Heiko Wendorf ist zum Opfer eines perfiden Rufmordes geworden

Kolumne

Moment mal

(Neustädt/Darmstadt/Krefeld, 04. Juni 2022)
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es seinem bösen Nachbarn nicht gefällt. Das gilt in fast allen Lebensbereichen, ist leider fester Bestandteil unserer heutigen von Neid und Missgunst geprägten Gesellschaft. Üble Nachrede bis hin zum perfiden Rufmord macht auch oder gerade vor dem Sport und seinen Protagonisten nicht halt. Der anonymen Anzeige beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt von einem feigen Heckenschützen sah sich DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (im Bild) nach dem kleinen, ordnungsgemäß über seinen Verein ASV Erfurt angemeldeten Einladungswettbewerb im Rahmen eines Kurz-Trainingsaufenthaltes auf seiner feinen privaten Kugelstoß-Anlage in Neustädt (Thüringen) ausgesetzt.

Feiger Heckenschütze behauptete die Anlage habe Gefälle

Der/die Denunziant/in behauptete, sie sei nicht regelkonform, würde ein deutlich sichtbares Gefälle im Verlauf des Sektors aufweisen. Wo immer er/sie diese Erkenntnis haben will, ist sie dem Schiedsrichter Wurf, der die Anlage abgenommen und für korrekt befunden hat, den mir persönlich bekannten untadeligen Senioren-Sportlern von Rang und Namen, die garantiert nicht zur „Schummel-Fraktion“ gehören, dem anwesenden Spitzentrainer Kahlid Alqawati aus Mannheim sowie mir als Kampfrichterhelfer und Kugelstoßer mit 1.173 Wettkämpfen an rund 400 verschiedenen Schauplätzen bis hin nach Durban in Südafrika nicht aufgefallen. Da müssten wir allesamt bei lediglich halbwegs ausgeprägtem optisch-visuellem Empfinden schon mit Blindheit geschlagen sein und künftig mit der Armbinde von drei Gänsefedern herumlaufen.

DLV ging der Sache wider besseres Wissen nach

Ungeachtet aller Fragwürdigkeit einer solch anonymen Anzeige, ist der DLV ihr in Person von Sven Schröder nachgegangen, der Wendorf anrief und darauf ansprach. Der konnte den haltlosen Vorwurf mit dem Hinweis auf ein auch dem Dachverband vorliegendes Vermessungsprotokoll entkräften. Das war im Vorjahr aus Anlass des 5. Neustädter Kugelstoß-Cups angefertigt worden, bei dem auch ein Teil der deutschen Elite der Männer, Frauen und U-Klassen gestartet ist. Im Übrigen ist die sechste Auflage im kommenden Monat, exakt am 09.Juli, zum Normen-Wettkampf für die Heim-EM der Männer/Frauen im Münchner Olympiastadion geadelt worden. Dem hätte der Leitende Bundestrainer Sven Lang, zudem 2021 vor Ort, sicherlich nicht zugestimmt, wenn es auch nur den Hauch einer Unkorrektheit geben würde.
Halt, einen kleinen Makel gibt es doch: Bei 24,30m weist der Naturuntergrund aus Rasen bis zum Nachbargrundstück eine vom Boden her durchgängig zwei bis drei Zentimeter hohe Abstufung nach oben auf. Das ist jedoch 1.) von der Weite nicht relevant, dahin stößt nicht einmal Weltrekordler Ryan Crouser aus den USA, und wäre 2.) obendrein ein Nach- und kein Vorteil.

ASV Erfurt und Frontmann Richard Debuch wurden mit in Misskredit gebracht

Was lernen wir also daraus? Viel Lärm um nichts! Und: Der DLV sollte sich vorher sachkundig machen (siehe vorliegendes Vermessungsprotokoll), ehe er jedem rhetorischen Furz eines missgünstigen Dritten unbekannter Herkunft nachschnüffelt. Denn beim getroffenen Betroffenen löste dieser offensichtliche Willkürakt gehörigen Ärger sowie Zeit- und Energieverschwendung aus. Es ist doch geradezu aberwitzig, sich für etwas rechtfertigen zu müssen, was jeglicher Grundlage entbehrt. Schlussendlich kamen auch Wendorfs Klub und ein gestandener Frontmann wie Richard Debuch als erfahrener Veranstalter sowie ehemaliger Angestellter der Erfurter Sportstättenbetriebe „en passant“ mit in Misskredit. Ein in Summe ungeheuerlicher Vorgang der Marke starker, ungenießbarer Tobak. Schimpf und Schande über diesen männlichen oder weiblichen Bösewicht, der hoffentlich diese Zeilen liest.