Olympiafahne findet an Fred Schladens einstiger Wirkungsstätte Platz

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(Bonn/Dannenberg/Krefeld, 28. Juni 2022) Aus einer blitzgescheiten Idee wurde eine wahre Odyssee. Wolfgang Knüll (*1946) hatte aus dem Nachlass seines verstorbenen langjährigen Klubkameraden beim LC Bonn und Freundes Ferdinand „Fred“ Schladen (*24.05.1939 †29.03.2021; im Bild) die riesige, über sechs Meter lange Original-Fahne des Olympischen Dorfes der Sommerspiele von 1972 in München geerbt. Der als promovierter Allgemeinmediziner im seligen (Un-)Ruhestand inzwischen mit seiner Frau Brigitte im niedersächsischen Dannenberg an der Elbe beheimatete Ex-Bonner wollte sie jedoch nicht in irgendeiner Schublade verstauben lassen. Sein erster Gedanke: Sie sollte just zum 50-jährigen Jubiläum der Olympischen Spiele und damit verbundenen Feierlichkeiten an den Schauplatz der damaligen Handlung zurückkehren, wollte sie also dem Stadtmuseum der bayerischen 1,47-Millionen-Metropole stiften. Quintessenz: Danke für das Angebot, jedoch zu groß, um sie entsprechend zu platzieren (wir berichteten mehrfach, siehe Link). Nächster Versuch Deutsches Sport- und Olympiamuseum in Köln mit ähnlichem Ergebnis.

Hartnäckigkeit von Erbe Wolfgang Knüll wurde schlussendlich belohnt

Doch der Erbe dieses einzigartigen Reliktes der Sporthistorie ließ nicht locker, stieß weiter rheinaufwärts in der ehemaligen Bundeshauptstadt nicht auf taube Ohren. Verkürzt dargestellt: Die Fahne wird im Sportpark Nord, dort also wo Fred als Platz- und Hallenmeister 33 Jahre gearbeitet hat, der zudem seine bevorzugte Trainingsstätte gewesen ist, mit weiteren Devotionalien seiner jahrzehntelangen erfolgreichen Karriere, hauptsächlich als Weltklasse-Kugelstoßer bei den Männern und Senioren, einen angemessenen Platz finden. Die kleine Einweihungsfeier wird dort vor Ort im Kreise ehemaliger enger sportlicher Wegbegleiter und Freds letzten zehnjährigen Lebensgefährtin Uschi Sieglohr morgen um 12 Uhr zelebriert. „Was lange gewährt hat, wird nun endlich gut“, resümiert Wolfgang Knüll, der Hartnäckige. Mitunter führen auch Umwege zum einzig richtigen Ziel. Denn passender geht es schlussendlich in Verbindung zu Schladen nicht