgenommen (wir berichteten). Nun kann kein Mensch allen Ernstes verlangen, dass sich 20 Landes- und Regionalverbände bundesweit untereinander abstimmen. Und jetzt kommt das genannte ominöse Wort ins Spiel: Wenn es dazu tatsächlich kommen sollte, wäre das ausgesprochen kontraproduktiv. Denn just am 04.März 2023 sind die Offenen Westfälischen Hallen-Meisterschaften der Ü30-Generation im Ahorn-Sportpark in Paderborn bereits fix terminiert (siehe auch unser Fenster Veranstaltungen). Das ist halt der Fluch der bösen Tat, dass der DLV bei der Planung von jedweden Deutschen Meisterschaften, die als offizieller Veranstalter und Schirmherr nun mal in seinen Beritt fallen, nicht zumindest den Zeitpunkt vorgibt. Daran – schon wieder Konjunktiv – könnten sich potenzielle Bewerber mit jener unerlässlichen, bürokratischen „belastbaren Absichtserklärung“ dann orientieren. Doch warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht und Durcheinander anzettelt? Wobei grundsätzlich eingeräumt sei: Es allen recht zu machen, ist eine Kunst die keiner kann!

Letzte Ausfahrt diesmal nicht im grenznahen Roermond/NL

Letzte Ausfahrt Roermond in den konkret ausgesprochen grenznahen Niederlanden, haben wir gelegentlich getitelt oder getextet. Dort findet althergebracht seit vielen Jahren am letzten Samstag im Oktober zum ultimativen Kehraus der Freiluftsaison die „Douwe Smit Trofee“ statt. Ein Werfertag für alle Klassen bis weibliche und männliche Senioren aufwärts. Das Meldeportal  auf der beispielhaften Plattform atletiek.nu konnte vor Wochen bereits wenige Stunden nach Öffnung wieder geschlossen werden, waren die Felder komplett. Aber das sei nur am Rande der Bande erwähnt.
Denn das mit der letzten Ausfahrt stimmt in zweierlei Hinsicht nicht mehr. Der nicht minder traditionelle, ordnungsgemäß angemeldete und mithin bestenlistenreife Werfer-Clubkampf der Männer, Frauen und Ü30-Generation zwischen dem DSV 04 Düsseldorf, DJK Kleinenbroich und TV Mettmann kommt ebenfalls morgen (ab 13 Uhr) auf der Bezirkssportanlage Wilhelm-Heinrich-Weg in Düsseldorf-Lierenfeld, der Heimstätte des DSV, zur Austragung. Beide Orte der Handlung dürfen sich im „Goldenen Oktober“ besten Altweibersommer-Wetters bei Sonnenschein und Temperaturen bis zu 23 Grad erfreuen. Blendende Voraussetzungen, eine etwaige Spätform in der späten Saison noch auszunutzen. Aber es geht für LAMPIS-Leser bekanntlich noch später und das ebenfalls in der Landeshauptstadt Düsseldorf mit den Offenen NRW-Winterwurfmeisterschaften ab M/W30 am 19.November auf dem Freigelände neben der Leichtathletik-Halle im Arena-Sportpark.

21,35m-Kugelstoßer Thomas Muschkat geb. Schmitt nicht im, aber am Ring dabei 

Kommissar Zufall hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal jedoch im positiven Sinne und einer Fehlinterpretation meinerseits zufolge. Da kaum einer den lieben langen Tag online ist und alle möglichen einschlägigen Netzseiten durchforstet (ohnehin sitzen die Bundesbürger mit im Schnitt drei Stunden täglich viel zu lange vor ihrem I- oder Smartphone), habe ich meiner Leichtathletik-spezifischen WhatsApp-Gruppe die frohe Kunde von der Senioren-DM am 19./20.August 2023 verbreitet. Darunter fälschlicherweise an Thomas Muschkat, der unter seinem Geburtsnamen Schmitt in einer wahren Sternstunde am 21.März 2015 in Übach-Palenberg mit einem 21,35m-Stoß für großes Aufsehen sorgte (wir berichteten als erstes Medium davon; siehe Link). Thomas, seit fünf Wochen stolzer Vater und nunmehr in Jülich unweit von Mönchengladbach wohnhaft, kommt dafür als Jahrgang 1989 nicht in Frage. Stopp: Nicht im, aber am Ring oder sonst wo. Der hünenhafte Drehstoß-Interpret signalisierte mir, liebend gerne als ausgebildeter Kampfrichter dabei sein zu wollen, an denen eh latenter Mangel besteht. Die Weichen dazu wurden zwischenzeitlich gestellt.
Womit wir wieder bei dem Spruch „Tue Gutes und rede/schreibe darüber“ wären.