Meldeergebnis für bislang letzte Senioren-WM wird unerreicht bleiben

(Tampere/Krefeld, 27. April 2022) Für Kurz- und Spätentschlossene mit viel Kleingeld in großen Scheinen noch ein Tipp für einen sportlichen Trip nach Finnland: Heute um 24 Uhr endet der offizielle Meldeschluss für die 24.Senioren-Weltmeisterschaften vom 29.Juni bis 10. Juli 2022 in Tampere. Charmant formuliert: Kein preiswertes Vergnügen. Der lokale Veranstalter bittet mit einer Grundgebühr von 67 Euro, 32 Euro pro Einzeldisziplin, 44 Euro für Mehrkämpfe und 35 Euro für eine Begleitperson zur Kasse; obendrauf kommen trotz Online-Anmeldung für den DLV fürs Nichtstun respektive der von den meisten nicht in Anspruch genommenen entbehrlichen Betreuung vor Ort noch 20 Euro. Und da speziell bei Senioren*innen Spezialistentum etwas für ausgemachte Feiglinge zu sein scheint, kommt allein da schon ein hübsch-hässliches Sümmchen zusammen. Ganz zu schweigen von den in Skandinavien üblichen hohen Kosten für Hotel und Verpflegung. Aber das Thema hatten wir ja schon (siehe Link).  

Davon bilden auch die reiselustigen Germanen keine Ausnahme

Ob es allein daran liegt, dass sich die ansonsten sehr reiselustigen Germanen mit und ohne WM-Format in der normenfreien Komfortzone bislang in großer Zurückhaltung üben, sei einmal dahin gestellt. Rund 250 hatten bis heute Morgen ihre Willenserklärung für einen Start in Suomi abgegeben. Wenngleich sich manch eine/r auf der allerletzten Rille entscheidet, werden heute keine Massen mehr hinzukommen. Das gilt auch über den deutschen Tellerrand hinaus betrachtet. Es bedarf keines Propheten, dass das Gesamtmeldeergebnis von 8.197 Sportler/innen, darunter 614 Deutsche, aus 101 Nationen bei der bislang letzten WM im September 2018 in Malaga (Spanien) unerreicht bleiben wird. Wobei wir bekanntermaßen nicht der Quantität, sondern der Qualität das Wort zur reden pflegen.

Corona und seine vielfältigen Folgeerscheinungen

Wären wir sogleich beim Stichwort: Bei einem flüchtigen Streifzug durch die Meldelisten nach Disziplinen habe ich an besonders namenhaften Vertretern aus der Fraktion Stoß/Wurf  Kugelstoßer Andy Dittmar (im Bild), Diskuswerfer Ralf Mordhorst (beide M45), Wurf-Allrounder Lothar Huchthausen (M85) sowie das hochkarätige Werfer-Ehepaar Erika und Günther Fändrich (W60/M80) ausgemacht.
Corona hat in vielerlei Hinsicht einen Kahlschlag hinterlassen. Das war hierzulande bereits an den Meldezahlen der bisherigen diesjährigen regionalen und nationalen Meisterschaften ablesbar. Und das ist bei einer Pandemie nun mal ein weltweites Problem.